Malaysia
Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten: Top 8, Unterkunft & Essen
Aktualisiert im Oktober 2026: Eintrittspreise, Öffnungszeiten, Flughafentransfer, Nahverkehr und Einreiseregeln neu geprüft. Wir selbst waren Ende November 2018 zu Beginn unserer Weltreise in Kuala Lumpur – unsere Erlebnisse haben wir so gelassen, alle Fakten drumherum sind auf dem aktuellen Stand.
Kuala Lumpur sehen viele nur als einen Zwischenstopp oder als Durchreise in Südostasien an. Es lohnt sich jedoch, ein paar Tage Halt zu machen und die Stadt zu erkunden. Denn es gibt doch einiges zu sehen.
Für uns ist Kuala Lumpur oder wie es hier auch einfach nur als „KL“ bezeichnet wird, der erste Stopp unserer langen Reise durch Südostasien. Wir verbringen hier gerade 4 Nächte, als Einstieg in Südostasien und eigentlich auch um unseren Jetlag – den wir doch nicht hatten – zu bekämpfen.
Im folgenden Beitrag kannst du lesen, was wir an unseren ersten Tagen (Tag 1-4) alles erlebt haben.
Dazu bekommst du in diesem Guide die aktuellen Preise für die Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten wie Petronas Towers, KL Tower und Batu Caves, alle Infos zu Anreise, Nahverkehr, Unterkunft, Essen und Einreise – und Tipps für KL mit Kind.
Kuala Lumpur auf einen Blick:
- Top-Sehenswürdigkeiten: Petronas Towers, Batu Caves, Merdeka Square, Chinatown, KL Tower, Perdana Botanical Gardens
- Petronas Skybridge: 98 RM (ca. 21 €) für ausländische Erwachsene, Kinder 2–12 Jahre 50 RM
- Vom Flughafen: KLIA Ekspres in 28 Minuten nach KL Sentral, 55 RM (ab 1.1.2027: 65 RM)
- Unterwegs: LRT, MRT, Monorail, Grab und die GO KL Stadtbusse
- Ideale Aufenthaltsdauer: 3–4 Tage
- Währung: Malaysischer Ringgit (RM), 1 € ≈ 4,6 RM
- Einreise: bis zu 90 Tage visumfrei für Deutsche, Österreicher und Schweizer, MDAC online vorab
Allgemeines über Kuala Lumpur

Kuala Lumpur hat knapp 2 Millionen Einwohner (Volkszählung 2020), welche sich flächenmäßig gut in der Stadt verteilen. KL ist die Hauptstadt von Malaysia und auch das ökonomische und kulturelle Zentrum des Landes. Die Stadt wirkt nicht wirklich busy – im Gegensatz zu anderen Großstädten in Asien.
In Kuala Lumpur leben rund 47 % Malaien und andere Bumiputera, knapp 42 % Chinesen und 10 % Inder. Etwa 45 % der Menschen sind Muslime, rund ein Drittel Buddhisten, 8 % Hindus und 6 % Christen. Die Währung heißt Ringgit (RM). Bei unserem Besuch bekamen wir für 1 Euro 4,7 Ringgit, aktuell sind es rund 4,6 Ringgit.
Die Top 8 Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur
Das sind die Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten, die wir uns selbst angesehen haben – mit den aktuellen Preisen und Öffnungszeiten. Darunter findest du noch ein paar weitere Ideen.
Nr. 1: Petronas Towers und Skybridge
Viele assoziieren mit KL die Petronas Towers. Lange waren die Zwillingstürme mit einer Höhe von 452 Metern die höchsten Twin Towers der Welt. Die Türme wirken nach wie vor sehr beeindruckend, obwohl rundherum immer mehr weitere Wolkenkratzer gebaut werden. Die Brücke, welche die Petronas Towers verbindet, kann man besuchen.
Diese Aussichtsplattform hatte bei uns einen stolzen Preis von 80 Ringgit (etwa 16 €) – extrem teuer für malaiische Verhältnisse. Wir haben das ausgelassen und uns die Twin Towers von unten angesehen – das reicht auch 🙂 petronastwintowers.com.my/
Heute ist der Besuch noch etwas teurer: Das Ticket gilt für die Skybridge im 41./42. Stock und die Aussichtsplattform im 86. Stock. Ausländische Erwachsene zahlen 98 RM (ca. 21 €), Kinder von 2 bis 12 Jahren und Senioren ab 61 Jahren 50 RM, Kinder unter 2 Jahren sind frei. Plane für den Besuch etwa 1 bis 1,5 Stunden ein.
