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Amerika

USA Westküste Rundreise: Route, Tipps, Kosten & Reisezeit

USA Rundreise

Aktualisiert im Oktober 2026: Routen, Mietwagen-Einwegmiete, Nationalpark-Gebühren (inkl. neuem Aufschlag für ausländische Besucher), Highway 1, Flug- und Spritpreise sowie Einreiseregeln neu geprüft. Wir selbst waren im August 2013 auf unserer Rundreise an der Westküste – unsere Erlebnisse haben wir so gelassen, alle Fakten drumherum sind auf dem aktuellen Stand.

Rundreise USA Westküste. Es ist nun schon eine Weile her, als wir unsere Rundreise an der Westküste angetreten sind. Dieser Urlaub soll aber nicht in Vergessenheit geraten.  Zum Glück haben wir Unmengen an Fotos und Videos gemacht – sich zu erinnern fällt also gar nicht so schwer. Wir zeigen euch wie unsere Tour verlief, was wir erlebt haben und welche Tipps wir euch mitgeben können.

In diesem Guide findet ihr unsere 19-tägige Route mit allen Stationen, drei Routenvorschläge für eure eigene USA Westküste Rundreise, Tipps zu Mietwagen und Einwegmiete, die neuen Nationalpark-Gebühren und den America the Beautiful Pass, die beste Reisezeit, eine Kostenübersicht und Tipps für die Reise mit Kind.

USA Westküste Rundreise auf einen Blick:

  • Unsere Route: San Francisco – Yosemite – Monterey – Highway 1 – Santa Barbara – Los Angeles – San Diego – Joshua Tree – Las Vegas
  • Dauer: 19 Tage, rund 2.000 km reine Fahrstrecke
  • Ideale Reisedauer: 2 bis 3 Wochen
  • Beste Reisezeit: Mai/Juni und September/Oktober
  • Mietwagen: Einwegmiete innerhalb Kaliforniens und nach Las Vegas oft ohne Rückführungsgebühr
  • Nationalparks: America the Beautiful Pass für Nicht-US-Bürger 250 $ pro Fahrzeug, 12 Monate gültig
  • Einreise: ESTA online vorab, aktuell 40,62 $ pro Person

Die Planung unserer USA Rundreise

Zum Glück bietet die Welt unterschiedliche Charaktere. Ich gehöre eher zu denjenigen, die für alles einen Plan brauchen. Ich kann mich noch gut an meine umfangreichen Excel Tabellen  für die Rundreise erinnern. Peinlichst genau aufgelistet, welche Orte wir zu welcher Zeit besuchen würden und was wir an Budget einplanen sollten. Selbst die einzelnen Fahrtzeiten habe ich ausgerechnet.

Mittlerweile bewege ich mich in einem guten Mittelmaß und plane nicht mehr alles so haargenau. Aus diesem Grund kann ich euch auch gut über die Vor- und Nachteile meiner USA Planung sprechen.

Vor unserem Urlaub haben wir bereits 90% der Hotels sowie den Mietwagen gebucht. Außerdem habe ich mich bereits über sämtliche Sehenswürdigkeiten der einzelnen Orte erkundigt und eingetaktet.

Planung USA Rundreise
Planung USA Rundreise

Ein großer Vorteil, wenn man so genau plant, ist, dass nicht viel Zeit für die Hotelsuche vor Ort verschwendet wird. Das gleiche gilt für die Sehenswürdigkeiten. Wir konnten uns sehr schnell in den einzelnen Orten orientieren und unsere „Liste“ abarbeiten.

Für zwei Orte hatten wir kein Hotel gebucht und haben gleich gemerkt, dass das ein Fehler war. In Monterey sind wir ca. 1 Stunde im Kreis gefahren, bis wir ein passendes Hotel gefunden hatten. Und das war verdreckt und eine nicht ganz so tolle Nacht.

Doch so eine Planung hat auch einige Nachteile. Auf der einen Seite spart man Zeit – auf der anderen Seite verliert man doch sehr viel Freiheit. Wenn ihr den ganzen Tag nur eure Sehenswürdigkeiten abhakt, dann verpasst ihr leicht die Dinge, die um euch herum passieren.

