Fidschi
Fidschi: Inseln, beste Reisezeit, Kosten & Einreise
Aktualisiert im Oktober 2026: Fähren, Einreise, Reisezeit, Kosten und Kava-Etikette neu geprüft. Wir selbst waren Ende März/Anfang April 2019 auf unserer Weltreise auf Fidschi – unsere Erlebnisse haben wir so gelassen, alle Fakten drumherum sind auf dem aktuellen Stand.
In Neuseeland haben wir viel darüber nachgedacht, wohin es danach gehen soll. Fidschis, Cook Islands, Australien oder Tasmanien. Letztendlich haben wir uns für die Fidschis entschieden, da uns auch ein ganz liebes Pärchen (mittlerweile Freunde) die paradiesischen Inseln empfohlen hat, da sie vor Neuseeland dort waren.
Gesagt, getan, doch wohin? Es gibt so viele Inseln und Resorts zur Auswahl, und die ganze Destination ist auch nicht gerade billig. Nach einigen Recherchen und persönlichen Empfehlungen haben wir uns dann für 2 Stopps entschieden. Danach haben wir den Flug gebucht: Es geht mit Fiji Airways direkt nach Nadi und mit Jetstar von Nadi nach Sydney. Einige Tage nach der Buchung bekommen wir eine E-Mail von Fiji Airways, ob wir auf ein Upgrade auf Business Class bieten wollen – wir dachten uns, warum nicht, und nur 3 Tage später haben wir eine E-Mail mit der Zusage auf ein Upgrade bekommen – ziemlich cool, da steigt die Vorfreude auf die Fidschis nur noch mehr.
In diesem Beitrag findest du unser Reisetagebuch aus acht Tagen auf den Mamanuca- und Yasawa-Inseln – und dazu einen kompletten Fidschi-Guide: welche Inseln zu dir passen, wie du von Nadi aufs Wasser kommst, wann die beste Reisezeit ist, was Fidschi kostet, was du für die Einreise brauchst und wie du dich bei einer Kava-Zeremonie richtig verhältst.
Fidschi auf einen Blick:
- Lage: Südpazifik, rund 3.000 km östlich von Australien, über 300 Inseln
- Ankunft: Nadi International Airport (NAN) auf der Hauptinsel Viti Levu
- Inselhopping: Yasawa Flyer ab Port Denarau, täglich gegen 8:45 Uhr
- Beste Reisezeit: Mai bis Oktober; November bis April ist Zyklonsaison
- Währung: Fidschi-Dollar (FJD), 1 € ≈ 2,50 FJD
- Einreise: Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen kein Visum (bis zu 4 Monate)
- Sprache: Englisch, Fidschianisch und Fidschi-Hindi – und überall „Bula!“
Tag 130 – Anreise Fidschis
Heute haben wir unseren Camper in Christchurch abgegeben und es heißt nach fast 6 Wochen Camperleben Abschied nehmen von Neuseeland. Doch wir freuen uns irrsinnig auf die Wärme, Strand und Inselleben. Wir fliegen von CHCH direkt nach Nadi auf der Hauptinsel. Der Flug in der Business Class der Fiji Airways war voll super, das Service war echt gut.
Da wir erst abends in Nadi landen, müssen wir die erste Nacht auf der Hauptinsel verbringen. Für die eine Nacht haben wir uns ein ganz günstiges Hotel am Strand zwischen Flughafen und Hafen genommen.
Angekommen im Hotel buchen wir direkt das Schiff für morgen. Nicht gerade günstig: Das Ticket kostet pro Person 220 €. Wir haben nicht den Bula-Pass genommen (der ist wie ein Hop-on-Hop-off-Ticket für das Schiff und kostet mehr), da wir nur 2 Stopps haben und es so etwas günstiger kommt.
Heute heißt der Betreiber übrigens Yasawa Adventures Fiji (früher Awesome Adventures). Den Bula Pass gibt es weiterhin für 5 bis 15 Tage – er enthält nur die Fähre, die Unterkünfte buchst du extra. Die aktuellen Preise findest du direkt auf yasawafiji.com.
Tag 131: erster Stopp – Serenity Island
Die Nacht war so lala und um 6:40 klingelt der Wecker, denn der Bus zum Hafen geht um 7. Es hat nachts geregnet und der Morgen sieht leider auch nicht viel besser aus. Angekommen am Hafen schüttet es wie aus Eimern.

