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Südafrika

Krüger Nationalpark: Self-Drive Safari, Eintritt & Tipps

Suedafrika Krueger National Park Zebra

Aktualisiert im Oktober 2026: Eintrittspreise, Öffnungszeiten der Tore, Parkregeln, Malaria-Hinweise und Einreiseregeln neu geprüft. Wir selbst waren im Oktober 2017 im Krüger Nationalpark – unsere Erlebnisse haben wir so gelassen, alle Fakten drumherum sind auf dem aktuellen Stand.

Wenn man Gamedrives plant, oder wie die Touris sagen „Safari“, dann ist der Kruger Nationalpark eine der Regionen, um die Big 5, aber auch viele andere Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. In diesem Beitrag erzähle ich euch, wie man am besten einen Gamedrive plant und von wo ihr die Trips aus am besten startet.

Zusätzlich findet ihr hier alles, was ihr für einen Self-Drive im Krüger Nationalpark wissen müsst: Eintritt, Öffnungszeiten der Gates, Regeln im Park, Anreise, beste Reisezeit, Malaria, Unterkünfte und Tipps für die Safari mit Kind.

Krüger Nationalpark auf einen Blick:

  • Lage: Nordosten Südafrikas (Provinzen Limpopo und Mpumalanga), an der Grenze zu Mosambik
  • Größe: rund 19.500 km² – etwa so groß wie Niederösterreich
  • Eintritt: ab 1. November 2026 R692 pro Erwachsenem und Tag (ca. 38 €), Kinder 2–11 Jahre R345
  • Öffnungszeiten der Gates: je nach Monat ab 5:30 bzw. 6:00 Uhr bis 17:30–18:30 Uhr
  • Beste Reisezeit: Mai bis September (Trockenzeit, Tiere leichter zu finden)
  • Gesundheit: Malariagebiet – ärztliche Beratung vor der Reise
  • Selbst fahren: problemlos möglich, auch mit normalem Pkw auf den Asphaltstraßen

Start in Johannesburg und Fahrt nach Sabie

Unsere Reise begann in Johannesburg. Wir flogen von Kapstadt nach Johannesburg und fuhren direkt mit unserem Mietauto nach Sabie. Das Mietauto haben wir im Vorhinein gebucht und wir entschieden uns für die Kategorie Geländewagen, da wir schon planten, selbst Gamedrives zu unternehmen. Wir holten unser Auto am Flughafen ab und fuhren direkt raus aus Johannesburg. Da wir bei der Planung unserer Reise sowohl davon lasen als auch von lokalen Personen hörten, dass Johannesburg weder sehr sehenswert ist, noch sehr sicher, entschieden wir uns, dort nicht zu übernachten. Die Fahrt vom Flughafen raus aus Johannesburg ist relativ kurz und einfach, da man nur auf einer Autobahn fährt. Unser Ziel nach Johannesburg war die Stadt Sabie und für die Strecke von 375 km brauchten wir etwa 4 Stunden. Wir entschieden uns für eine Übernachtung in Sabie, da wir mittags in Johannesburg landeten und nicht nachts mit dem Auto unterwegs sein sollten, was einem auch von jedem geraten wird.

Wir kamen gerade bei Einbruch der Dunkelheit in Sabie an und wurden sofort sehr herzlich von der Besitzerin der Unterkunft empfangen. Sie kam direkt mit einigen Foldern und erklärte uns alles Wissenswerte über die Panoramaroute. Wie unser Tag auf der Panoramaroute war, lest ihr in unserem Südafrika-Reisetagebuch Teil 2.