Geöffnet: Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen 9–21 Uhr (letzter Einlass 20:30 Uhr), montags meist geschlossen – nur an ausgewählten Montagen offen
Wichtig:
Die Tickets haben feste Zeitfenster und sind oft schon Tage vorher ausverkauft. Kauf sie nur über die offizielle Website oder am Ticketschalter im Concourse Level – der Betreiber warnt ausdrücklich vor Drittseiten mit ähnlichen Namen. Sei 15 Minuten vor deinem Zeitfenster am Eingang.
Unser Tipp: Die schönsten Fotos der Türme bekommst du kostenlos vom KLCC Park direkt dahinter – am Tag und vor allem abends, wenn die Türme beleuchtet sind. Am Teich vor der Mall läuft die Wasser- und Lichtshow Lake Symphony: mit Musik täglich um 20, 21 und 22 Uhr, nur mit Licht um 19:30, 20:30 und 21:30 Uhr.
Nr. 2: China Town
China Town besteht aus zwei Hauptstraßen, der Kasturi Street und der Petaling Street. Es gibt unzählige Stände mit gut gefälschter Kleidung, Taschen, Schuhen, Uhren, Elektronik und vielem mehr. Man findet dort wirklich alles und muss nicht unbedingt die Originalware in den Geschäften der vielen Malls kaufen.
Es macht echt Spaß, dort durchzuschlendern und auch mit den Verkäufern zu handeln – das ist übrigens ein Muss, sonst bezahlt man viel zu viel. Es kann schon mal richtig warm zwischen den eng gestellten Ständen werden – vor allem wenn Foodstände in der Nähe sind. Es gibt natürlich auch Streetfood (wie eigentlich überall). Wir haben uns als Einstieg in China Town massieren lassen 😀
Gut zu wissen: Gefälschte Markenware darfst du nicht in größeren Mengen mit nach Hause nehmen – der Zoll in Deutschland und Österreich kann sie beschlagnahmen. Gleich um die Ecke lohnen sich außerdem der hinduistische Sri-Mahamariamman-Tempel, der chinesische Guan-Di-Tempel und die kleine Gasse Kwai Chai Hong mit ihren Wandbildern.
Nr. 3: Perdana Botanical Gardens
Der Botanische Garten in Kuala Lumpur ist sehr gepflegt und schön angelegt. Man kann in den Park von verschiedenen Seiten reingehen. Wir fanden super, dass im gesamten Park Rauchverbot herrscht und dass es stellenweise freie WLAN-Spots sowie Toiletten gibt. Der Park beherbergt auch Museen sowie den größten Walk-in-Vogelpark.
Wir haben diesen jedoch ausgelassen, da zum einen der Eintritt nicht ganz günstig ist, zum anderen halten wir generell nicht viel von Tiergärten und eingesperrten Tieren, sodass wir das lieber meiden. Was ziemlich cool war, aber auch irgendwie komisch: dass wir so gut wie allein in dem riesigen Park waren. Es kamen uns extrem wenige Leute entgegen – wir konnten die Zeit dort richtig genießen. http://www.klbotanicalgarden.gov.my/
Der Eintritt in den Park selbst ist frei. Gleich in der Nähe liegen die Nationalmoschee Masjid Negara und das Islamic Arts Museum – beides lässt sich gut mit einem Spaziergang durch den Garten verbinden.
Nr. 4: Einkaufshäuser
Es gibt sehr viele kleinere und große Malls in KL. Wir können auch zum Anschauen zwei sehr unterschiedliche Malls empfehlen.
- Zum einen die KLCC Mall direkt neben den Petronas Towers. Diese Mall hat viele luxuriöse Geschäfte sowie viele andere, welche wir in Deutschland und Österreich auch haben. Ich finde das nicht so spannend, da man hier nicht wirklich was „Neues oder anderes“ als zuhause kaufen kann. Wir können generell nicht viel einkaufen, da der Platz in unseren Backpacks ziemlich begrenzt ist. Nichtsdestotrotz kann man die Mall auf jeden Fall einmal besuchen. Nehmt euch aber immer eine Jacke oder Weste mit, da es immer extrem klimatisiert und sehr kühl ist. https://www.suriaklcc.com.my/ Hinter der Mall gibt es einen sehr schön angelegten Park mit einem Teich direkt vor der Mall. Dort werden abends um 20 Uhr Wasserspiele gezeigt.
