Amerika
Yosemite National Park: Highlights, Eintritt & Reisetipps
Aktualisiert im Oktober 2026: Eintrittspreise (inkl. neuem Aufschlag für ausländische Besucher), Reservierungsregeln, Straßenöffnungen, Half-Dome-Permits und Einreise neu geprüft. Wir selbst waren im Sommer 2017 auf unserem USA-Roadtrip im Yosemite – unsere Erlebnisse haben wir so gelassen, alle Fakten drumherum sind auf dem aktuellen Stand.
Wir haben bereits in unserem Beitrag „Unsere Rundreise an der USA Westküste“ drüber berichtet. Die Rede ist vom atemberaubenden Yosemite National Park im Westen der USA. Da wir so fasziniert waren, würden wir euch gerne näher mit dem Park bekannt machen. Im Folgenden erfahrt ihr alles Wissenswerte über den Park – von den Öffnungszeiten bis zu den klimatischen Verhältnissen!
In diesem Guide findet ihr die schönsten Sehenswürdigkeiten, die aktuellen Eintrittspreise, die Anreise aus San Francisco, Los Angeles und Las Vegas, die beste Reisezeit, Unterkünfte im und am Park und Tipps für den Besuch mit Kind.
Yosemite National Park auf einen Blick:
- Lage: Sierra Nevada, Kalifornien – ca. 4 Autostunden östlich von San Francisco
- Größe: rund 3.000 km², Höhenlage ca. 600 bis knapp 4.000 m
- Geöffnet: 24 Stunden, 365 Tage im Jahr (einzelne Straßen im Winter gesperrt)
- Eintritt: 35 $ pro Auto (7 Tage) – plus 100 $ pro Person ab 16 Jahren für Besucher ohne US-Wohnsitz
- Reservierung: 2026 keine Einfahrtsreservierung nötig
- Beste Reisezeit: Mai/Juni für die Wasserfälle, September/Oktober für weniger Andrang
- Einreise USA: ESTA online vorab, aktuell 40,62 $
Sehenswürdigkeiten im Yosemite National Park
Der Yosemite National Park hat so einiges zu bieten. Hier eine Liste unserer Top Empfehlungen.
Blick ins Tal (Tunnel View)

Der Blick ins Tal befindet sich im Yosemite-Nationalpark in den Bergen der Sierra Nevada im zentralen Osten Kaliforniens und bietet einen atemberaubenden Blick auf El Capitan, die Bridalveil Falls, den Half Dome und das wunderschöne Yosemite Valley.
Der 1932 erbaute Aussichtspunkt wurde 2008 renoviert. Tunnel View ist bei Parkbesuchern sehr beliebt und zieht während der touristischen Hochsaison täglich zwischen 5.000 und 7.000 Besucher an. Reisende finden Tunnel View am östlichen Ende des Wawona-Tunnels an der Wawona Road.
Tipp: Am schönsten ist das Licht am späten Nachmittag und zum Sonnenuntergang. Der Parkplatz ist tagsüber oft voll – früh morgens habt ihr die besten Chancen.
Tuolumne Meadows
Die Region um Yosemite bietet Landschaften mit großer Vielfalt, einschließlich des Hochplateaus der Tuolumne Meadows. Das flache Becken von Tuolumne liegt etwa eine Autostunde nordöstlich des Yosemite-Tals und ist von steilen Granitfelsen und Kuppeln umgeben.
Tuolumne Meadows ist ein ideales Ziel für einen Familienurlaub und ein beliebter Ort zum Campen, Angeln und Schwimmen im Tuolumne River. Leichte Wanderungen zu den natürlichen Quellen von Soda Springs und entlang des John Muir Trail sind beliebte Freizeitbeschäftigungen.
Tagesausflüge zu den wunderschönen Seen der Region sind ebenfalls ein Muss.
Wichtig: Tuolumne Meadows erreicht ihr nur über die Tioga Road, die im Winter gesperrt ist. 2026 wurde sie bereits am 15. Mai geöffnet – so früh wie seit 16 Jahren nicht. In schneereichen Jahren kann das aber auch erst im Juni oder Juli passieren.