Ein gesundes Mittel ist meiner Meinung nach perfekt. Hotels würde ich so gut es geht vorher buchen oder aber mir zumindest für jeden Ort eine Liste mit Hotels mitnehmen. Dann weiß ich zumindest welche Hotels gut sind und fahre nicht blind durch die Gegend.

Unsere Route mit dem Mietwagen

Wir hatten 19 Tage für unsere Rundreise an der Westküste geplant. Die Strecke lässt sich am besten bei Google Maps nachstellen:

Beim Laden werden Daten an Google Maps übertragen. Datenschutz

San Francisco – Yosemite National Park – Monterey – Santa Barbara – Los Angeles – San Diego – Joshua Tree National Park – Las Vegas

Das macht laut meiner damaligen Excel Liste 1982 Kilometer und eine ungefähre Fahrtzeit von 22 Stunden.

Die Strecke war wirklich super. Es ist sich alles gut ausgegangen und wir hatten keine großen zeitlichen Probleme. Lediglich da wo wir keine Hotels gebucht hatten, haben wir etwas Zeit verschwendet.

Routenvorschläge für eure USA Westküste Rundreise

Unsere Route war für einen ersten Besuch ideal. Je nachdem, wie viel Zeit ihr habt und ob euch eher Städte oder Nationalparks reizen, bieten sich diese Varianten an. Alle Fahrzeiten sind grobe Richtwerte ohne Stopps:

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Klassiker in 2–3 Wochen: Städte, Küste und Yosemite

Unsere eigene Route: San Francisco – Yosemite – Monterey – Highway 1 – Santa Barbara – Los Angeles – San Diego – Joshua Tree – Las Vegas. Rund 2.000 km, ideal für 16 bis 21 Tage. Wer mag, hängt in Las Vegas noch einen Tag für den Grand Canyon an.

  • San Francisco – Yosemite Valley: ca. 4 Std.
  • Monterey – Santa Barbara über den Highway 1: ca. 5–6 Std.
  • Los Angeles – San Diego: ca. 2–3 Std. je nach Verkehr
  • San Diego – Las Vegas: ca. 5–6 Std., am besten mit Zwischenstopp in Joshua Tree
02

Nationalpark-Runde in 3 Wochen: Kalifornien und der Südwesten

San Francisco – Yosemite – über den Tioga Pass (nur im Sommer offen) und Death Valley nach Las Vegas – Zion – Bryce Canyon – Page (Horseshoe Bend, Antelope Canyon) – Grand Canyon – Route 66 – Los Angeles – Highway 1 – San Francisco. Viel Fahrerei, aber die volle Ladung Natur.

03

Kompakt in 10–14 Tagen: Highway 1 von San Francisco nach Los Angeles

San Francisco – Monterey und Carmel – Big Sur – San Simeon – Santa Barbara – Los Angeles, eventuell mit Abstecher nach San Diego. Perfekt, wenn ihr nicht so viel Zeit habt und lieber an der Küste bleibt.

Unser Tipp:

Plant pro Tag nicht mehr als 4–5 Stunden Fahrt ein und bucht die Hotels vorab – vor allem in Monterey, Santa Barbara und rund um die Nationalparks. Genau dort sind wir ohne Buchung stundenlang im Kreis gefahren.

Unsere Stationen im Detail

Und nun kommen wir zu den einzelnen Orten

Start in der Metropole San Francisco

Wir waren 3 Tage in San Francisco und es hat uns überrascht. Weniger wegen der Architektur, den Menschen oder Kultur. Nein, es war einfach saukalt. Damit hatten wir nicht gerechnet und die Temperaturen stiegen nur selten über 20 Grad. Sabrina hat dazu bereits einen Beitrag geschrieben: Unerwartet kaltes San Francisco. Das hieß: Shoppen. Zumindest für Sabrina. Unser erster Tag begann also damit eine Jacke zu kaufen. Das hat mich natürlich schon etwas genervt, weil es meinen heiligen Zeitplan durcheinander gebracht hat.

Vorher jedoch hatten wir schon ein „Problem“ im Hotel. Wir standen in unserem Zimmer und haben die Toilette gesucht… Fehlanzeige, denn es gab lediglich ein WC für das ganze Stockwerk. Ebenso eine Dusche. Nach der ersten Nacht haben wir unser Zimmer Upgegraded und konnten entspannt duschen gehen.