Hoedspruit – Phelwana Game Lodge

Das nächste Ziel nach Sabie war nach einer Fahrt via der Panoramaroute die Phelwana Game Lodge, welche zur Gegend Hoedspruit gehört, jedoch recht weit von der Stadt Hoedspruit entfernt ist. Auf der Fahrt zur Lodge hat sich gleich das erste Mal unser Geländewagen (Toyota Fortuner) bezahlt gemacht, da die Lodge einige Kilometer weit in einem eingezäunten Gebiet mit Schotterstraßen liegt. Die Phelwana Game Lodge bietet sowohl „Villas“ als auch „Zelte“ an. Ich wollte immer schon mal Glamping (Glamorous Camping) ausprobieren, und deswegen buchten wir dort vorab ein Zelt. Wir wurden sehr herzlich willkommen geheißen und uns wurden die „Verhaltensregeln“ in einem privaten Gamereserve erklärt. Die Lodge hat zwar keine Big 5, jedoch haben sie Giraffen, Wasserbüffel, Flusspferde, Zebras, Affen und viele weitere Tiere, welche sich frei in dem ganzen Reservat bewegen können. Uns wurde erklärt, dass wir uns am Tag frei zu Fuß bewegen können, da man Wasserbüffel und Hippos von Weitem sieht. Am Abend jedoch sollen wir auch kurze Strecken mit dem Auto fahren.

Die Lodge ist laut den gängigen Buchungsportalen weiterhin buchbar – schaut vor der Buchung aber auf aktuelle Bewertungen.

Info:

Kaffernbüffel (Wasserbüffel) gelten neben Flusspferden als die gefährlichsten Großtiere Afrikas. Sie sind unberechenbar und greifen an, wenn sie sich gestört oder bedrängt fühlen – Abstand halten!

Unser Zelt war wirklich mega schön. Man hatte alles: Badezimmer, Klimaanlage, etc. … was man sich auch in einem richtigen Hotelzimmer erwartet. Das besondere Erlebnis dabei war, dass man am Tag sowie nachts alles hört und man sich fühlt, als würde man mitten im Freien schlafen. Dabei „entdeckten“ wir die verschiedensten Laute von Vögeln und auch das Hippo machte merkwürdige laute Geräusche in der Nacht und am frühen Morgen 🙂

Unser Tipp

Inspiration und Tipps für eure Reise, könnt ihr euch bei vielen verschiedenen Reiseblogs & Reisebloggern holen!

Wir machten in der Lodge einen geführten Gamedrive in den klassischen Safariautos. Das war dann auch unser einziger und letzter geführter Drive. Am nächsten Tag starteten wir schon unsere Tagesfahrt in den Kruger Park. Eigentlich wollten wir durch das Orpen Gate in den Park fahren, welches nur 25 Minuten von der Lodge entfernt ist. Leider gab es genau in diesen Tagen einen Streik von den Arbeitern, und es war unmöglich durch das Gate zu fahren. Daher nahmen wir das nächstgelegene Phalaborwa-Gate.

Wie und wo fährt man in den Krüger Nationalpark rein?

Der Kruger Park ist ein riesiger eingezäunter Nationalpark, welcher etwa so groß wie Niederösterreich ist. Er liegt komplett in Südafrika, grenzt aber direkt an Mosambik und ist Teil des grenzüberschreitenden Great Limpopo Transfrontier Park. Man kann in den Park nur durch bestimmte Tore (Gates) reinfahren, und der Park ist durch Öffnungszeiten beschränkt. Bei uns öffnete der Park um 5:30 Uhr morgens und schloss abends um 18 Uhr (die Zeiten variieren im Winter und Sommer). Es ist extrem wichtig, sich an diese Öffnungszeiten zu halten, da man sonst von der Polizei und den Rangern bestraft wird. Die Höhe der Strafe kann hierbei sehr variabel sein …. Es gibt auch einige Regeln, an die man sich im Park halten muss – die wichtigsten habe ich euch aufgelistet:

  • Immer im Auto bleiben – Aussteigen verboten (außer in Camps, Picknickplätzen und markierten Bereichen)
  • nicht aus dem Auto lehnen – auch nicht aus dem Fenster für Fotos
  • keine Verschmutzung durch Müll, etc.
  • die Tiere weder füttern noch streicheln
  • sich an die Geschwindigkeitslimits halten (Asphaltstraßen 50 km/h, Schotterstraßen laut SANParks heute 40 km/h) – dabei muss man sich die Distanzen genau einteilen, um rechtzeitig vor Torschluss den Park verlassen zu können
  • sich an die Öffnungszeiten des Parks halten
  • Waffen sind verboten, Tagesbesucher dürfen keinen Alkohol mitbringen
  • Drohnen sind im und über dem Park streng verboten