- Berjaya Times Square Mall: Die Times Square Mall ist die größte Mall, welche wir beide je gesehen haben – sie hat an die 10 Stockwerke und ist auch auf jeder Ebene riesig. Im 5. Stock gibt es sogar eine Achterbahn sowie weitere Fahrgeschäfte – verrückt 😛
In dieser Mall findet man unzählige kleine, lokale Shops und so erinnert sie eher an einen riiiesigen Markt. Es gibt soo viele Kleidungsgeschäfte, dass wir komplett überfordert waren. Wir haben uns lediglich 3 Ebenen angesehen – das hat definitiv gereicht!
In der Suria KLCC liegt übrigens auch das Aquarium Aquaria KLCC mit einem 90 Meter langen Unterwassertunnel (täglich 10–20 Uhr, letzter Einlass 19 Uhr) – eine gute Option bei Regen oder großer Hitze.
Nr. 5: Märkte
Den Besuch von folgenden zwei Märkten in KL können wir euch auf jeden Fall empfehlen: Central Market und Chow Kit Market.
Central Market:
Dieser Markt befindet sich nur etwa 200 Meter von China Town entfernt, daher empfiehlt es sich, die Märkte nacheinander zu besuchen. Der Central Market befindet sich in einem Gebäude auf zwei Ebenen verteilt und eine kleine Straße im Freien daneben – ebenfalls mit ein paar Ständen.
Auf diesem Markt gibt es viel traditionell hergestellte Ware wie Batiktücher und -kleidung (wenig bis gar keine gefälschte Markenware) und lokale Handwerkskunst. Die Preise sind daher auch höher als auf anderen Märkten. Es ist jedoch eine Abwechslung zu anderen Märkten – und die Halle ist klimatisiert (eine nette Abkühlung von den hohen Temperaturen oder nach dem Besuch von China Town).
Der Central Market ist definitiv ein Markt für Touristen – demnach seid ihr auch nicht allein dort. http://www.centralmarket.com.my/
Chow Kit Market:
Dieser Markt ist hauptsächlich ein Markt für Lebensmittel. Es gibt schon einen Teil, der Kleidung, Schuhe etc. verkauft, das ist aber nicht der Hauptteil. Hier gibt es Unmengen an Blumen, Gemüse, Obst, Gewürzen, Fisch und Fleisch zu kaufen (so riecht es auch und man braucht schon einen guten Magen, um durch die Fisch- und Fleischabteilung durchzugehen). Hier sind natürlich viele Locals und nicht so viele Touristen zu finden, da dieser Markt eine Einkaufsquelle für die ganzen Foodstände darstellt.
Tipp: Komm am besten vormittags, dann ist am meisten los und es ist noch nicht so heiß.
Nr. 6: Heli Lounge
Diese Bar befindet sich auf einer Helikopterlandebahn auf dem Menara KH Gebäude im 37. Stockwerk – und öffnet um 17 Uhr, man kann jedoch erst um 18 Uhr auf die Landefläche raufgehen. Ihr müsst keinen Eintritt zahlen, aber man sollte sich oben was zu trinken kaufen, wenn man sich hinsetzen und die Aussicht genießen will. Die Preise sind demnach auch höher und auf europäischem Level. Man kann jedoch auch einfach nur raufgehen und eine Runde drehen und danach wieder gehen.
Wenn ihr euch hinsetzen möchtet, dann empfehlen wir euch, so um 17:45 Uhr zu kommen, gleich bei den Ersten zu sein und einen Sitzplatz zu bekommen – die Sitzplätze sind natürlich beschränkt und schnell weg. Wir waren an einem Samstag dort – wie es sich unter der Woche verhält, wissen wir nicht. Wir waren um 17:30 Uhr dort, haben so einen Sitzplatz bekommen und uns den Sonnenuntergang angesehen. Das war richtig schön und man hat wirklich eine 360-Grad-Aussicht über KL.
Die Bar gibt es nach wie vor, sie läuft heute oft unter dem Namen Helipad KL (Menara KH, Jalan Sultan Ismail). Geöffnet ist täglich ab 17 Uhr, ab 21 Uhr gilt Smart Casual als Dresscode.