So nun aber zu San Francisco:

Ich glaube San Francisco sollte zu jeder Westküsten Tour dazu gehören. Die Stadt hat ihr ganz eigenes Flair und es gibt eine Menge zu sehen. Da wir zu San Francisco noch einen eigenen Beitrag veröffentlichen, liste ich nur meine Top To Dos auf

Inzwischen gibt es den ausführlichen San-Francisco-Guide mit Alcatraz-Tickets, Cable-Car-Preisen, Vierteln und Wetter.

  1. Besucht die Golden Gate Bridge
  2. Schaut einen Sprung am Pier 39 vorbei
  3. Von den Twin Peaks habt ihr einen super Ausblick über die Stadt
  4. Fahrt mit dem Cable Car
  5. Besucht ein Baseball Match

Das sind natürlich nur einige To Do´s. San Francisco hat durchaus noch mehr zu bieten. Leider war ich nicht in Palo Alto – besser bekannt als Silicon Valley. Das bereue ich leider sehr und würde ich jedem Technik-Interessierten nahelegen.

Am dritten Tag haben wir unseren Mietwagen abgeholt. Mit dem Camaro ging es dann Richtung Osten – auf in den Yosemite National Park!

Yosemite Nationalpark im Osten von San Francisco

Bevor ich zum eigentlichen Yosemite Park komme, will ich noch kurz von unserer Unterkunft berichten. Wir haben im Tin Lizzy Inn gewohnt. Und das war eines unserer Highlights. Betrieben wurde es von einem älteren Ehepaar, welches uns sehr offenherzig empfangen hat. Beim Frühstück wurden wir umsorgt und sie hätten uns sicher alle Wünsche erfüllt. Er ist ein leidenschaftlicher Oldtimer Sammler. Freundlicherweise hat er uns auch auf eine Spritztour eingeladen. Unser Cottage selbst war mindestens genauso entzückend wie unsere Gastgeber. Sehr liebevoll eingerichtet hat es einen ganz eigenen Charme versprüht. In unserem Beitrag Darum lieben wir die USA haben wir bereits über die tolle Gastfreundschaft geschrieben.

Tin Lizzy inn
Tin Lizzy inn

Das Tin Lizzie Inn liegt in Fish Camp nahe dem Südeingang des Parks und ist auch heute noch auf den gängigen Buchungsportalen zu finden. Ob es noch von denselben Gastgebern geführt wird, wissen wir nicht.

Wir sind am Abend im Tin Lizzy Inn angekommen. Der nächste Tag führte dann direkt in den Yosemite National Park

Nachdem wir unser herrlich, amerikanisches Frühstück genossen hatten, ging es los. Unser Cottage lag ca 45 Minuten vom Yosemite Park entfernt. Zum Glück sind wir etwas früher los, denn wir waren nicht die Einzigen, die den Park besuchen wollten. Nach einiger Zeit erschloss sich vor uns das Tal des Yosemite Park mit einem wunderschönen Ausblick.

 Yosemite-National-park-eingang
Yosemite-National-park-eingang

Im Tal angekommen, haben wir uns gleich auf den Weg gemacht. Es gibt sehr viele verschiedene Wanderwege. Wir haben uns dazu entschieden, in Richtung der Vernal Falls aufzubrechen. Nach rund 30 Minuten und gefolgt von weiteren Menschenmassen haben wir den Wasserfall erreicht. Trotz anhaltender Hitzewelle, war noch genug Wasser für tolle Bilder vorhanden.

Vernal Fall yosemite park
Vernal Fall yosemite park

Wir sind dann noch ein Stück weiter hinauf gegangen. Oberhalb des Wasserfalls befindet sich ein wunderschöner See. Wenn ihr euch für die Vernal Falls entscheidet, solltet ihr auf jeden Fall noch ein Stück weiter rauf gehen. Es lohnt sich 😉

Anschließend sind wir ins Tal zurück, denn wir wollten noch die Aussicht vom Glacier Point genießen. Allerdings sind wir mit dem Auto hinauf und nicht zu Fuß. Oben angekommen hatten wir einen super  Ausblick

Der Abend kam näher und wir sind wieder zurück Richtung dem Tin Lizzy Inn gefahren. Am nächsten Tag sollte es wieder zurück an die Westküste gehen. Morgens haben wir uns aber noch die Mammut Bäume in Mariposa Grove angesehen.