Bei jeder Einfahrt muss man einen Zettel mit Auto-ID (hat jedes Auto in Südafrika) und Passnummer, etc. ausfüllen. Die Gate-Ranger können dabei immer das Auto auf Waffen und Alkohol durchsuchen (wir wurden 2 Mal durchsucht).

Öffnungszeiten der Gates

Die Tore öffnen und schließen je nach Jahreszeit unterschiedlich. Laut SANParks gelten für die Eingangstore aktuell folgende Zeiten:

  • November bis Februar5:30 bis 18:30 Uhr
  • März und Oktober5:30 bis 18:00 Uhr
  • April, August und September6:00 bis 18:00 Uhr
  • Mai bis Juli6:00 bis 17:30 Uhr

Die Camp-Tore öffnen im Sommer teils schon um 4:30 Uhr. Wer zu spät am Gate oder im Camp ankommt, riskiert eine Strafe.

Die Gates im Überblick

Es gibt neun Eingangstore. Von Süden nach Norden:

  • Crocodile Bridge und Malelaneganz im Süden, gut erreichbar von Komatipoort bzw. Malelane, sehr tierreiches Gebiet.
  • Numbi und Phabeniab Hazyview in 15–20 Minuten – unsere Gates für die Tage im Süden.
  • Paul Kruger Gateder kürzeste Weg nach Skukuza, dem größten Camp.
  • Orpenim zentralen Teil, ideal ab Hoedspruit und den privaten Reservaten westlich des Parks.
  • Phalaborwazentral-nördlich, direkt an der Stadt Phalaborwa.
  • Punda Maria und Pafuriganz im Norden, ruhig und abgelegen.

Tagesbesucher und Quoten

Für Tagesbesucher gibt es an jedem Gate eine Tagesquote, die nach dem Prinzip „wer zuerst kommt“ vergeben wird. Vor allem in den südafrikanischen Ferien und an langen Wochenenden solltet ihr deshalb früh am Gate sein. Wer im Park übernachtet, ist von der Quote nicht betroffen.

Wir haben uns dafür entschieden, nicht im Park, sondern immer außerhalb zu übernachten. Außerhalb bekommt man für dasselbe Geld viel bessere Unterkünfte und man kann abends noch was unternehmen. Wie auch die Tagesbesucher, sind die, die innerhalb des Parks in Camps übernachten, genauso an die Öffnungszeiten des Parks gebunden. Das bedeutet, man muss genauso um 18 Uhr wieder im Camp sein. Bis auf die zwei großen Camps, Skukuza Rest Camp und Satara Rest Camp, welche Shops und Restaurants haben, sind die anderen kleineren Camps mit sehr geringer Infrastruktur ausgestattet. Es gibt in der Nähe von einigen Gates außerhalb des Parks viele Unterkünfte, sodass man innerhalb von 10 bis 30 Minuten in den Parks ist.

Self-Gamedrive im Krüger Nationalpark

Wir sind 4 Tage täglich etwa 8 bis 11 Stunden durch den Kruger gefahren und haben sehr viele Tiere gesehen. Es gibt leider keine geheimen Tipps und Orte wo man bestimmte Tiere oft sieht. Ich habe euch aufgelistet, wie häufig/nicht häufig wir welche Tiere gesichtet haben:

Tiere, die man häufig sieht:

  • Elefant
  • Wasserbüffel
  • Affe
  • Antilopen
  • WarzenschweinSuedafrika Krueger National Park Warzenschwein
  • Springbock
  • NilpferdSuedafrika Krueger National Park Hippos

Tiere, die man mittel häufig sieht:

  • ZebraSuedafrika Krueger National Park Zebra
  • Giraffe
  • Gnu
  • Kudu
  • Hyänen
  • Geier

Tiere, die man selten sieht:

  • LöweSuedafrika Krueger National Park Löwe
  • LeopardSuedafrika Krueger National Park Leopard
  • Gepard
  • Nashörner
  • Suedafrika Krueger National Park Nashorn

Tiere, die man sehr selten sieht:

  • Wildhunde
  • HornvogelSuedafrika Krueger National Park Hornvogel

Die App „Latest Sightings“ (App-Store und Android) war wirklich ganz gut, denn hier kann man angeben, was man so gesehen hat. Natürlich ist das nur hilfreich, wenn man ganz in der Nähe ist, da man im Kruger nicht schnell mal wohin fahren kann. Aber die App ist ganz nützlich, damit man weiß wo in etwa welches Tier beobachtet wurde, um speziell danach Ausschau zu halten. Oft hat man auch keinen Internetempfang, und dann kann man natürlich auch nicht sofort posten.

Wir haben alle der oben genannten Tiere sichten können, außer Geparden und männliche Löwen. Bei den Katzenarten muss man wirklich einfach nur Glück haben, denn man kann sie immer und überall sehen. Bei fast jedem Camp innerhalb des Parks hängen große Landkarten des Kruger-Parks, in denen die Besucher markieren können, wo sie welche Tiere gesehen haben. Es ist auch immer gut, einfach mit anderen Touristen zu sprechen, denn so haben wir einige Tiere entdeckt. Wenn man wie wir einen Selfdrive macht, ist es auch manchmal ganz angenehm einfach hinter einem Gamedrive-Touristenauto nachzufahren, denn die sichten meist mehr als wir zu zweit entdeckt haben – man muss sich auch dann nicht die ganze Zeit konzentrieren, denn es kann schon mal ganz anstrengend oder mühsam werden, wenn man den ganzen Tag über nach den verschiedensten Tieren Ausschau hält.

Unser Tipp

Kauft euch vor der Einfahrt in den Kruger ausreichend Snacks, Sandwiches und Getränke ein, und geht bei den Gates immer nochmal aufs Klo 🙂 Man muss bedenken, dass man immer etwa 40–70 Minuten in das nächste Camp braucht.

Self-Drive oder geführter Game Drive?

Beides hat seine Vorteile – viele Besucher kombinieren es:

Self-Drive

  • + flexibel, eigenes Tempo, günstiger
  • + auf den Hauptstraßen reicht ein normaler Pkw
  • − Tiere selbst finden ist anstrengend
  • − nur zu den Öffnungszeiten der Tore

Geführter Game Drive

  • + erfahrene Guides finden mehr Tiere
  • + erhöhte, offene Fahrzeuge
  • + Sonnenaufgangs- und Nachtfahrten möglich
  • − feste Zeiten, Kinder bei SANParks erst ab 6 Jahren

SANParks bietet in den Camps Morning Drives (Start eine halbe Stunde vor Toröffnung, ca. 3–3,5 Stunden), Sunset Drives (ca. 3 Stunden) und Night Drives (ca. 2 Stunden) an. Gerade die Nachtfahrt ist spannend, weil ihr als Selbstfahrer nach Torschluss nicht mehr unterwegs sein dürft.

Tipps für euren Self-Drive

  • Früh startenDie ersten Stunden nach Toröffnung und der späte Nachmittag sind die besten Zeiten für Raubkatzen.
  • Langsam fahrenMit 20–30 km/h seht ihr deutlich mehr als mit dem erlaubten Maximum.
  • Karte kaufenIn den Camp-Shops gibt es gute Parkkarten mit allen Straßen, Wasserlöchern und Picknickplätzen.
  • Fernglas einpackenViele Tiere sind weiter weg, als man denkt.
  • Puffer einplanenSichtungen, Elefanten auf der Straße und Staus bei Löwen kosten Zeit – plant die Rückfahrt zum Gate großzügig.