Um 8:30 geht es dann los mit dem Schiff Richtung Serenity Island. Die kleine Insel, auf der nur das eine Resort steht, ist der zweite Stopp auf dem Yasawa Flyer und gehört noch nicht zu den Yasawa-Inseln, sondern zählt zu den vor Nadi vorgelagerten Mamanuca-Inseln. Daher steigen wir nach 35 Minuten auch schon wieder aus. Beim Umsteigen auf das Hotelboot wollen wir unsere Backpacks nehmen … doch sie sind nicht da. Aus irgendeinem Grund sind unsere Backpacks am zweiten Schiff und wir am ersten. Der Yasawa Flyer legt bei keiner der Inseln direkt an, es kommen von den ganzen Resorts kleine Schiffe angefahren und holen einen von dem großen Schiff ab. Nach einer kurzen Fahrt, bei der wir leider etwas nass geworden sind, kommen wir auch schon im Serenity Island Resort an. Trotz des Regens werden wir total herzlich mit Gitarre, Gesang und einem lauten „Bula“ empfangen.
Wir füllen ein Formular aus und checken ein. Glücklicherweise ist unser Zimmer schon fertig, es ist ja erst 10 Uhr vormittags. Bevor wir aber aufs Zimmer können, soll einer von uns nochmal mit dem kleinen Boot zum nächsten Yasawa Flyer fahren, um unsere Rucksäcke zu holen – Max „opfert“ sich und kommt komplett durchnässt zurück, da es mittlerweile wieder stark schüttet … toller Empfang in Fidschi, denken wir uns, aber gegen das Wetter kann man leider nichts machen.






Jetzt geht’s endlich aufs Zimmer und wir hängen gleich mal alle Sachen zum Trocknen auf :P. Und jetzt ist mal Chillen und Netflixen am Zimmer angesagt, denn wir können gerade sowieso nichts anderes machen. Abends gehen wir essen – da es nur dieses eine Resort mit dem Restaurant hier gibt, ist man natürlich mit der Auswahl an Speisen eingeschränkt, aber es wird täglich die Speisekarte geändert und wir haben bei unserer Buchung auch angegeben, dass wir Vegetarier sind.
An diesem Abend erleben wir noch einen schönen Sonnenuntergang, denn die Wolken haben sich gegen Abend hin etwas gelockert.



Wichtig:
Ob das Serenity Island Resort heute noch Gäste aufnimmt, konnten wir nicht sicher klären: Die Website des Resorts war bei unserer Prüfung im Oktober 2026 nicht erreichbar, und auf der aktuellen Resortliste des Yasawa Flyer taucht es nicht mehr auf. Frag vor einer Buchung unbedingt direkt nach. Als Alternative mit Stopp des Yasawa Flyer kommt in den Mamanucas zum Beispiel South Sea Island in Frage.
Tag 132: Schnorcheln
Die erste Nacht in einem richtigen Bett war herrlich 😀 Das Frühstück war ganz gut, auch wenn die Auswahl nicht super groß ist. Obwohl es noch leicht regnet, borgen wir uns schon mal Schnorchel-Equipment aus, für den Fall, dass es aufhört. Glücklicherweise wird das Wetter gegen Mittag besser und wir gehen sofort ins Meer. Wir leihen uns auch noch SUP-Boards aus und umrunden damit einmal die Insel. Das Korallenriff rund um die Insel ist wirklich wunderschön und wir haben selten so viele und bunte Fische und Korallen gesehen. Wenn die Sonne mal rauskommt, dann ist sie echt stark. Das merken wir spätestens nach einer Stunde Schnorcheln auf unser beider Rücken.
Beim nächsten Schnorchelgang ziehen wir uns Shirts an. Der Tag verläuft entspannt und am Abend heißt es wieder packen, denn morgen geht es für uns bereits auf die nächste Insel.
Um 18 Uhr bietet das Hotel eine Kava-Zeremonie an und das wollte ich mir unbedingt ansehen – Max war nicht so motiviert, deswegen bin ich alleine hin und naiverweise wusste ich nicht, um was es geht. Ein Fidschi-Mann in traditioneller Kleidung entzündet zuerst mal einige Fackeln und danach trommelt er die Zeremonie ein. Wir sind etwa 12 Personen und gehen danach mit ihm zu einer offenen Hütte, wo wir uns am Boden im Kreis setzen sollen. Danach geht’s los. In der Mitte steht eine große Metallschale, in der ein Stofftuch liegt. In dieses Tuch wird ein Pulver gegeben. Er schließt das Tuch, befüllt die Schale mit Wasser und wäscht/tränkt das Tuch mehrmals in der Schale, sodass das Wasser graubraun wird … das ist Kava, das inoffizielle Nationalgetränk auf Fidschi. Danach dürfen wir es natürlich alle kosten, aus zwei Holzschalen nacheinander 😀 Es schmeckt ziemlich bitter, aber man muss es einmal gekostet haben.