Anschließend begann die vierstündige Fahrt Richtung Monterey.

Wichtig für eure Planung: Seit 1. Januar 2026 zahlen Besucher ohne US-Wohnsitz ab 16 Jahren im Yosemite zusätzlich 100 $ pro Person zum Eintritt von 35 $ pro Auto. Wie ihr das mit dem America the Beautiful Pass umgeht, lest ihr weiter unten.

Unser Tipp

Weitere Informationen zum Yosemite National Park

Zurück an die Westküste: Monterey

Wir sind erst am Abend in Monterey angekommen. Es war der erste Ort in dem wir vorher kein Hotel gebucht und uns auch sonst über nichts informiert hatten. Die Hotelsuche war dann leider doch schwieriger als gedacht. Nach einer Stunde haben wir uns für ein kleines Hotel an der Hauptstraße entschieden. Unser Zimmer war dreckig und ziemlich heruntergekommen. Geschlafen haben wir in unsere Jacken, weil wir das Bett nicht berühren wollten. Das muss ein ziemlich lustiger Anblick gewesen sein 😀

Von Monterey selbst haben wir nur sehr wenig gesehen. Unserer Meinung nach keine Stadt, die besonders sehenswert ist.

Am Tag darauf begann unsere sechsstündige Fahrt entlang des berühmten Highway #1 nach Santa Barbara.

Die Rundreise geht weiter – Highway #1

Die berühmte Küstenstraße sollte auf keiner Westcoast Tour fehlen. Ein wirklich atemberaubender Anblick mit verschiedensten Sehenswürdigkeiten. Entlang der Route haben wir einen kleinen Wasserfall besucht. Aufgrund der Hitzewelle war es aber leider nur ein Wasserfällchen.

highway #1 wasserwall
highway #1 wasserwall

Ziemlich genau zwischen Monterey und Santa Barbara gibt es einen Parkplatz, auf dem ihr unbedingt halten müsst. Dort findet ihr eine riesige Kolonie von Seeelefanten, die überall am Strand verteilt liegen. Ein ziemlich beeindruckender Anblick.

seeelefanten
seeelefanten

Anschließend ging es weiter nach Santa Barbara.

Der bekannteste Aussichtspunkt für die Seeelefanten liegt bei Piedras Blancas nördlich von San Simeon – frei zugänglich und direkt am Highway. Gute Nachricht für alle, die den Highway 1 durch Big Sur fahren wollen: Nach jahrelangen Sperrungen durch Erdrutsche ist die Strecke zwischen Carmel und Cambria seit 14. Januar 2026 wieder durchgehend befahrbar. Nach Unwettern kann es aber weiterhin kurzfristige Sperrungen und Baustellen geben – schaut vor der Fahrt auf die Seite von Caltrans (dot.ca.gov) und tankt in Monterey oder Carmel voll, denn in Big Sur gibt es kaum Tankstellen.

Santa Barbara

In Santa Barbara wurden wir dann endgültig davon überzeugt, dass wir Hotels im Voraus buchen oder uns zumindest schon welche raussuchen sollten. Hier sind wir ganze 2 Stunden im Kreis gefahren, weil wir kein Hotel gefunden haben. Nach einer 6 stündigen Fahrt wollten wir eigentlich genau das vermeiden. Von Santa Barbara selbst haben wir dann nur sehr wenig gesehen. Am Abend sind wir was essen gegangen und morgens direkt Richtung Los Angeles aufgebrochen.

Die nächste Metropole: Los Angeles

In Los Angeles haben wir uns für ein Hotel direkt am Strand entschieden. Das Grand View Inn in Hermosa Beach. Und wir hatten es bereits vor Urlaubsantritt gebucht. Eine gute Entscheidung, denn im Stadtverkehr von Los Angeles wäre die Hotelsuche nochmal einen Tick stressiger gewesen.