Von Hazyview aus in den Kruger

Wir haben den Kruger Park von Hazyview aus durch das Phabeni Gate und das Numbi Gate betreten. Beide Gates sind von Hazyview aus in 15 bis 20 Minuten erreichbar. Hazyview selbst ist kein besonders schöner Ort, es gibt jedoch viele Unterkünfte, da viele Touristen von dort aus in den Kruger starten. In Hazyview gibt es einige Aktivitäten/Sehenswürdigkeiten – uns war jedoch alles zu touristisch und wir hatten auch nichts von den möglichen Aktivitäten geplant. Es gibt sehr viele Angebote mit Elefanteninteraktionen – diese zweifle ich jedoch sehr an, denn man weiß nie wie die Elefanten gehalten werden und wie sie so zutraulich und harmlos gemacht wurden. Daher möchten wir so etwas gar nicht fördern und unterstützen (dasselbe galt auch für meine Reise in Thailand). Wir haben generell keine Tiershows oder Tierinteraktionen gebucht (es werden Shows/Interaktionen mit Hippos, Elefanten und Löwen angeboten) da wir sowas nicht unterstützen möchten und uns viel lieber die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung anschauen, weshalb wir überhaupt uns für diese Reise entschieden haben.

Bewertung der Unterkunft: Wir übernachteten in der „Hippo Hollow Country Estate“ und können diese Unterkunft NICHT empfehlen, da das Preis-Leistungsverhältnis absolut nicht gegeben ist. Wir hatten ein sogenanntes Cottage, ohne Klimaanlage, nicht sehr sauber, es roch muffig und durch das Strohdach war es generell etwas schmuddelig.

Anreise zum Krüger Nationalpark

  • Mit dem Mietwagen ab Johannesburg: So wie wir. Bis Hazyview, Sabie oder zu den südlichen Gates rechnet ihr mit rund 4–5 Stunden Fahrt. Plant so, dass ihr vor Einbruch der Dunkelheit ankommt – das Auswärtige Amt rät von Überlandfahrten nach Einbruch der Dunkelheit ab.
  • Mit dem Flugzeug: Es gibt Inlandsflüge aus Johannesburg und Kapstadt zum Kruger Mpumalanga International Airport bei Mbombela (Nelspruit), nach Hoedspruit und direkt nach Skukuza im Park. Mietwagen gibt es an den Flughäfen.
  • Welches Gate? Für den Süden mit der höchsten Tierdichte: Numbi, Phabeni, Paul Kruger, Malelane oder Crocodile Bridge. Für den ruhigeren zentralen Teil: Orpen oder Phalaborwa.

Übernachten: im Park oder außerhalb?

Wir haben – wie oben beschrieben – immer außerhalb geschlafen. Beide Varianten haben ihre Vorteile:

  • Rest Camps im Park (SANParks)Ihr seid zu Toröffnung schon mitten im Park und spart die tägliche Anfahrt samt Quote. Große Camps wie Skukuza, Satara oder Lower Sabie haben Shop, Restaurant und Tankstelle. Gerade in der Hauptsaison früh buchen.
  • Orte vor den GatesHazyview, Marloth Park, Malelane, Hoedspruit oder Phalaborwa bieten viele Lodges und Gästehäuser – oft mit besserem Preis-Leistungs-Verhältnis.
  • Private ReservateWestlich des Parks liegen private Reservate ohne Zaun zum Kruger, in denen Lodges eigene Game Drives (auch abseits der Straßen und nachts) anbieten – deutlich teurer, aber sehr exklusiv.

Beste Reisezeit für den Krüger Nationalpark

Tiere sieht man das ganze Jahr. Trotzdem gibt es Unterschiede:

  • Trockenzeit (Mai bis September)Die Vegetation ist licht, die Tiere sammeln sich an den Wasserlöchern – die besten Bedingungen für Sichtungen. Morgens und abends kann es kühl werden, Jacke einpacken.
  • Regenzeit (Oktober bis April)Grün, heiß und mit Gewittern am Nachmittag. Viele Jungtiere und Zugvögel, dafür dichteres Buschwerk und höheres Malariarisiko.
  • Ferien beachtenIn den südafrikanischen Schulferien und um Weihnachten/Ostern sind die Camps früh ausgebucht und die Tagesquoten an den Gates schneller erreicht.