Nr. 7: Merdeka Square und Sultan Abdul Samad Building
Der Merdeka Square ist von historischer Bedeutung für Malaysia, da dort die Unabhängigkeit des Landes erklärt wurde. Der Fahnenmast, welcher die malaiische Flagge hält, ist mit rund 95 Metern einer der höchsten der Welt. Entlang des Merdeka Square seht ihr das Sultan Abdul Samad Building im – ich würde sagen – orientalischen Stil.
Es ist wunderschön angelegt und auf jeden Fall ein Foto wert. Die beiden Sehenswürdigkeiten sind nur etwa 10 Gehminuten vom Central Market und China Town weg, sodass man diese super miteinander verbinden kann.
Ein paar Minuten weiter steht die Moschee Masjid Jamek am Zusammenfluss der beiden Flüsse Klang und Gombak – hier liegt der Ursprung der Stadt. Der Uferweg „River of Life“ wird abends blau beleuchtet und ist ein schöner Abschluss für den Spaziergang.
Nr. 8: Batu Caves
Diese Höhlen liegen etwa 13 km von den Petronas Towers entfernt, etwas außerhalb der Stadt. Wir sind mit Grab hingefahren, man erreicht die Batu Caves aber auch mit dem Zug. Angekommen sieht man sofort die riesige Buddha-Statue am Eingang der Caves sowie die bunten Stufen.

Kleine Ergänzung von heute: Die goldene Statue zeigt eigentlich den Hindu-Gott Murugan und ist 42,7 Meter hoch – die Batu Caves sind eines der wichtigsten hinduistischen Heiligtümer außerhalb Indiens, die meisten Pilger auf den Stufen sind also Hindus.
Hier gilt – wie auch in anderen Tempelanlagen – eine Bekleidungsvorschrift. Kurze Hosen, Röcke oder Kleider bei Frauen sind nicht gestattet, deswegen kann man sich beim Eingang ein Tuch leihen, welches einem auch von den Frauen dort um die Hüfte gebunden wird. Shorts bei Männern sind erlaubt.

Ich habe 5 Ringgit für das Ausleihen gezahlt – wenn man das Tuch wieder zurückbringt, erhält man 2 Ringgit zurück. So, nun konnte es losgehen und wir sind bei Sonne und 31° die vielen Stufen (mit Pausen) hinaufgegangen. Eigentlich sollen Nicht-Gläubige die äußeren Stufen benutzen und Gläubige die inneren – aber auf meine Nachfrage wurde mir gesagt, dass das egal ist.
Am Weg rauf sieht man sowohl Touristen als auch viele Buddhisten – und auch viele Affen 😀 Die sitzen dort überall und sind eigentlich recht friedlich. Man sollte jedoch vor den Affen nicht in seiner eigenen Tasche herumkramen, da sie sonst glauben, sie bekommen was zu fressen, und eventuell aufdringlich werden.

Auf Hut/Kappe und Sonnenbrille sollte man auch achtgeben oder diese besser abnehmen – einer Frau wurde die Sonnenbrille von einem Affen geklaut und wir glauben, sie hat sie nicht zurückbekommen – als wir gegangen sind, saß der Affe noch immer oberhalb der Frau auf einem Mast.
Endlich sind auch wir oben angekommen und sobald man in die Caves reingeht, wird es ein bisschen kühler – und es riecht stellenweise auch komisch, da alles sehr feucht ist. Es tropft auch von der Decke der Höhlen runter. Wenn man in die erste Höhle reingeht, dann sieht man den ersten Tempel sowie geschmückte Stellen in den Höhlen.
Die Höhle ist an mehreren Stellen schön dekoriert und bunt angemalt.
Geradeaus weiter kommt man ins „Freie“ – es gibt ein großes Loch oberhalb. Dort befindet sich ein weiterer kleiner Tempel. Die Ansicht der Höhle ist schon ziemlich beeindruckend – vor allem, wie die Tempel in die Höhle hineingebaut sind.
Die Batu Caves heute – das solltest du wissen:
- EintrittDie Haupthöhle (Temple Cave) ist kostenlos. Die kleinere Ramayana Cave am Fuß der Treppe kostet ca. 15 RM, die Cave Villa ca. 10 RM. Die Dark Cave ist dauerhaft geschlossen.
- Treppe272 Stufen führen zur Temple Cave, einen Aufzug gibt es (noch) nicht.