Der Strand war echt schön und es war alles typisch amerikanisch. Von Freunden hatten wir gehört, dass Los Angeles nicht so super interessant sei und wir maximal 2 Tage einplanen sollten. Am ersten Tag sind wir Richtung Hollywood Boulevard aufgebrochen. Sollte man mal gesehen haben, ist aber bei weitem nicht so interessant wie man vielleicht glaubt. Von dort haben wir eine spontane Bustour durch Beverly Hills gemacht. Kann man machen, muss man aber nicht. Sabrina hat die Tour vorbei an den Häusern der Prominenten gefallen.

Los Angeles
Los Angeles

Am zweiten Tag wollten wir eigentlich den Morgen nutzen und uns die Universal Studios anschauen. Das war uns aber dann doch irgendwie zu stressig und wir haben einen wohlverdienten Strandtag eingebaut. Zu Mittag haben wir den Redondo Beach Pier besucht. Einigen wird der sehr bekannt vorkommen. Hier sind einige Szenen für die Serie O.C. California entstanden. Und hier findet ihr auch das kleine Cafe in dem die Freunde immer zusammen saßen. Für O.C. Fans ein absoluter Muss!

Am Abend ging es dann auch schon weiter Richtung San Diego.

Weiter geht’s nach San Diego

Für San Diego hatten wir sogar 3 Tage eingeplant. Den ersten Tag haben wir gleich mit einem Highlight unserer ganzen Reise begonnen: Einer Whale Watching Tour.

Wir sind mit einem größeren Militärschlauchboot rausgefahren. Schon nach einiger Zeit haben wir die ersten Delfine gesehen. Es waren zunächst nur kleine Gruppen. Von Walen fehlte aber leider jede Spur.

Nachdem wir einige Zeit gewartet hatten, kamen wieder ein paar Delfine vorbei. Doch aus ein paar wurden dann etwas mehr und auf einmal befanden wir uns in einer riesigen Schule. Laut unserem Guide müssen das einige 1000 gewesen sein und er selbst hat das auch nur selten gesehen.

Delfine
Delfine San Diego

Wir hatten dann sogar das Glück einen Wal zu sehen. Leider nur aus der Ferne. Als wir uns weiter genähert haben, ist er aber komplett abgetaucht.

Doch es war ein super Erlebnis, welches wir jedem empfehlen können.

Wir hatten uns für San Diego viel vorgenommen. Doch wie auch schon in Los Angeles haben wir unsere Pläne geändert und am zweiten Tag einen Strandtag eingebaut. Ganz ohne Action sollte aber auch der nicht bleiben. So haben wir spontan einen kleinen Ausflug mit dem Jet Ski gemacht.

Am nächsten Tag sollte es dann auch gleich weiter nach Las Vegas gehen. Die Fahrt von sechs Stunden wollten wir aber nicht am Stück nehmen und wir hatten eine Nacht im Joshua Tree National Park geplant.

Wir haben uns dort aber nicht besonderes angeschaut und nach einer erholsamen Nacht direkt weiter Richtung Las Vegas gefahren. Und das war auch gut so, denn die Fahrt sollte doch etwas länger dauern als geplant. Plötzlich standen wir bei 50 Grad Außentemperatur in einem riesigen Stau. Das war echt ein Wahnsinn. Leider sind die Autobahnen nicht so, dass man alle 50Km eine Tankstelle sieht. Nach einer Stunde warten und aufgrund von nicht mehr ganz so viel Benzin im Tank haben wir uns für ein Umdrehen entschieden und sind anschließend vollgetankt eine Ausweichroute gefahren. So haben wir auch etwas mehr von der wundervollen Landschaft mitbekommen bis wir dann endlich das Schild „Welcome to fabulous  Las Vegas“ passiert hatten.

Las Vegas und der Grand Canyon

In Las Vegas haben wir gleich unser Quartier im Encore Hotel bezogen. Ziemlich beeindruckend. Die Hotels sind super modern und wirklich nicht teuer für das was man bekommt. Und Vegas ist echt sehenswert. Es ist wie in einer anderen Welt, wenn man am Abend den Las Vegas Blvd entlang läuft. In Vegas haben wir dann das gemacht, was man in Vegas so macht: Glücksspiel, Feiern und sich die Hotels anschauen.