Yosemite Falls
Mit rund 739 Metern Fallhöhe (in drei Stufen) sind die Yosemite Falls der höchste Wasserfall im Park und einer der höchsten Nordamerikas. Vom Parkplatz im Valley führt ein flacher, rund 1,6 km langer Rundweg zum Fuß der Lower Yosemite Fall – auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl machbar. Wer fit ist, steigt auf dem steilen Yosemite Falls Trail bis zur Oberkante (ganztägig, sehr anstrengend).
Achtung: Die Wasserfälle werden fast nur von der Schneeschmelze gespeist. Im Mai und Juni rauschen sie am stärksten, ab August ist der Yosemite Fall oft fast oder ganz ausgetrocknet.
Bridalveil Falls
Bridalveil Falls ist eines der ersten Dinge, die Menschen sehen, wenn sie von Westen nach Yosemite kommen. Mit einer Höhe von mehr als 60 Stockwerken sind die Wasserfälle im Frühjahr am beeindruckendsten, wenn die Schneeschmelze den Fluss in ein donnerndes Brüllen anschwillt.
Bridalveil Falls ist zu jeder Jahreszeit dem Wind ausgesetzt, und die Art und Weise, wie die Wasserfälle von einer Seite zur anderen wehen, ist Teil dessen, was dieses Wasserspiel so einzigartig macht. Ein 20-minütiger Spaziergang vom Parkplatz Bridalveil Fall bringt Besucher zum Fuß der Wasserfälle.
Trotz eines steilen Anstiegs am Ende des Weges ist es eine der einfachsten Wanderungen im Park.
El Capitan
Der Granitmonolith El Capitan ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Yosemite-Nationalpark und erhebt sich fast 910 Meter senkrecht aus dem Yosemite Valley.
Es ist eine beliebte Herausforderung für erfahrene Kletterer. Warren J. Harding, Wayne Merry und George Whitmore bestiegen 1958 als erste die Nase von El Capitan mit Seilen, Pitons und Expansionsbolzen.
Diese berühmte Yosemite-Attraktion ist am besten von den Straßen im westlichen Yosemite-Tal aus zu sehen, einschließlich Tunnelblick, Bridalveil Fall-Gebiet und El Capitan Meadow. Mit einem Fernglas könnt ihr von der Wiese aus oft Kletterer in der Wand beobachten.
Sentinel Dome
Der Sentinel Dome befindet sich auf der Südseite des Yosemite-Tals und ist am bekanntesten für ein Foto, das Ansel Adams 1940 vom Gipfel gemacht hat und auf dem eine windgepeitschte Kiefer zu sehen war, die scheinbar aus dem Felsen herauswuchs.
Obwohl der 400 Jahre alte Baum 2003 umgestürzt ist, bleibt der felsige Gipfel ein beliebtes Wanderziel. Eine einstündige Wanderung führt die Besucher über den nordöstlichen Granithang der Kuppel nach oben, um einen malerischen Blick auf den Park zu genießen.
Im Winter kann die Kuppel über Skitouren vom Badger Pass aus erreicht werden. Im Sommer startet der Weg an der Glacier Point Road.
Half Dome
Yosemites bekanntestes geologisches Merkmal, die nahezu vertikale Nordwand des Half Dome, lockt seit mehr als einem Jahrhundert Kletterer an, aber unerschrockene Besucher können den Gipfel auch über einen langen und beschwerlichen Pfad vom Boden des Yosemite-Tals aus erreichen.
Der letzte Abschnitt des Weges hat zwei Kabelhandläufe, die den steilen Aufstieg unterstützen. Besucher, die die Idee eines eintägigen Aufstiegs zum Half Dome nicht attraktiv finden, können von Dutzenden von Talstandorten und Aussichtspunkten im Park aus einen wunderschönen Blick auf das berühmteste Wahrzeichen des Parks genießen.
Wichtig:
Für den Aufstieg über die Kabel braucht ihr ein Permit, solange die Kabel montiert sind (meist vom Freitag vor Memorial Day Ende Mai bis kurz nach dem zweiten Montag im Oktober). Pro Tag dürfen rund 300 Wanderer hinauf. Die Permits werden verlost: in der Vorsaison-Lotterie (Bewerbung vom 1. bis 31. März, Ergebnis Mitte April) und zusätzlich in einer täglichen Lotterie jeweils zwei Tage vor dem Wandertag. Kosten: 10 $ Bewerbungsgebühr plus 10 $ pro Person bei Zusage, alles über recreation.gov.