- ÖffnungszeitenDie Tempelanlage ist von 5:30 bis 21 Uhr offen, die Treppe von 6 bis 20:30 Uhr. Am angenehmsten ist es frühmorgens vor 8 Uhr.
- KleidungInzwischen gilt für Frauen und Männer: Schultern und Knie bedeckt. Wickeltücher kannst du am Eingang leihen (ca. 15 RM).
- AnreiseMit dem KTM Komuter ab KL Sentral in rund 30 Minuten bis zur Endstation Batu Caves, die Fahrt kostet nur ein paar Ringgit.
Noch mehr Kuala Lumpur Sehenswürdigkeiten
Diese Orte haben wir selbst nicht besucht, sie stehen aber bei vielen ganz oben auf der Liste:
- KL Tower (Menara KL)Der Fernsehturm bietet eine Aussichtsplattform auf 276 Metern und die offene Sky Deck/Sky Terrace auf 300 Metern mit der gläsernen Sky Box. Für ausländische Besucher kostet die Aussichtsplattform ca. 80 RM, die Sky Terrace ca. 140 RM (Kinder günstiger). Vom Eingang fährt ein kostenloser Shuttle zum Turm.
- Merdeka 118Mit 678,9 Metern das zweithöchste Gebäude der Welt. Die Aussichtsplattform „The View at 118“ im 115./116. Stock ist Stand Oktober 2026 noch nicht für Besucher geöffnet, auch die 118 Mall soll erst Ende 2026 eröffnen. Wer hinauf will, kommt aktuell nur als Gast ins Park Hyatt Hotel.
- Jalan Alor und Bukit BintangDie bekannteste Essensstraße der Stadt – abends reihen sich hier Garküchen und Restaurants mit Plastikstühlen auf der Straße.
- Thean Hou TempelEin großer, bunter chinesischer Tempel auf einem Hügel mit schönem Blick über die Stadt.
- Little India (Brickfields)Bunte Läden, Blumenketten und viele vegetarische indische Restaurants – gleich neben KL Sentral.
Lieber mit Guide? Auf GetYourGuide findest du Stadttouren, Ausflüge zu den Batu Caves und Food-Touren durch KL.
Unsere Unterkunft – und die besten Gegenden in KL
Da wir das erste Mal in KL sind, können wir euch nicht viele Tipps geben. Wir sind zurzeit im Ibis Kuala Lumpur City Center untergebracht. Das Hotel ist preis-leistungsmäßig sehr gut, wir zahlen für 4 Nächte 155 € ohne Frühstück (durchschnittlich für 1 Nacht im Doppelzimmer 40 € – was unsere Budgetgrenze ist). Zu Fuß braucht man knapp 10 Minuten zu den Petronas Towers.
Das Hotel gibt es weiterhin. Die Preise schwanken je nach Saison und Wochentag – vergleich am besten direkt die aktuellen Angebote. Dazu kommt in Malaysia für ausländische Gäste eine Tourismussteuer von 10 RM pro Zimmer und Nacht, die oft erst im Hotel bezahlt wird.
Diese Viertel eignen sich am besten als Basis:
- KLCCRund um die Petronas Towers – zentral, sicher, mit Park und Mall. Eher gehobene Preise.
- Bukit BintangShopping, Restaurants und Nachtleben, Jalan Alor um die Ecke. Ideal für den ersten Besuch.
- ChinatownGünstige Hotels und Hostels, Märkte und Streetfood direkt vor der Tür.
- KL Sentral und BrickfieldsPerfekt, wenn du früh zum Flughafen oder mit dem Zug weiter nach Penang oder in die Cameron Highlands willst.
Essen in Kuala Lumpur
In Kuala Lumpur gibt es verschiedenste Möglichkeiten, essen zu gehen.
- Zum einen gibt es das klassische Streetfood – das sind Essensstände, welche man am Straßenrand findet. Hier gibt es hauptsächlich lokale, malaiische Speisen zu Spottpreisen (eine Mahlzeit kostete bei uns zwischen 2 und 5 €).
- Es gibt auch Streetfood-Märkte: Hier gibt es zu den klassischen lokalen Speisen meist auch Burger, Burritos und andere internationale Speisen. Wir waren gleich 2 Mal auf einem Streetfoodmarkt gegenüber der KLCC Mall.
- Restaurants: Natürlich gibt es viele Restaurants mit lokalen, indischen, thailändischen und internationalen Speisen – diese sind preislich natürlich viel teurer als Streetfood.