Danach ging’s mit Max zum Abendessen und ich habe eine typische fidschianische Speise kennengelernt: Rourou Balls, das sind Knödel aus lokalem Spinat und echt lecker 🙂 Die Mitarbeiter sind total freundlich und jeder, der uns sieht, grüßt uns mit Bula – schon langsam kommen wir auch rein und geben ein Bula zurück.

Wie du dich bei einer Kava-Zeremonie richtig verhältst, liest du weiter unten in unserem Kava-Knigge.
Tag 133: auf zur nächsten Insel – Drawaqa Island
Um 9 Uhr werden wir wieder mit dem kleinen Boot vom Hotel zum Yasawa Flyer gebracht und nach 2,5 Stunden Fahrt kommen wir bei unserer nächsten Unterkunft an, dem Barefoot Manta Resort. Der Empfang ist total herzlich mit Gitarre und Gesang – gefühlt kann jeder Fidschianer Gitarre spielen und singen. Und natürlich darf ein lautes Bula nicht fehlen.
Zu allererst wird uns erklärt, wie alles hier läuft – das Essen ist im Preis inklusive und jeden Tag kann man mittags eine Hauptspeise (aus 3 Möglichkeiten, wobei nur eine vegetarisch ist) und abends Suppe oder Vorspeise, eine Hauptspeise (aus 3 Möglichkeiten) und eine Nachspeise auswählen. Das Angebot ist echt ganz gut und ziemlich abwechslungsreich. Und zudem haben wir keine andere Möglichkeit. Die Essenszeiten werden drei Mal täglich mit einem Gong eingetrommelt (9, 12 und 19 Uhr), sodass man weiß, wann man kommen soll. Ein bisschen Ferien- oder Schullagergefühl kommt da bei uns schon auf. Aber es ist alles total entspannt – it’s Fiji-time. Da wir ja im Barefoot Manta Resort sind und gerade die Manta-Saison begonnen hat, erklärt er uns auch noch, wie das abläuft, wenn ein Manta im Kanal gesichtet wird. Der Gong wird sehr laut geläutet und alle Angestellten rufen „Manta, Manta“. Wenn das passiert, sollen wir zum Diveshop kommen, Schnorchel-Equipment holen und dann geht’s mit dem Boot raus zum Kanal.
Nach dem ganzen „Briefing“ wird uns unser Zimmer/Zelt gezeigt. Wir haben die Bure 18. Direkt am Strand/Meer mit einer Hängematte davor und das Bad im Freien – herrlich. Man kann hier natürlich nichts absperren, da das Zelt offen ist. Es würde Spinde für Wertsachen bei der Rezeption geben, was wir aber nicht verwenden.




Nachdem wir richtig angekommen sind, gibt es gleich das erste Mal Mittagessen und danach erkunden wir das Resort und die Insel. Es gibt 3 Strände, Sunrise Beach, Manta Beach und Sunset Beach. Je nachdem, ob gerade Ebbe oder Flut herrscht, kann man an den Stränden schnorcheln gehen – denn Schnorcheln ist hier eigentlich die Hauptaktivität. Das Schnorchel-Equipment kann man sich gratis ausleihen. Was echt ziemlich cool ist und was wir nicht wussten – das Riff um die Insel ist (als einziges!! Riff) geschützt und es ist verboten zu fischen. Es wird von einem Biologen betreut, der hier auf der Insel lebt und für die Erhaltung des Riffes verantwortlich ist. Er gibt auch täglich Talks über diverse Themen, welche gratis sind und im „Klassenzimmer“ stattfinden.
Das Barefoot Manta Island Resort gibt es weiterhin, es wird nach wie vor vom Yasawa Flyer angefahren. Laut Website gibt es heute verschiedene Bures am Strand und einen Schlafsaal, der Meeresbiologe Rob ist immer noch da und es gibt ein Meeresschutzzentrum mit täglichen Vorträgen.
Tag 134: Schnorcheln und Manta Briefing
Die erste Nacht war ganz ok – etwas gewöhnungsbedürftig im Zelt und ohne Klimaanlage, aber es ist auf jeden Fall herrlich, mit Meeresrauschen einzuschlafen und aufzuwachen.