Wir waren Ende Oktober dort, also am Übergang zur Regenzeit – und haben trotzdem sehr viele Tiere gesehen.

Was kostet der Krüger Nationalpark?

Richtwerte für eure Planung (1 € ≈ 18,3 Rand, Stand Oktober 2026):

  • Tageseintritt Erwachsene (international)R602 bis 31.10.2026, ab 1.11.2026 R692 (ca. 38 €)
  • Tageseintritt Kinder 2–11 Jahreab 1.11.2026 R345 (ca. 19 €)
  • Bei mehreren TagenDer Eintritt fällt für jeden Tag im Park an – für 4 Tage zu zweit kommen so rund 300 € zusammen. Für längere Aufenthalte in mehreren Parks lohnt sich ein Blick auf die SANParks Wild Card.
  • Geführte Game Drives, Rest CampsPreise je nach Camp und Saison, aktuell auf sanparks.org

Was kostet euch die Reise? Rechnet euer Budget mit unserem Reisekosten-Rechner aus – Mietwagen, Eintritte und Unterkünfte summieren sich in Südafrika schnell.

Malaria und Gesundheit

Der Krüger Nationalpark liegt in einem Malariagebiet. Laut Auswärtigem Amt besteht im Nordosten von Limpopo und Mpumalanga – einschließlich Kruger – von September bis Mai ein saisonal hohes Risiko, von Juni bis August ein mittleres.

  • MückenschutzAb der Dämmerung lange, helle Kleidung tragen und ein wirksames Repellent verwenden.
  • MoskitonetzIn vielen Unterkünften vorhanden, sonst selbst mitnehmen.
  • ProphylaxeOb eine Chemoprophylaxe oder Notfallmedikamente sinnvoll sind, besprecht ihr am besten rechtzeitig mit einem Reisemediziner. Mehr dazu in unserem Beitrag zu Impfungen und Reisemedizin.
  • VersicherungEine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist ein Muss – unsere Empfehlungen findet ihr bei den Reiseversicherungen.

Sicherheit auf dem Weg zum Kruger

Im Park selbst seid ihr sicher, solange ihr die Regeln einhaltet und im Auto bleibt. Auf den Straßen außerhalb gilt: Laut Auswärtigem Amt bleibt die Kriminalitätsrate in Südafrika auch 2026 sehr hoch. Ein Mietwagen ist trotzdem das empfohlene Verkehrsmittel. Fahrt nicht nach Einbruch der Dunkelheit über Land, lasst keine Wertsachen sichtbar im Auto liegen und haltet Türen beim Fahren verriegelt. Aktuelle Hinweise findet ihr beim Auswärtigen Amt.

Einreise nach Südafrika

  • VisumDeutsche, Österreicher und Schweizer brauchen für touristische Aufenthalte kein Visum. Bei der Einreise gibt es eine Besuchserlaubnis für bis zu 90 Tage (Rückflugticket nötig).
  • ReisepassMindestens 30 Tage über das Ausreisedatum hinaus gültig und mit mindestens zwei freien Seiten für Stempel.
  • KinderBrauchen einen eigenen Reisepass. Reisen sie mit einem Elternteil, reicht laut Auswärtigem Amt der Pass – eine (internationale) Geburtsurkunde mitzunehmen ist aber weiterhin empfehlenswert. Reisen Minderjährige ohne Eltern, sind u. a. Geburtsurkunde und eine englische Einverständniserklärung Pflicht.
  • StromDas landesweite „Load Shedding“ (geplante Stromabschaltungen) gibt es seit Frühjahr 2025 nicht mehr. Lokale Unterbrechungen kommen vereinzelt noch vor.