Vernal Falls

Die 97 Meter hohen Vernal Falls im östlichen Teil des Yosemite-Tals münden das ganze Jahr über in den Merced River, auch wenn andere Wasserfälle im Park trocken werden. Das Besteigen der mehr als 500 Granitstufen zur Spitze der Wasserfälle ist eine der beliebtesten Wanderungen des Parks.
Nebel von den Wasserfällen macht den Weg glatt, und Wanderer können sich auf dem Weg nass machen, aber die Aussichten vom Gipfel sind wirklich spektakulär. Für weniger abenteuerlustige Besucher bietet eine Fußgängerbrücke auf halber Höhe einen malerischen Blick auf die Wasserfälle und das Tal.
Der Weg heißt nicht umsonst Mist Trail – packt im Frühsommer eine Regenjacke ein und tragt Schuhe mit gutem Profil.
Glacier Point
Der Glacier Point ist ein Aussichtspunkt mit weitem Blick auf das Yosemite-Tal und kann während der langen Warmwettersaison zu Fuß, mit dem Auto oder mit dem Bus und im Winter auf Langlaufskiern erreicht werden.
Da die vier Meilen lange Wanderung zum Punkt steil und beschwerlich ist, fahren die meisten Besucher lieber mit dem Auto oder einem Tourbus über die Wawona Road und die Glacier Point Road. Die kurvenreiche Fahrt aus dem Tal zum Gipfel dauert ungefähr eine Stunde. Der Glacier Point bietet nicht nur einen Panoramablick auf das Tal, sondern bringt die Besucher auch auf Augenhöhe mit dem legendären Half Dome des Parks.
Die Glacier Point Road ist nur im Sommerhalbjahr für Autos offen – 2026 ab dem 9. Mai. Im Winter endet sie am Skigebiet Badger Pass.
Mariposa Grove
Ganz im Süden des Parks, nahe dem South Entrance, stehen in der Mariposa Grove über 500 Riesenmammutbäume – darunter der Grizzly Giant. Vom Mariposa Grove Welcome Plaza (rund 300 Parkplätze, oft schon am späten Vormittag voll) fährt in der Saison ein kostenloser Shuttle etwa alle 15 Minuten zum Hain. Der beliebte Grizzly Giant Loop ist rund 3,2 km lang und dauert 1,5 bis 2 Stunden. Unseren ausführlichen Bericht findet ihr hier: Mariposa Grove – die versteckten Riesenmammutbäume.
Noch mehr Ideen für Yosemite
- Mirror LakeEinfacher Spaziergang im östlichen Valley mit Blick auf den Half Dome – im Frühjahr spiegelt sich die Felswand im Wasser, im Spätsommer ist der See oft nur noch eine Wiese.
- Hetch HetchyDer ruhige Nordwesten mit Stausee und Wasserfällen, deutlich weniger los als im Valley. Die Zufahrt ist nur tagsüber geöffnet.
- Radfahren im ValleyDer flache Talboden lässt sich gut mit dem Rad erkunden – es gibt Radverleih und ein kostenloses Bike-Share-Angebot für bis zu 2 Stunden.
- Sterne schauenWeit weg von Städten ist der Nachthimmel über Glacier Point und Tuolumne Meadows spektakulär.
Wo liegt der Yosemite National Park?
Fangen wir mit etwas Leichtem an. Der Yosemite National Park liegt im Osten Kaliforniens, genauer gesagt im Gebirgszug der Sierra Nevada. Der National Park ist riesig, deswegen zeigen wir euch die Lage bei Google Maps.
Wie ihr seht, ist der Park riesig. Mit seinen rund 3.000 km² ist er definitiv einer der größten National Parks in den USA. Seine wunderschönen Gebirgszüge bewegen sich zwischen 600 und 4.000 Metern über dem Meeresspiegel.