Das Wetter heute ist super und deswegen borgen wir uns beide direkt Schnorchel-Equipment aus und gehen schnorcheln. Das Riff ist wirklich schön und nochmal um einiges schöner als das vorherige auf Serenity Island. Wie schon erwähnt, gibt es dort so eine Art Klassenzimmer, wo es täglich kurze Vorträge zu verschiedenen Themen gibt. Heute gibt es ein Manta-Briefing – die Manta-Saison hat gerade am 1.4. begonnen. Rob, der Biologe, erklärt einiges zum Rochen selbst und wie man dem Tier begegnen darf/soll, wenn es zu einer Begegnung kommt.
Gut zu wissen: Heute gibt das Resort Mai bis Oktober als Hauptsaison für die Mantas an. Wer gezielt mit Mantas schnorcheln möchte, plant die Reise am besten in diesen Monaten.
Tag 135: Sunrise-Hike und Marine Bio Tour
Eine der wenigen Aktivitäten hier ist eine „geführte“ Sonnenaufgangstour zum höchsten Punkt der Insel. Da Max sich, seit wir hier sind, etwas kränklich und schlapp fühlt, mache ich den „Hike“ alleine. Treffpunkt ist um 5 Uhr morgens im Restaurant. Zu meinem Erstaunen ist die Gruppe riesig, wir sind etwa 13 Leute, gestern waren nur 3 dabei, was etwas idyllischer gewesen wäre. Wir gehen los und 40 Minuten später erreichen wir den höchsten Punkt. Der Sonnenaufgang ist wunderschön, es ist zum Glück kaum bewölkt.
Um kurz vor 7 sind wir wieder zurück im Camp und ich haue mich nochmal kurz zu Max ins Bett, bevor es um 9 zum Frühstück geht.
Für heute haben wir die Marine Bio Tour gebucht. Die Tour beginnt mit einem einstündigen Vortrag vom Biologen, wo er genauer auf das Riff, das gesamte Ökosystem am Riff und Korallen eingeht. Danach erklärt er uns genau, was sich in welchem Aquarium befindet (diese sind neben dem Klassenzimmer), was er genau hier macht und welche Forschung betrieben wird. Anschließend geht es zu einem geführten Schnorchelgang, wo er uns einiges zeigt, was wir vorher besprochen haben, u. a. wo sie bereits Korallen gepflanzt haben.
Heute gibt es einen Vortrag mit dem Titel „The weird and awkward“, bei dem er auf komische und witzige Meeresbewohner eingeht. Den besuchen wir auch noch, wir sind schon richtige Musterschüler 😀 Aber es ist total interessant und wir können hier sonst nicht viel anderes machen.
Tag 136: Night Snorkel
Heute ist unser letzter voller Tag im Barefoot Manta.
Jeder Tag ist ziemlich ähnlich, obwohl es nicht fad wird. Total entspannen, schnorcheln und das Paradies genießen kann echt was 🙂
Auch heute gehen wir wieder zu dem Vortrag, mit dem Thema „night reef“, wo er darauf eingeht, was man nachts alles sehen kann. Es gibt auch einen geführten Nacht-Schnorchelgang, den Max heute Abend um 19 Uhr mitmacht. Ich gehe nicht mit, denn mir ist das Meer, wenn es ganz dunkel ist, nicht so geheuer.
Wir haben ein total liebes deutsches Pärchen hier kennengelernt und haben sie direkt mal mit dem Kartenspiel „Phase 10“ angesteckt 🙂 Die beiden sind vor 6 Jahren nach Australien ausgewandert und haben 4 Jahre in Perth gelebt. Da wir für unser nächstes Ziel, Australien, noch nichts fix geplant haben, außer den Flug nach Sydney, haben wir uns nach ihren Erzählungen/Empfehlungen für die Westküste entschieden. Sie haben uns so viel Cooles erzählt, sodass wir Westküste gegen Ostküste getauscht haben.
Wenn wir „am Zimmer“ sind, chillen wir besonders gerne davor in der Hängematte – unser Zelt liegt am Sunset Beach und daher haben wir einige wunderschöne Sonnenuntergänge gesehen <3
Tag 137: Rückfahrt nach Nadi
Unser letzter Tag hier im Paradies beginnt wie immer um 9 Uhr mit Frühstück. Wir sind gerade einmal 10 Minuten am Frühstücken, da ertönt der ersehnte Gong – es wurde ein Mantarochen gesehen. Wir natürlich sofort zum Zimmer, um unsere Badesachen zu holen, und danach gleich zum Tauchshop. Wir freuen uns total, denn es ist unser letzter Tag hier. Wir fahren mit dem Boot raus und suchen, doch auch nach 20 Minuten finden wir leider keinen Rochen. Etwas enttäuscht geht es wieder zurück und wir müssen uns jetzt mit dem Packen beeilen, denn bald ist Check-out. Unser Boot geht erst um 14 Uhr, also haben wir noch genug Zeit nach dem Check-out aus dem Zelt und nutzen die Zeit, um noch ein letztes Mal schnorcheln zu gehen.