Ausblick Hotelzimmer
Ausblick Hotelzimmer

Wir haben es uns aber nicht nehmen lassen, einen Tag für den Grand Canyon einzuplanen. Da wir auf die Strapazen einer Busfahrt verzichten wollten, sind wir mit dem Flugzeug hin. Da gibt es einige Angebote. Geflogen wird dann mit einer kleinen, zweimotorigen Propeller Maschine. Allein der Flug war schon ein Erlebnis. Die kleinen Maschinen sind extrem windanfällig und es hat uns ganz schön durchgeschüttelt.

Flug Grand Canyon
Flug Grand Canyon

Belohnt wurden wir mit einem wunderschönen Ausblick beim Grand Canyon.

Grand Canyon
Grand Canyon

Nach dem dritten Tag ging unsere Reise weiter Richtung Heimat. Mit einem kleinen Zwischenstopp in New York. Doch davon berichten wir euch in einem anderen Beitrag.

Mietwagen und Einwegmiete an der Westküste

Für eine Rundreise an der Westküste ist der Mietwagen die beste Wahl – öffentliche Verkehrsmittel gibt es zwischen den Nationalparks kaum. Wir sind damals mit einem Camaro gefahren, und auch heute würden wir für den Highway 1 wieder ein Cabrio nehmen.

  • EinwegmieteWer wie wir in San Francisco startet und in Las Vegas abgibt, zahlt bei vielen Vermietern keine Rückführungsgebühr. Laut der aktuellen Einweg-Gebührenliste von Hertz für Urlauber aus Europa fällt etwa weder innerhalb Kaliforniens noch zwischen Kalifornien und Las Vegas eine Einweggebühr an. Prüft das trotzdem bei jeder Buchung, die Bedingungen unterscheiden sich je nach Anbieter und Station.
  • VersicherungBucht am besten über einen Anbieter in Europa mit Vollkasko ohne Selbstbeteiligung und erhöhter Haftpflicht. Vor Ort werden sonst oft teure Zusatzpakete verkauft.
  • FührerscheinDer nationale Führerschein wird meist akzeptiert, ein internationaler Führerschein als Übersetzung ist aber empfehlenswert.
  • Junge FahrerUnter 25 Jahren fällt bei den meisten Vermietern eine Zusatzgebühr an.
  • SpritKalifornien ist teuer – im Sommer 2026 lag der Durchschnitt bei rund 5,60 $ pro Gallone (ca. 3,8 Liter). In Nevada und Arizona tankt ihr meist günstiger.
  • Mietwagen in der StadtIn San Francisco braucht ihr keinen. Holt ihn – wie wir – erst ab, wenn es aus der Stadt rausgeht.

Nationalparks: Eintritt und America the Beautiful Pass

Seit 1. Januar 2026 sind die Nationalparks für Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz deutlich teurer: In elf der meistbesuchten Parks zahlen Besucher ohne US-Wohnsitz ab 16 Jahren zusätzlich zum normalen Eintritt 100 $ pro Person. An der Westküste betrifft das Yosemite, Sequoia & Kings Canyon, den Grand Canyon, Zion und Bryce Canyon. Joshua Tree und Death Valley gehören nicht dazu.

  • Beispiel Yosemite: 35 $ pro Auto + 2 × 100 $ für zwei Erwachsene = 235 $
  • America the Beautiful Pass für Nicht-US-Bürger: 250 $ pro Fahrzeug, 12 Monate gültig für alle Nationalparks – der Aufschlag entfällt damit
  • Kinder unter 16: zahlen keinen Aufschlag

Auf unserer Route mit Yosemite und Grand Canyon hätte sich der Pass heute für zwei Erwachsene also schon gelohnt. Alles zum Eintritt im Yosemite lest ihr in unserem Yosemite-Guide.

Beste Reisezeit für die USA Westküste

  • Frühling (April bis Juni)Angenehme Temperaturen, die Wasserfälle im Yosemite sind am kräftigsten. Der Tioga Pass öffnet je nach Schnee erst zwischen Mitte Mai und Ende Juni.
  • Sommer (Juli bis August)Hauptsaison und Ferienzeit – volle Parks, hohe Preise. In der Wüste rund um Las Vegas, Joshua Tree und Death Valley wird es extrem heiß, wir standen bei 50 Grad im Stau. In San Francisco ist es dagegen kühl und neblig.
  • Herbst (September bis Oktober)Unser Tipp – weniger Andrang, warmes Wetter an der Küste und in San Francisco die wärmste Zeit des Jahres.
  • Winter (November bis März)In Südkalifornien mild, in den Bergen Schnee. Tioga Road und Glacier Point Road im Yosemite sind gesperrt.