Fast alle Besucher konzentrieren sich auf das nur rund 12 km lange Yosemite Valley – dort liegen die bekanntesten Wasserfälle, El Capitan und der Half Dome. Wer etwas Ruhe sucht, fährt in den Süden (Wawona, Mariposa Grove), auf die Glacier Point Road, in die Hochlagen an der Tioga Road oder nach Hetch Hetchy.
Und so kommt ihr hin:
Anreise in den Yosemite National Park
Der Yosemite National Park kann gut von San Francisco, Los Angeles oder Las Vegas aus angefahren werden. Wir kamen direkt aus San Francisco, aber ich werde noch kurz die anderen Anreisemöglichkeiten durchgehen.
Von San Francisco fährt man am besten die I-580 Richtung Osten, anschließend auf die I-205 zum Highway (Manteca) oder weiter südlich den Highway 99 nach Merced und von dort den Highway 140 nach Mariposa.
Die Fahrtzeit beträgt rund 4-6 Stunden. Je nachdem wo euer Hotel liegt und wie schnell ihr fahrt 😉
Dabei solltet ihr 300 km – 400 km Strecke einplanen.
Die Anreise von Las Vegas aus kann nicht zu jeder Jahreszeit gewährleistet werden. Zwischen Juni und Oktober könnt ihr den Highway 395 Richtung Norden fahren. Am Mono Lake biegt ihr auf den Highway 120 ab und fahrt weiter Richtung Westen. Der Abschnitt bei der 120 ist aber während der Wintermonate nicht geöffnet und kann nicht befahren werden. Im Winter und Frühling muss ein Umweg über die I-15, den Highway 58 und schließlich den Highway 41 genommen werden.
In den Sommermonaten seid ihr ca. 6-7 Stunden (560 km) unterwegs. Der Umweg zur Winterzeit kostet euch mehr Zeit und ist mit 10 Stunden (800 km) gut kalkuliert.
Der Abschnitt der 120 ist die Tioga Road über den knapp 3.000 Meter hohen Tioga Pass. Wann sie öffnet, hängt vom Schnee ab – meist zwischen Mitte Mai und Ende Juni, 2026 schon am 15. Mai. Den aktuellen Stand findet ihr auf der Seite des National Park Service.
Von Los Angeles aus fahrt ihr am besten die I-5 Richtung Norden und biegt auf den Highway 99 ab. Über den Highway 41 könnt ihr den Yosemite Park erreichen.
Die Fahrtzeit ist etwas länger als von San Francisco aus und beträgt rund 6 Stunden. Dabei solltet ihr über 500 km zurückgelegt haben.
Mit Amtrak und den YARTS-Bussen kommt ihr auch ohne Mietwagen ins Valley – YARTS fährt im Sommer mehrere Linien, u. a. aus Merced, Fresno, Mammoth Lakes und Sonora, mit Haltestellen in Curry Village, Yosemite Village und an der Yosemite Valley Lodge.
Fortbewegung im Park
Im Yosemite Valley fährt ein kostenloser Shuttlebus, der die wichtigsten Parkplätze, Trailheads und Unterkünfte verbindet. Am besten parkt ihr morgens einmal und steigt dann auf Shuttle, Rad oder die eigenen Füße um – die Parkplätze im Tal sind an Sommertagen früh voll.
- TankenIm Yosemite Valley selbst gibt es keine Tankstelle. Tankt vorher oder an den Tankstellen in Crane Flat bzw. Wawona.
- HandyempfangIst im Park lückenhaft. Ladet euch Karten offline herunter.
- BärenLebensmittel und alles, was riecht, gehören nicht ins geparkte Auto, sondern in die Bärenboxen an Parkplätzen und Campingplätzen.
- BezahlenAn den Parkeingängen wird kein Bargeld mehr angenommen – nur Karte oder Smartphone.
Öffnungszeiten
Die Öffnungszeiten kann man sich leicht merken. 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr. Bedeutet: Durchgehend geöffnet! Es ist auch nicht notwendig irgendwelche Reservierungen vorzunehmen. Fahrt hin, habt Spaß und fahrt nach einem wunderschönen Tag zurück ins Hotel oder campiert gleich im Valley. Ihr solltet lediglich beachten, dass die Hetch Hetchy Zufahrt nur am Tag befahrbar ist.