Um 14 Uhr werden wir mit einem kleinen Boot zum Yasawa Flyer gebracht und es geht zurück auf die Hauptinsel. Die Fahrt dauert etwa 3 Stunden und wir können nochmal die vielen kleinen Inseln bestaunen. Um etwa 19 Uhr kommen wir in unserem Hotel in Nadi an und gehen noch auf ein Fidschi-Abschlussessen in ein typisch fidschianisches Restaurant mit unseren neuen Freunden. Und ich esse ein letztes Mal Rourou Balls.

Tag 138: Flug nach Sydney
Australien, wir kommen. Um 13 Uhr fahren wir zum Flughafen, zu viert, denn unsere Freunde fliegen etwa zur selben Zeit nach Cairns und wir eben nach Sydney. Wir fliegen zum ersten Mal mit Jetstar und erleben direkt beim Boarding eine böse Überraschung. Was wir, und offensichtlich viele andere auch, nicht wussten, ist, dass man in das Flugzeug keine Getränke oder Speisen mitnehmen darf. Wir haben uns natürlich mit Wasser und Essen eingedeckt, da der Flug nach Sydney ja fast fünf Stunden dauert. Wenn wir das gewusst hätten, dann hätten wir das alles nicht gekauft. Glücklicherweise haben sie uns nur das große Wasser abgenommen und das Essen und eine Dose Sprite konnten wir ins Flugzeug „schmuggeln“. Der Flug war ganz ok und 4,5 h später sind wir in Sydney.
Unser Tipp: Die Regeln für mitgebrachtes Essen und Getränke unterscheiden sich je nach Airline und Tarif – schau vor dem Flug in die Bedingungen deiner Fluggesellschaft. Wie es für uns in Australien weiterging, liest du in Sydney – unsere ersten Schritte in Australien.
Die Inseln von Fidschi im Überblick
Fidschi besteht aus über 300 Inseln. Für die meisten Reisenden sind aber vor allem diese Regionen interessant:
Mamanuca-Inseln
Die Mamanucas liegen direkt vor Nadi und sind in kurzer Zeit per Boot erreichbar – perfekt, wenn du wenig Zeit hast. Hier gibt es viele kleine Inseln mit je einem Resort, weiße Strände und Riffe direkt vor der Tür. Bekannte Inseln sind Mana, Malolo, Castaway, Beachcomber und South Sea Island. Auf der unbewohnten Insel Monuriki wurde der Film „Cast Away“ gedreht. Unser erster Stopp, Serenity Island, gehört ebenfalls zu den Mamanucas.
Yasawa-Inseln
Weiter nördlich liegen die Yasawas – eine Kette aus rund 20 vulkanischen Inseln mit etwa 30 Resorts. Die meisten sind einfacher und familiärer als in den Mamanucas, oft mit Vollpension. Highlights:
- Drawaqa: Bei Naviti gelegen, bekannt für das Schnorcheln mit Mantas (unser Barefoot Manta Resort)
- Waya und Kuata: Die südlichsten Yasawas mit Wanderungen auf die Inselgipfel
- Blue-Lagoon-Region (Nanuya, Nacula, Tavewa): Türkises Wasser und die Endstation des Yasawa Flyer
- Sawa-i-Lau-Höhlen: Kalksteinhöhlen, in denen du schwimmen kannst – beliebter Ausflug von den nördlichen Inseln
Viti Levu – die Hauptinsel
Hier landest du in Nadi. Die meisten großen Hotelketten liegen auf der Halbinsel Denarau, einfachere Unterkünfte rund um Nadi selbst. Sehenswert sind der Garten „Garden of the Sleeping Giant“ mit Orchideen, die Schlammbäder von Sabeto und der bunte Hindu-Tempel Sri Siva Subramaniya. Im Süden liegt die Coral Coast, im Osten die regenreiche Hauptstadt Suva mit dem Fiji Museum. Wer ein traditionelles Dorf sehen möchte: Navala im Hochland hat noch klassische Bures.
Vanua Levu, Taveuni und Kadavu
Abseits der Hauptrouten liegen die zweitgrößte Insel Vanua Levu, die grüne „Garteninsel“ Taveuni (durch die der 180. Längengrad verläuft) und Kadavu im Süden. Hier ist es ruhiger und ursprünglicher – genau das, was wir uns im Nachhinein auch gewünscht hätten (siehe Fazit).