Was kostet eine Rundreise an der USA Westküste?

Die USA sind kein günstiges Reiseziel, und die Preise sind seit unserer Reise deutlich gestiegen. Ein paar Richtwerte (Stand Oktober 2026):

  • FlugDamals haben wir 1.100 € gezahlt. Heute gibt es Hin- und Rückflüge nach San Francisco ab Frankfurt oder Wien in Aktionen ab rund 650–700 €, in den Sommerferien meist deutlich mehr.
  • Hotel in San Franciscoim Schnitt rund 210 € pro Nacht
  • Motels und Hotels an der Streckemeist günstiger als in den Städten, in Nationalpark-Nähe aber schnell ausgebucht
  • Sprit in Kalifornienca. 5,60 $ pro Gallone
  • NationalparksAmerica the Beautiful Pass 250 $ pro Auto
  • ESTA40,62 $ pro Person
  • Trinkgeldim Restaurant rund 18–20 % – und auf alle Preise kommt noch die Steuer drauf

Was kostet euch die Reise? Rechnet euer Budget mit unserem Reisekosten-Rechner aus – und plant Mietwagen, Nationalpark-Pass und Sprit gleich mit ein.

Einreise in die USA: Das gilt aktuell

  • ESTAFür Urlaub bis 90 Tage braucht ihr kein Visum, aber eine ESTA-Genehmigung. Beantragt sie nur über die offizielle Seite esta.cbp.dhs.gov, am besten mindestens 72 Stunden vor Abflug. Die Gebühr liegt seit 16. Oktober 2026 bei 40,62 $.
  • ReisepassElektronischer Reisepass, gültig für die ganze Reise. Kinderreisepässe werden für ESTA nicht akzeptiert.
  • Rück- oder WeiterflugMuss bei der Einreise vorliegen.

Aktuelle Hinweise gibt es beim Auswärtigen Amt und in unserem Ratgeber Einreisebestimmungen und Visum. Eine Auslandskrankenversicherung ist in den USA Pflicht für jeden Urlaub – welche wir nutzen, steht im Beitrag zur Reiseversicherung.

USA Westküste mit Kind

Eine Westküsten-Rundreise funktioniert auch mit Kindern gut – wenn ihr die Etappen kürzer plant. Wir waren selbst noch ohne Finn dort, deshalb hier unsere recherchierten Tipps:

  • Etappen: Lieber 2–3 Stunden Fahrt am Tag und dafür mehr Nächte an einem Ort.
  • Kindersitz: In Kalifornien müssen Kinder unter 8 Jahren in einem Kindersitz oder auf einer Sitzerhöhung fahren. Sitze könnt ihr beim Vermieter mieten oder den eigenen mitnehmen.
  • Nationalparks: Kinder unter 16 zahlen keinen Aufschlag. Im Yosemite und in der Mariposa Grove gibt es viele kurze, flache Wege.
  • Highlights für Kinder: Seelöwen am Pier 39 in San Francisco, Whale Watching in San Diego, die Strände in Südkalifornien und die Freizeitparks rund um Los Angeles.
  • Hitze: Wüstenetappen im Sommer früh am Morgen fahren, genug Wasser im Auto haben.
  • Reisepass: Auch Babys brauchen für ESTA einen eigenen elektronischen Reisepass.

Mehr Tipps fürs Reisen mit Kind →

Fragen & Antworten zur USA Westküste Rundreise

Wie viele Tage braucht man für eine USA Westküste Rundreise?

Für die Klassiker San Francisco, Yosemite, Highway 1, Los Angeles, San Diego und Las Vegas solltet ihr 2 bis 3 Wochen einplanen. Wir hatten 19 Tage und sind gut damit ausgekommen.

Welche Route ist die beste für die Westküste?

Für den ersten Besuch empfehlen wir San Francisco – Yosemite – Highway 1 – Los Angeles – San Diego – Las Vegas. Wer mehr Nationalparks sehen will, ergänzt Zion, Bryce Canyon und den Grand Canyon.

Kostet eine Einwegmiete von San Francisco nach Las Vegas extra?