Zwischen 2020 und 2025 musstet ihr in der Hochsaison zeitweise eine Einfahrt reservieren. 2026 gibt es kein Reservierungssystem mehr – weder im Sommer noch zum „Firefall“ im Februar. Dafür kann es an Sommerwochenenden und Feiertagen lange Schlangen an den Eingängen geben. Kommt am besten unter der Woche und vor etwa 9 Uhr oder erst am Nachmittag. Den Eintrittspass könnt ihr vorab digital auf recreation.gov kaufen, das spart Zeit am Gate.
Ganzjährig befahrbar sind die Zufahrten über die Highways 41, 140 und 120 West. Die Tioga Road und die Glacier Point Road sind im Winter gesperrt, und auch im Rest des Parks kann es von November bis April Schneekettenpflicht geben.
Eintrittspreise
Jeder Besucher muss den Parkeintritt zahlen. Dieser ist in meinen Augen völlig ok und gut investiert. Bei uns lag er bei 30 US Dollar pro Auto/Wohnmobil. Dafür könnt ihr den Park die nächsten 7 Tage frei besuchen. Heute sieht es so aus:
- Auto/Wohnmobil (bis 15 Sitzplätze): 35 $, 7 Tage gültig
- Motorrad: 30 $
- Zu Fuß, mit Rad oder Pferd: 20 $ pro Person
- Aufschlag für Nicht-US-Bürger: seit 1. Januar 2026 zusätzlich 100 $ pro Person ab 16 Jahren
- Kinder unter 16: frei (auch kein Aufschlag)
- America the Beautiful Pass für Nicht-US-Bürger: 250 $ pro Fahrzeug, 12 Monate gültig für alle Nationalparks – ohne zusätzlichen Aufschlag
Wichtig:
Für Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ist der Yosemite seit 2026 deutlich teurer geworden: Zwei Erwachsene zahlen mit dem Auto 35 $ + 2 × 100 $ = 235 $. Wer auf dem Roadtrip mindestens drei der großen Nationalparks besucht (Yosemite, Grand Canyon, Zion, Sequoia …), fährt mit dem America the Beautiful Pass für 250 $ meist günstiger – er gilt für alle Insassen eines Autos.
Beste Reisezeit für den Yosemite National Park
Der Park ist ganzjährig geöffnet, jede Jahreszeit hat aber ihre eigenen Vor- und Nachteile:
- Frühling (April bis Juni)Die Wasserfälle sind am kräftigsten, im Mai und Juni erreicht die Schneeschmelze ihren Höhepunkt. Die Hochlagen und die Tioga Road sind teils noch gesperrt.
- Sommer (Juli bis August)Alle Straßen sind offen, im Valley wird es mit rund 31 °C aber heiß und voll. Ab August führen viele Wasserfälle kaum noch Wasser. In Tuolumne Meadows bleibt es mit rund 20 °C angenehm.
- Herbst (September bis Oktober)Weniger Andrang, angenehme Temperaturen und meist noch offene Hochstraßen. Dafür sind die Wasserfälle niedrig.
- Winter (November bis März)Ruhig und verschneit, Skifahren und Schneeschuhwandern am Badger Pass. Tioga und Glacier Point Road sind zu, Schneeketten mitführen.
Unser Tipp: Ende Mai bis Mitte Juni oder September. Dann habt ihr gute Chancen auf offene Straßen und – im Frühsommer – auf tosende Wasserfälle.
Waldbrand-Saison und Rauch
Kalifornien hat jedes Jahr mit Waldbränden zu kämpfen. Vor allem im August und September kann es laut Nationalparkverwaltung ein bis drei Wochen lang zu ungesunder Luft durch Rauch kommen – entweder von Bränden im Park oder anderswo in Kalifornien. Einzelne Straßen oder Wanderwege können dann gesperrt werden. Schaut kurz vor dem Besuch auf die aktuellen Hinweise des Parks und plant einen Puffertag ein.