- Zudem findet man „an jeder Ecke“ einen Starbucks. Es gibt viele Ketten wie McDonald’s, KFC, Pizza Hut und viele andere Fastfood-Lokale.
- Malls: In den ganzen Einkaufshäusern gibt es auch Food-Corner, also viele Essensgeschäfte beieinander. Hier kann man meist gut und günstig essen, und die Standards sind etwas höher als bei den Streetfood-Ständen auf der Straße.
- Für Vegetarier geeignet? NEIN. Ich bin ja Vegetarier und tue mir in KL sehr schwer. Überall sind Massen an Fleisch zu sehen – bei den Straßenständen hängen überall noch halbe gekochte/gegrillte Tiere herum und die meisten Speisen sind auch mit Fleisch. Auf Nachfrage habe ich immer was Vegetarisches bekommen, aber da bin ich mir nicht sicher, wie weit die Zutaten nicht mit anderem Fleisch in Berührung gekommen sind. Wir haben dann aktiv nach Restaurants mit vegetarischen/veganen Optionen gesucht und auch gefunden – jedoch sind diese eher rar.
Was du in KL probieren solltest:
- Nasi LemakKokosreis mit Sambal, Erdnüssen, Ei und meist Sardellen – das Nationalgericht.
- Roti CanaiKnuspriges Fladenbrot mit Curry zum Dippen, perfekt zum Frühstück.
- Char Kway TeowGebratene Reisnudeln aus dem Wok.
- Banana Leaf RiceReis mit Currys auf dem Bananenblatt – in Little India oft auch komplett vegetarisch.
Für Vegetarier sind die südindischen Restaurants in Brickfields und rund um die Jalan Masjid India heute die sicherste Wahl.
Gut zu wissen: In KL gibt es nicht Uber, sondern Grab – das könnt ihr euch ganz einfach runterladen. Man musste damals nicht mal seine Kreditkarte hinterlegen, da man im Taxi bar zahlen konnte, und es ist weitaus günstiger als mit kommerziellen Taxis. Heute zahlst du meist direkt in der App per Karte, Bargeld geht aber bei vielen Fahrern weiterhin.
Anreise und Fortbewegung in Kuala Lumpur
Vom Flughafen KLIA in die Stadt
- KLIA EkspresDer schnellste Weg – nonstop in 28 Minuten (ab Terminal 2 ein paar Minuten länger) nach KL Sentral, etwa alle 20 Minuten. Erwachsene zahlen 55 RM, ab 1. Januar 2027 steigt der Preis auf 65 RM. Kinder unter 6 fahren gratis. Du kannst einfach mit der kontaktlosen Kreditkarte am Gate bezahlen, online gibt es Rabatt.
- KLIA TransitGleicher Preis bis KL Sentral, hält aber unterwegs und braucht rund 35–39 Minuten.
- FlughafenbusDie günstigste Option für ca. 13–15 RM, Fahrzeit etwa eine Stunde, im Berufsverkehr länger.
- Grab oder TaxiCa. 75–90 RM außerhalb der Stoßzeiten, Fahrzeit 45–60 Minuten. Lohnt sich ab zwei Personen mit Gepäck.
Unterwegs in der Stadt
- LRT, MRT und MonorailDie Bahnen verbinden alle wichtigen Viertel. Ein Ticket kostet meist nur ein paar Ringgit, praktisch ist eine aufladbare Touch-’n-Go-Karte.
- GO KL StadtbusseFür Malaysier und Kinder bis 12 Jahre kostenlos. Touristen zahlen auf den Innenstadtlinien GOKL 01 bis 04 aktuell 1 RM pro Fahrt (nur bargeldlos per Karte, QR-Code oder Touch ’n Go), die übrigen Linien sind gratis. Die Busse fahren täglich von 6 bis 23 Uhr, u. a. zu KLCC, Bukit Bintang und zum KL Tower.
- GrabGünstig, schnell gebucht und bei Hitze oder mit Kind oft die bequemste Lösung.
- Zu FußZwischen KLCC und Bukit Bintang gibt es einen klimatisierten, überdachten Fußgängerweg – sehr angenehm bei Hitze oder Regen.
Weiter geht es von KL Sentral mit dem Zug oder ab dem Busbahnhof TBS mit dem Bus, zum Beispiel in die Cameron Highlands oder nach Georgetown auf Penang. Bus- und Zugverbindungen findest du auf 12go.asia.