Mehr zum Thema Visum findet ihr in unserem Beitrag zu Einreisebestimmungen.

Krüger Nationalpark mit Kind

Eine Safari ist für Kinder ein riesiges Erlebnis. Wir waren selbst noch ohne Finn dort, deshalb hier unsere recherchierten Tipps:

  • Self-Drive ist ideal: Mit dem eigenen Auto bestimmt ihr Tempo und Pausen selbst. Geführte SANParks-Game-Drives sind erst ab 6 Jahren erlaubt.
  • Eintritt: Der Kindertarif gilt von 2 bis 11 Jahren.
  • Malaria: Gerade mit Babys und Kleinkindern solltet ihr die Malaria-Frage vorab mit dem Kinderarzt oder einem Reisemediziner klären. In der Trockenzeit (Mai bis August) ist das Risiko niedriger.
  • Kürzere Tage: 8 bis 11 Stunden im Auto wie bei uns sind mit Kind zu viel. Plant lieber 3–4 Stunden am Morgen und eine Runde am Nachmittag, dazwischen Pool oder Picknickplatz.
  • Unterkunft: Ein großes Camp im Park wie Skukuza (mit Pool) spart die tägliche Anfahrt.

Mehr Tipps fürs Reisen mit Kind →

Fragen & Antworten zum Krüger Nationalpark

Was kostet der Eintritt in den Krüger Nationalpark?

Internationale Besucher zahlen ab 1. November 2026 R692 pro Erwachsenem und Tag (ca. 38 €), Kinder von 2 bis 11 Jahren R345. Bis 31. Oktober 2026 galten R602 bzw. R300.

Kann man den Krüger Nationalpark selbst fahren?

Ja. Die Hauptstraßen sind asphaltiert, viele Schotterstraßen gut befahrbar. Ihr müsst im Auto bleiben, die Tempolimits (50 km/h Asphalt, 40 km/h Schotter) einhalten und vor Torschluss im Camp oder draußen sein.

Wann ist die beste Reisezeit für den Krüger Nationalpark?

Für Tierbeobachtungen die Trockenzeit von Mai bis September. Im Sommer (Oktober bis April) ist es grün und heiß, es gibt viele Jungtiere, aber auch ein höheres Malariarisiko.

Brauche ich eine Malariaprophylaxe für den Kruger?

Der Park ist ein Malariagebiet, von September bis Mai mit hohem Risiko. Ob Prophylaxe oder Notfallmedikament sinnvoll ist, solltet ihr vor der Reise mit einem Reisemediziner besprechen.

Wie viele Tage sollte man im Krüger Nationalpark einplanen?

Mindestens 2–3 volle Tage. Wir waren 4 Tage im Park und haben fast alle großen Tiere gesehen – Glück gehört aber immer dazu.

Welches Gate ist das beste?

Für den tierreichen Süden eignen sich Numbi, Phabeni und Paul Kruger (ab Hazyview) oder Malelane und Crocodile Bridge. Ab Hoedspruit ist das Orpen Gate am nächsten.

Ab welchem Alter dürfen Kinder auf eine Safari?

Selbst fahren könnt ihr mit Kindern jeden Alters. Bei den geführten Game Drives von SANParks müssen Kinder mindestens 6 Jahre alt sein, private Lodges haben oft eigene Altersgrenzen.

Fazit

Unsere Reise durch den Kruger Park hat uns sehr gut gefallen und wir können es nur jedem weiterempfehlen. Die afrikanischen Tiere in freier Wildbahn zu sichten, ist ein ganz besonderes Erlebnis.

Mehr über unsere Zeit in Südafrika lest ihr in unseren Beiträgen zu Kapstadt, zum Whale Watching und in unserem Südafrika-Reisetagebuch.

Sabrina, Max & Finn

Seit 2017 schreiben wir hier über unsere Reisen – heute zu dritt, mit echten Kosten und ehrlichen Eindrücken.

Mehr über uns →

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