Was kostet ein Besuch im Yosemite? Preise im Überblick
Damit ihr besser planen könnt, hier die wichtigsten Kosten (Stand Oktober 2026):
- Eintritt Auto inkl. 2 Erwachsene ohne US-Wohnsitz: 235 $ für 7 Tage
- America the Beautiful Pass (Nicht-US-Bürger): 250 $ für 12 Monate
- Half-Dome-Permit: 10 $ Bewerbung + 10 $ pro Person
- Valley-Shuttle: kostenlos
- Mariposa-Grove-Shuttle: kostenlos
- ESTA für die Einreise in die USA: 40,62 $ pro Person
Unterkünfte im Park sind teuer und oft schon Monate vorher ausgebucht. Günstiger übernachtet ihr in den Orten vor den Toren des Parks.
Was kostet euch die Reise? Rechnet euer Budget mit unserem Reisekosten-Rechner aus – und plant für den Yosemite den neuen Nationalpark-Aufschlag gleich mit ein.
Unterkünfte in der Nähe des Yosemite Parks
Viele Unterkünfte gibt es nicht in der Nähe. Allerdings bieten sich einige doch an.
Im Park: Die Hotels im Park betreibt Yosemite Hospitality (travelyosemite.com). Gebucht werden kann bis zu 366 Tage im Voraus – für den Sommer solltet ihr früh dran sein.
- The AhwahneeDas historische Luxushotel im Valley, ganzjährig geöffnet.
- Yosemite Valley LodgeZentral nahe den Yosemite Falls, ganzjährig geöffnet.
- Curry VillageZeltkabinen, Holzhütten und einfache Zimmer – saisonal geöffnet und die günstigste feste Unterkunft im Valley.
- White Wolf und Tuolumne Meadows LodgeEinfache Unterkünfte in den Hochlagen an der Tioga Road, nur im Sommer.
- Wawona HotelDas historische Hotel im Süden ist laut Nationalparkverwaltung derzeit geschlossen.
Camping: Alle Campingplätze im Park werden über recreation.gov reserviert und sind im Sommer sehr begehrt. Ganzjährig geöffnet sind nur Upper Pines, Camp 4, Hodgdon Meadow und Wawona.
Vor den Toren des Parks – je nachdem, über welchen Eingang ihr kommt:
- El Portal und Mariposa (Highway 140)Nur wenige Minuten bzw. rund eine Stunde vom Valley entfernt, z. B. Yosemite View Lodge oder Yosemite Cedar Lodge in El Portal.
- Fish Camp und Oakhurst (Highway 41)Nahe am South Entrance und der Mariposa Grove, z. B. Tenaya Lodge in Fish Camp.
- Groveland (Highway 120 West)Gut für Hetch Hetchy und die Tioga Road.
- Lee Vining und Mammoth Lakes (Highway 395)Nur sinnvoll, wenn die Tioga Road offen ist.
Einreise in die USA: Das gilt aktuell
Für einen Urlaub in den USA brauchen Deutsche, Österreicher und Schweizer kein Visum, aber eine ESTA-Genehmigung:
- ESTAOnline nur über die offizielle Seite esta.cbp.dhs.gov beantragen, am besten mindestens 72 Stunden vor Abflug. Die Gebühr liegt seit 16. Oktober 2026 bei 40,62 $ pro Person.
- AufenthaltBis zu 90 Tage für touristische Reisen.
- ReisepassIhr braucht einen elektronischen Reisepass, auch Kinder brauchen einen eigenen.
- Vorsicht vor DrittanbieternViele Seiten verlangen ein Vielfaches der offiziellen Gebühr.
Die Einreiseregeln ändern sich gerade häufiger. Schaut vor der Reise auf die Seite des Auswärtigen Amts und lest unseren Ratgeber zu Einreisebestimmungen und Visa. Eine gute Auslandskrankenversicherung ist für die USA ein Muss – welche wir nutzen, steht in unserem Beitrag zur Reiseversicherung.
Yosemite mit Kind
Der Yosemite ist auch mit Kindern ein tolles Ziel – viele Highlights erreicht ihr über kurze, flache Wege. Wir waren selbst noch ohne Finn dort, deshalb hier unsere recherchierten Tipps:
- Eintritt: Kinder unter 16 zahlen nichts – auch nicht den neuen Aufschlag für ausländische Besucher.