Oft nicht. Viele Vermieter wie Hertz verlangen innerhalb Kaliforniens und zwischen Kalifornien und Las Vegas keine Rückführungsgebühr. Prüft die Bedingungen aber bei jeder Buchung.

Lohnt sich der America the Beautiful Pass für Touristen?

Ja, meist schon ab zwei der großen Parks. Seit 2026 zahlen Nicht-US-Bürger ab 16 Jahren in Parks wie Yosemite und Grand Canyon 100 $ Aufschlag pro Person. Der Pass kostet 250 $ pro Auto und deckt den Aufschlag für alle Insassen ab.

Ist der Highway 1 durch Big Sur offen?

Ja. Seit 14. Januar 2026 ist der Highway 1 zwischen Carmel und Cambria wieder durchgehend befahrbar. Nach Unwettern kann es aber kurzfristige Sperrungen geben.

Wann ist die beste Reisezeit für die Westküste?

Mai/Juni und September/Oktober. Im Hochsommer ist es in der Wüste extrem heiß und in San Francisco kühl und neblig, im Winter sind Bergpässe wie der Tioga Pass gesperrt.

Was kostet eine Westküsten-Rundreise?

Rechnet für zwei Personen mit Flug, Mietwagen, Hotels und Eintritten für 2–3 Wochen mit mehreren tausend Euro. Die größten Posten sind Unterkünfte und Flug, dazu kommen Sprit, Nationalpark-Pass und ESTA.

Fazit zu unserer USA Westküsten Rundreise

Es war wohl einer unserer coolsten Urlaube. Wir haben eine Menge gesehen, viel erlebt und einige Orte entdeckt. Mittlerweile gibt es auch sehr günstige Flüge an die Westküste. Damals haben wir noch 1100€ für den Flug bezahlt. Als wir diesen Beitrag geschrieben haben, lagen die Preise bei ca. 500 € – heute rechnet mit rund 650–700 € in Aktionen, meist mehr. Eine Reise, die wir auch aufgrund der gefallenen Preise nur weiterempfehlen können.

Als Tipp können wir euch mitgeben:

  1. Versucht viele Hotels im Voraus zu buchen oder sucht euch zumindest passende Hotels heraus
  2. Plant auch ruhige Tage mit ein, an denen ihr auch mal nur am Strand liegt
  3. Nehmt euch ein Cabrio. Es ist ein super Gefühl im Cabrio den Highway #1 entlang zu fahren!

Ich hoffe wir konnten euch einen guten Einblick geben. Wenn ihr noch mehr Fragen habt, dann schreibt sie einfach in die Kommentare und wir werden sie beantworten.

Zum Abschluss gibt es noch ein Video:

Beim Laden werden Daten an YouTube (Google) übertragen. Datenschutz

Sabrina, Max & Finn

Seit 2017 schreiben wir hier über unsere Reisen – heute zu dritt, mit echten Kosten und ehrlichen Eindrücken.

Mehr über uns →

3 Kommentare

  1. Hallo ihr beiden,
    toller Beitrag – wir hatten für Ende April auch eine Westküsten-Tour mit den gleichen Zielen geplant, leider wird daraus wohl derzeit eher nichts. Aber so lange müssen wir uns eben durch den ein oder anderen Blog lesen 🙂

    So ein Hotel-Erlebnis wie ihr in Monterey hatten wir letzten Jahr an der Ostküste. Danach haben wir auch immer alles vorgebucht…

    Viele Grüße,
    Tanja & Martin

    1. Hallo Tanja und Martin,
      Danke euch, freut uns dass euch der Beitrag gefällt 🙂 unser Trip dorthin ist jetzt auch schon paar Jahre her.
      Ahh nein, wiee schade! Das ist soo bitter wie viele jetzt ihren Urlaub canceln müssen. Gerade so eine Tour, die plant man ja lange voraus. Ich hoffe ihr holt die Westküstentour zu einem anderen Zeitpunkt nach, ist wirklich sehr empfehlenswert und es gibt dort einfach sooo viel zu sehen.
      Puhh ja, solche Erlebnisse hat man leider immer mal wieder, aber dafür schätzen wir dann die anderen Unterkünfte umso mehr.

      Liebe Grüße und gesund bleiben,
      Sabrina und Max

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