Anreise nach Fidschi
Fast alle internationalen Flüge landen am Nadi International Airport (NAN) auf Viti Levu. Fiji Airways fliegt unter anderem aus Australien, Neuseeland, Los Angeles, San Francisco, Vancouver, Honolulu, Hongkong, Singapur und Tokio nach Nadi. Aus Europa reist du also immer mit mindestens einem Umstieg an – am bequemsten als Stopp zwischen Asien, Australien/Neuseeland oder den USA, so wie wir auf unserer Weltreise.
- Flugzeit ab Sydneyca. 4,5 Stunden
- Flugzeit ab Brisbaneca. 3 Stunden 40 Minuten
- Weitere Airlinesu. a. Air New Zealand, Qantas, Virgin Australia und Jetstar
Von Nadi auf die Inseln: Yasawa Flyer & Co.
Die meisten Boote starten in Port Denarau, rund 20 Autominuten vom Flughafen. Von vielen Hotels in Nadi und Denarau gibt es kostenlose Busse zum Hafen.
- Yasawa FlyerDer große Katamaran fährt täglich ab Port Denarau (Abfahrt bis 8:45 Uhr, 30 Minuten vorher einchecken) über South Sea Island durch die Yasawas bis in die Blue-Lagoon-Region und ist gegen 18 Uhr zurück.
- Bula PassHop-on-Hop-off für 5 bis 15 Tage, nur Fähre ohne Unterkunft. Bei jedem Ausstieg musst du eine Unterkunft gebucht haben.
- Yasawa Pass und PaketeFähre plus Unterkünfte in einem – praktisch, wenn du nicht selbst planen willst.
- Bezahlen an Bordnur mit Kredit- oder Debitkarte, kein Bargeld.
- MamanucasMehrmals täglich Fähren von South Sea Cruises, dazu Wassertaxis, Wasserflugzeuge und Helikopter.
Wie bei uns legt der Flyer meist nicht direkt an – die Resorts holen dich mit kleinen Booten ab. Pack deine Sachen deshalb wasserfest und behalte dein Gepäck im Blick (du weißt ja, warum ;-)).
Beste Reisezeit für Fidschi & Zyklonsaison
Fidschi ist das ganze Jahr warm. Die beste Reisezeit ist der Südwinter von Mai bis Oktober: trockener, etwas weniger schwül und genau die Zeit der Mantas.
Von Anfang November bis Ende April ist Zyklonsaison. Dann muss mit tropischen Wirbelstürmen, Starkregen und Überschwemmungen gerechnet werden. Wir waren Ende März/Anfang April dort – und haben den Regen ja ordentlich zu spüren bekommen. Wie schnell das gehen kann, zeigt der Zyklon Vaianu im April 2026: Damals wurden Tagesausflüge eingestellt und die Resort-Transfers nur eingeschränkt gefahren.
Wichtig:
Plan in der Zyklonsaison bei Fähren, Inlandsflügen und vor deinem Rückflug ein paar Puffertage ein. Verfolge die Warnungen des Fiji Meteorological Service und schließ eine Reiseversicherung ab, die Ausfälle wegen Unwetter abdeckt.
Was kostet Fidschi?
Fidschi ist kein Budgetziel. In den touristischen Gegenden liegen die Preise ungefähr auf australischem Niveau – vor allem, weil auf den kleinen Inseln fast alles mit dem Boot gebracht werden muss. Ein paar Anhaltspunkte (1 € ≈ 2,50 FJD):
- Unsere Fähre (2 Stopps, 2019)220 € pro Person – die heutigen Preise findest du beim Betreiber
- Bure im Barefoot Manta Resortlaut Resort ab rund 650 FJD (ca. 260 €)
- Tagespass Malamala Beach Clubregulär 215 FJD pro Person
- Segeltörn South Sea Sailing (ganzer Tag)regulär 285 FJD pro Person inkl. Mittagessen
- Trinkgeldist unüblich; viele Resorts haben stattdessen eine „Christmas Box“ für alle Mitarbeiter
Laut Auswärtigem Amt werden derzeit wegen der Treibstoffpreise teils Zuschläge auf Transfers, Ausflüge und Tauchgänge erhoben. Spar-Tipp: Viele Resorts in den Yasawas haben die Mahlzeiten im Preis inbegriffen – vergleich deshalb immer den Gesamtpreis, nicht nur die Übernachtung.