- Kurze Wege: Der Rundweg zur Lower Yosemite Fall ist flach und kinderwagentauglich, auch Bridalveil Fall, Mirror Lake und die Wiesen im Valley sind gut machbar.
- Mammutbäume: In der Mariposa Grove bringt euch der kostenlose Shuttle zum Hain, der Grizzly Giant Loop ist mit rund 3,2 km auch für Kinder gut zu schaffen.
- Junior Ranger: Im Visitor Center gibt es das Junior-Ranger-Heft – Kinder lösen Aufgaben im Park und bekommen dafür ein Abzeichen.
- Sicherheit: Den Mist Trail zu den Vernal Falls nur mit festen Schuhen und an der Hand gehen, die nassen Stufen sind rutschig. An Flüssen nie ins schnell fließende Wasser – die Strömung im Frühling ist gefährlich.
- Höhe und Sonne: Die Tioga Road führt auf knapp 3.000 Meter. Plant Pausen ein, nehmt viel Wasser, Sonnenschutz und warme Kleidung mit.
Fragen & Antworten zum Yosemite National Park
Was kostet der Eintritt in den Yosemite National Park?
Ein Auto kostet 35 $ für 7 Tage, ein Motorrad 30 $ und Einzelpersonen zu Fuß oder mit Rad 20 $. Seit 1. Januar 2026 zahlen Besucher ohne US-Wohnsitz ab 16 Jahren zusätzlich 100 $ pro Person – außer sie haben den America the Beautiful Pass für 250 $.
Brauche ich 2026 eine Reservierung für den Yosemite?
Nein. 2026 gibt es keine Reservierungspflicht für die Einfahrt, auch nicht im Sommer. Reservieren müsst ihr nur Unterkünfte, Campingplätze, Wilderness-Permits und das Half-Dome-Permit.
Wann ist die Tioga Road geöffnet?
Die Tioga Road öffnet je nach Schneelage meist zwischen Mitte Mai und Ende Juni und schließt mit dem ersten großen Schnee im Herbst. 2026 war sie ab dem 15. Mai befahrbar.
Wie bekomme ich ein Permit für den Half Dome?
Über die Lotterie auf recreation.gov: Vorsaison-Bewerbung vom 1. bis 31. März, zusätzlich täglich zwei Tage vor dem Wandertag. Die Bewerbung kostet 10 $, bei Zusage kommen 10 $ pro Person dazu.
Wann ist die beste Reisezeit für den Yosemite?
Für die Wasserfälle Mai und Juni, für weniger Andrang September. Im August ist es heiß und voll, außerdem kann Waldbrandrauch die Sicht trüben.
Wie viele Tage sollte man für den Yosemite einplanen?
Für das Valley, Glacier Point und die Mariposa Grove reichen 2–3 Tage. Wer wandern oder auch die Tioga Road und Tuolumne Meadows sehen will, plant 4–5 Tage ein.
Wo übernachtet man am besten im Yosemite?
Am praktischsten im Yosemite Valley (Ahwahnee, Yosemite Valley Lodge, Curry Village) – Buchung bis 366 Tage im Voraus. Günstiger und leichter zu bekommen sind Unterkünfte in El Portal, Mariposa, Fish Camp, Oakhurst oder Groveland.
Ist der Yosemite National Park im Winter geöffnet?
Ja, der Park ist das ganze Jahr rund um die Uhr geöffnet. Im Winter sind nur die Tioga Road und die Glacier Point Road gesperrt, im Rest des Parks kann Schneekettenpflicht gelten.
Fazit: Lohnt sich der Yosemite National Park?
Für uns war der Yosemite das Highlight unseres Roadtrips – und daran hat sich nichts geändert. Durch den neuen Aufschlag für ausländische Besucher ist der Eintritt zwar spürbar teurer geworden, aber Granitwände, Wasserfälle und Mammutbäume in dieser Dichte findet ihr sonst kaum irgendwo. Plant am besten mindestens zwei, drei Tage ein, kommt früh am Morgen und schaut auch über das Valley hinaus.
Wie der Yosemite in unsere Route passt, lest ihr in unserer Rundreise an der USA-Westküste. Noch mehr Kalifornien gibt es in unserem Beitrag über das unerwartet kalte San Francisco.