Beste Reisezeit für Kuala Lumpur
Kuala Lumpur kannst du das ganze Jahr über besuchen. Es ist immer tropisch heiß mit Tageshöchstwerten um 32–34 °C und nachts selten unter 24 °C. Am meisten regnet es im November, April und Dezember. Meist kommt der Regen aber als kräftiger Schauer oder Gewitter am Nachmittag – danach scheint oft wieder die Sonne.
Plane draußen am besten den Vormittag und den späten Nachmittag ein und weiche mittags in Malls, Museen oder das Aquarium aus. Spannend sind auch die großen Feste: das Chinesische Neujahr, Hari Raya am Ende des Ramadan, Deepavali und Thaipusam, wenn tausende Gläubige zu den Batu Caves pilgern.
Was kostet Kuala Lumpur? Preise vor Ort
Kuala Lumpur ist im Vergleich zu Singapur deutlich günstiger. Ein paar Richtwerte (Stand Oktober 2026, 1 € ≈ 4,6 RM):
- Petronas Skybridge und Aussichtsplattform98 RM (ca. 21 €), Kinder 50 RM
- KL Tower Aussichtsplattformca. 80 RM (ca. 17 €), Sky Terrace ca. 140 RM
- Batu CavesHaupthöhle kostenlos
- KLIA Ekspres55 RM (ca. 12 €) pro Strecke, ab 2027 65 RM
- GO KL Busgratis bzw. 1 RM pro Fahrt
- Grab vom Flughafenca. 75–90 RM (ca. 16–20 €)
- Tourismussteuer im Hotel10 RM pro Zimmer und Nacht
Was kostet euch die Reise? Rechnet euer Budget mit unserem Reisekosten-Rechner aus – und schaut in unser Malaysia-Fazit mit allen Kosten.
Einreise nach Malaysia: Das gilt aktuell
- VisumfreiDeutsche, Österreicher und Schweizer dürfen als Touristen bis zu 90 Tage (3 Monate) ohne Visum in Malaysia bleiben.
- Malaysia Digital Arrival Card (MDAC)Pflicht für alle ausländischen Reisenden. Ihr füllt sie kostenlos online innerhalb von 3 Tagen vor der Ankunft aus – nur über die offizielle Seite der malaysischen Einwanderungsbehörde, nicht über kostenpflichtige Drittanbieter.
- ReisepassMuss noch mindestens 6 Monate über die Einreise hinaus gültig sein und freie Seiten haben.
- DrogenMalaysia bestraft Drogendelikte extrem hart, bis hin zur Todesstrafe. Tragt niemals Gepäck für Fremde.
Prüft vor der Reise die aktuellen Hinweise des Auswärtigen Amts bzw. des österreichischen Außenministeriums. Einen Überblick für viele Länder findest du in unserem Beitrag zu den Einreisebestimmungen.
Ist Kuala Lumpur sicher?
Wir haben uns in KL zu keiner Zeit unsicher gefühlt. Wie in jeder Großstadt solltest du aber in Menschenmengen, auf Märkten und in den Bahnen auf deine Wertsachen achten und Handy und Tasche nicht lose zur Straßenseite hin tragen. Nimm nachts lieber ein Grab als ein unbekanntes Taxi von der Straße.
Die medizinische Versorgung in KL ist sehr gut, private Kliniken sind aber teuer – eine Auslandskrankenversicherung gehört unbedingt ins Gepäck.
Kuala Lumpur mit Kind
KL ist eine überraschend kinderfreundliche Großstadt – mit vielen klimatisierten Malls, Parks und einem guten Nahverkehr. Wir waren selbst noch ohne Finn dort, deshalb hier unsere recherchierten Tipps:
- KLCC Park: Kostenloser großer Spielplatz und ein Planschbecken direkt hinter der Suria KLCC – ideal am Vormittag oder späten Nachmittag.
- Petronas Towers: Kinder unter 2 Jahren sind frei, 2- bis 12-Jährige zahlen 50 RM und müssen von einem Erwachsenen begleitet werden.
- Aquaria KLCC: Der Unterwassertunnel ist bei Hitze oder Regen eine gute Alternative.
- Batu Caves: 272 Stufen und keine Rampe – Kinderwagen bleibt unten, eine Trage ist die bessere Wahl. Pass auf Snacks auf, die Affen sind schnell.