Was kostet euch die Reise? Rechnet euer Budget mit unserem Reisekosten-Rechner aus – gerade bei einem Südsee-Stopp auf der Weltreise lohnt sich der Blick aufs Gesamtbudget.
Kava-Zeremonie: So verhältst du dich richtig
Kava (auf Fidschianisch Yaqona, von Einheimischen auch „Grog“ genannt) wird aus der Wurzel des Rauschpfeffers gemacht und ist Fidschis Nationalgetränk. Früher war es nur für wichtige Zeremonien gedacht, heute wird es auch einfach gesellig getrunken – in Resorts wie bei uns oder in den Dörfern. Damit du nicht so unvorbereitet hingehst wie Sabrina damals:
- SevusevuWenn du in ein Dorf eingeladen wirst, bringst du als Gastgeschenk Kava-Wurzeln mit und überreichst sie dem Dorfchef.
- AblaufDas Getränk wird in einer großen Holzschale (Tanoa) angerührt und in einer Kokosnussschale (Bilo) gereicht.
- TrinkenEinmal in die Hände klatschen, die Schale nehmen, in einem Zug austrinken und die Schale zurückgeben.
- WirkungZunge und Lippen werden für ein paar Minuten leicht taub, die Muskeln entspannen sich. Nicht mit Alkohol mischen.
- SitzenMan sitzt im Kreis auf dem Boden – so wie bei unserer Zeremonie auf Serenity Island.
- Kleidung im DorfSchultern bedecken und Shorts oder einen Sulu (Wickelrock) tragen, der über die Knie geht – für Frauen und Männer. Badesachen nur am Strand.
- SonntagFidschi ist stark christlich geprägt, am Sonntag haben viele Geschäfte geschlossen. Ein Gottesdienst im Dorf ist wegen des Gesangs ein Erlebnis.
Einreise nach Fidschi: Das gilt aktuell
- VisumDeutsche, Österreicher und Schweizer brauchen für touristische Reisen kein Visum. Bei der Ankunft bekommst du eine Aufenthaltsgenehmigung für bis zu vier Monate.
- NachweiseRück- oder Weiterflugticket, genug Geld und eine Unterkunftsadresse (z. B. Hotelbuchung) solltest du vorzeigen können.
- ReisepassMuss bei der Ausreise noch mindestens 6 Monate gültig sein.
- Einreisekarte und QuarantäneFidschi kontrolliert streng. Alle Lebensmittel, Pflanzen und Tierprodukte musst du auf der Einreisekarte (Incoming Passenger Card) angeben, sonst drohen hohe Strafen.
- VerlängerungUm bis zu zwei Monate auf Antrag möglich.
Die aktuellen Infos findest du beim Auswärtigen Amt und beim österreichischen Außenministerium. Einen Überblick für viele Länder gibt es in unserem Beitrag zu den Einreisebestimmungen.
Sicherheit & Gesundheit auf Fidschi
Auf den Inseln haben wir uns rundum sicher gefühlt. Kleinkriminalität wie Taschendiebstahl gibt es vor allem in Nadi und Suva. Ein paar Hinweise:
- NachtsIn Städten und Dörfern nach Einbruch der Dunkelheit besser nicht zu Fuß unterwegs sein – Straßen sind schlecht beleuchtet, Gehwege fehlen oft.
- StraßenverkehrEs herrscht Linksverkehr, die Straße zwischen Nadi und Suva gilt als gefährlich. Für den Mietwagen brauchst du zusätzlich den internationalen Führerschein.
- MückenDengue-, Chikungunya- und Zika-Viren kommen vor – konsequent Mückenschutz verwenden, auch tagsüber.
- ImpfungenEmpfohlen wird Hepatitis A, je nach Reise auch weitere. Mehr in unserem Beitrag zu den Impfungen für die Weltreise.
- BadenVom Baden in Flüssen und Wasserfällen rät das Auswärtige Amt wegen Leptospirose ab.
- Ärztliche VersorgungKrankenhäuser gibt es u. a. in Nadi und Suva, auf den kleinen Inseln nur einfache Versorgung. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist Pflicht – welche wir nutzen, liest du bei den Reiseversicherungen.
- NotrufPolizei 917, Krankenwagen 911
Gut zu wissen: Fidschi hat im September 2026 wegen stark steigender HIV-Fallzahlen einen nationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Für normale Urlauber ändert sich dadurch wenig – Kondome verwenden und keine fremden Spritzen oder Nadeln (auch beim Tätowieren) sind hier aber besonders wichtig.
Fidschi mit Kind
Wir waren selbst noch ohne Finn auf Fidschi, deshalb hier unsere recherchierten Tipps für Familien:
- Unterkunft: Im Barefoot Manta wohnen laut Resort bis zu 2 Kinder bis 13 Jahre kostenlos in der Bure, die größte Strandbure bietet Platz für 2 Erwachsene und 3 Kinder. Frag bei anderen Resorts gezielt nach Familienzimmern und Kinderbetreuung.
- Bootstransfers: Der Umstieg vom Flyer ins kleine Resortboot kann wackelig und nass sein. Frag nach Schwimmwesten in Kindergröße – das Auswärtige Amt rät generell, die Sicherheitsausrüstung bei Bootstouren vorher zu prüfen.
- Sonne und Mücken: Die Sonne ist extrem stark – UV-Shirts zum Schnorcheln und konsequenter Mückenschutz sind Pflicht.
- Reisezeit: Mit Kind lieber in der trockeneren Zeit von Mai bis Oktober reisen, ohne Zyklonrisiko.
- Medizin: Auf den kleinen Inseln gibt es kaum ärztliche Versorgung. Nimm eine gut ausgestattete Reiseapotheke mit – unsere Checkliste für den Urlaub mit Kindern hilft beim Packen.
- Dokumente: Auch der Kinderreisepass wird für die Einreise akzeptiert.
Fragen & Antworten zu Fidschi
Brauche ich ein Visum für Fidschi?
Nein. Deutsche, Österreicher und Schweizer erhalten bei der Ankunft eine Aufenthaltsgenehmigung für bis zu vier Monate. Du brauchst einen Reisepass, der bei der Ausreise noch 6 Monate gültig ist, und ein Rück- oder Weiterflugticket.
Wann ist die beste Reisezeit für Fidschi?
Von Mai bis Oktober. Dann ist es trockener und es ist Manta-Saison. Von November bis April ist Zyklonsaison mit Starkregen und möglichen Fähr- und Flugausfällen.
Welche Inseln auf Fidschi sind die schönsten?
Für kurze Aufenthalte und Luxus eignen sich die Mamanuca-Inseln direkt vor Nadi. Für Inselhopping, Wandern und Schnorcheln mit Mantas sind die Yasawa-Inseln ideal. Ursprünglicher wird es auf Taveuni, Vanua Levu und Kadavu.
Wie kommt man von Nadi auf die Inseln?
Mit dem Yasawa Flyer oder den Fähren von South Sea Cruises ab Port Denarau, rund 20 Minuten vom Flughafen. Schneller und teurer sind Wasserflugzeug und Helikopter.
Ist Fidschi teuer?
Ja, in den Urlaubsgebieten liegen die Preise etwa auf australischem Niveau. Wir haben 2019 für die Fähre zu unseren zwei Inseln schon 220 € pro Person bezahlt. Günstiger wird es mit Resorts, in denen das Essen inklusive ist.
Was ist eine Kava-Zeremonie?
Eine traditionelle Runde, in der das Nationalgetränk Kava aus der Rauschpfefferwurzel geteilt wird. Du klatschst einmal, trinkst die Kokosschale in einem Zug aus und gibst sie zurück. Es schmeckt erdig-bitter und macht die Lippen kurz taub.
Wie viele Tage sollte man auf Fidschi bleiben?
Wir waren 8 Tage dort und hätten im Nachhinein gerne mehr Zeit gehabt. Für zwei bis drei Inseln solltest du mindestens eine Woche, besser zehn Tage einplanen.
Fazit
Die Fidschis haben uns total gut gefallen. Wir würden jetzt nicht extra dafür ans andere Ende der Welt fliegen, doch wenn ihr in Neuseeland oder Australien seid, dann macht auf jeden Fall einen Abstecher auf die paradiesischen Inseln. Wir haben es im Nachhinein etwas schade gefunden, dass wir nur 8 Tage dort waren und auch wirklich nur das Paradies gesehen haben und nicht das wirkliche Leben. Leute, die wir dort kennengelernt haben, waren weiter im Norden auf einer Insel, welche noch nicht so touristisch erschlossen ist, und wo man leider die Armut bzw. die Realität sieht. Nichtsdestotrotz konnten wir einen ersten Eindruck gewinnen und werden die Fidschis sicher irgendwann nochmal bereisen. BULA!
Vor Fidschi waren wir fast sechs Wochen mit dem Camper in Neuseeland unterwegs – unsere Tipps findest du in den Beiträgen zur Nordinsel und zur Südinsel. Danach ging es weiter nach Sydney.



