- Unterwegs: Im KLIA Ekspres fahren Kinder unter 6 gratis, in den GO KL Bussen Kinder bis 12. Grab-Fahrer haben meist keinen Kindersitz – frag vorher nach oder nimm eine eigene Lösung mit.
Fragen & Antworten zu Kuala Lumpur
Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Kuala Lumpur?
Die Petronas Towers mit Skybridge, die Batu Caves, Merdeka Square mit dem Sultan Abdul Samad Building, Chinatown mit Petaling Street und Central Market, der KL Tower und die Perdana Botanical Gardens. Abends lohnen sich die Lake Symphony im KLCC Park und eine Rooftop-Bar wie die Heli Lounge.
Wie viele Tage sollte man in Kuala Lumpur bleiben?
3 bis 4 Tage reichen für die wichtigsten Highlights inklusive Batu Caves. Wir selbst waren 4 Nächte dort und fanden das genau richtig als Einstieg in Südostasien.
Was kostet die Skybridge der Petronas Towers?
Für ausländische Besucher kostet das Ticket für Skybridge und Aussichtsplattform 98 RM (ca. 21 €) für Erwachsene und 50 RM für Kinder von 2 bis 12 Jahren. Kinder unter 2 sind frei. Montags ist meist geschlossen.
Kann man auf den Merdeka 118 hinauf?
Stand Oktober 2026 noch nicht. Die Aussichtsplattform „The View at 118“ ist noch nicht für Besucher geöffnet, ein Eröffnungstermin steht nicht fest. Hinauf kommst du aktuell nur als Gast des Park Hyatt Hotels.
Kostet der Eintritt in die Batu Caves etwas?
Nein, die Haupthöhle mit dem Tempel ist kostenlos. Nur kleinere Höhlen wie die Ramayana Cave (ca. 15 RM) kosten Eintritt. Schultern und Knie müssen bedeckt sein.
Wie komme ich vom Flughafen in die Innenstadt von Kuala Lumpur?
Am schnellsten mit dem KLIA Ekspres in 28 Minuten nach KL Sentral für 55 RM (ab 2027 65 RM). Günstiger ist der Flughafenbus für ca. 13–15 RM, bequemer ein Grab für ca. 75–90 RM.
Brauche ich ein Visum für Malaysia?
Nein. Deutsche, Österreicher und Schweizer dürfen bis zu 90 Tage visumfrei einreisen. Vorher musst du online die kostenlose Malaysia Digital Arrival Card (MDAC) ausfüllen.
Ist Kuala Lumpur gut für Vegetarier?
Es ist machbar, aber nicht ganz einfach – an vielen Ständen gibt es fast nur Fleisch. Am einfachsten findest du vegetarisches Essen in den indischen Restaurants in Little India (Brickfields) und rund um die Jalan Masjid India.
Fazit
KL ist definitiv eine Stadt, die man sich anschauen kann. Wir fanden KL für asiatische Verhältnisse nicht so voll und busy. Das Zentrum ist ziemlich sauber, wenn man jedoch weiter rausfährt (z. B. Batu Caves), wird es schon dreckig – das Müllproblem ist leider auch hier sehr sichtbar. Was uns ziemlich verwundert hat, ist die weihnachtliche Dekoration. ÜBERALL. Es gibt auch viele Läden mit Weihnachtsdeko und es spielt Weihnachtsmusik.
Verwundert deswegen, da nur ein sehr kleiner Teil der Einwohner katholisch ist und somit Weihnachten feiert. Wir wurden dann schließlich von einem sehr netten Taxifahrer aufgeklärt. In KL (vermutlich auch in ganz Malaysia, aber das wissen wir noch nicht) feiert man alle 4 Hochfeste der folgenden 4 Religionen: das Weihnachtsfest der Christen im Dezember, danach kommt das Chinesische Neujahr im Februar, dann das Fest der Muslime im Juni und letztlich das Fest Diwali der Hindus im Oktober/November.
Wir empfanden das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen und Religionen als äußerst friedlich und respektvoll.
Wie es nach KL für uns weiterging, liest du in unseren Beiträgen zu den Cameron Highlands, zu Georgetown auf Penang und zu Langkawi. Alle Kosten und Highlights der Reise findest du in unserem Malaysia-Fazit, und wenn du weiter nach Singapur willst, haben wir auch dafür Tipps.
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