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Kambodscha

Phnom Penh Sehenswürdigkeiten: Tipps, Eintritte & Anreise

9 / 10

Punkte

15

Minuten

Aktualisiert im Oktober 2026: Eintrittspreise, Öffnungszeiten, der neue Flughafen Techo International, Transport, Einreise und aktuelle Reisehinweise neu geprüft. Wir selbst waren im Januar 2019 auf unserer Weltreise in Phnom Penh – unsere Erlebnisse haben wir so gelassen, alle Fakten drumherum sind auf dem aktuellen Stand.

Tag 45 bis 55 sollten wir in Phnom Penh verbringen. Eigentlich hatten wir hier einen nicht so langen Aufenthalt geplant. Doch mich (Max) hat es leicht erwischt (leicht erhöhte Temperatur hat mich 4 Tage ans Bett gefesselt), weswegen wir etwas auf die Bremse getreten sind und 10 Tage in Phnom Penh verbracht haben.

Halb so wild, denn die Stadt ist wirklich sehenswert!

In diesem Guide findest du die wichtigsten Phnom Penh Sehenswürdigkeiten mit aktuellen Eintrittspreisen und Öffnungszeiten, unser Reisetagebuch, die Anreise über den neuen Flughafen, Fortbewegung, Kosten, die besten Viertel zum Übernachten, Sicherheit und die Einreise nach Kambodscha.

Phnom Penh auf einen Blick:

  • Lage: Hauptstadt Kambodschas, am Zusammenfluss von Mekong und Tonle Sap
  • Top-Sehenswürdigkeiten: Königspalast mit Silberpagode, Tuol-Sleng-Museum (S-21), Killing Fields Choeung Ek
  • Flughafen: Techo International (KTI), seit September 2025, rund 20 km südlich des Zentrums
  • Ideale Dauer: 2–3 Tage
  • Währung: US-Dollar und Riel, 1 US-Dollar ≈ 4.000 Riel
  • Fortbewegung: Tuk-Tuk über PassApp oder Grab
  • Einreise: Visum nötig (E-Visum oder bei Ankunft, je 30 US-Dollar) plus Cambodia e-Arrival

Phnom Penh Sehenswürdigkeiten im Überblick

Die wichtigsten Orte mit aktuellen Eintrittspreisen – Details und unsere Eindrücke findest du weiter unten im Tagebuch:

  • Königspalast und Silberpagodeca. 10 US-Dollar, geöffnet etwa 8–11 und 14–17 Uhr, Schultern und Knie bedeckt
  • Tuol-Sleng-Genozidmuseum (S-21)5 US-Dollar, Audioguide 5 US-Dollar extra, Jugendliche 10–17 Jahre 3 US-Dollar, Kinder unter 10 frei, täglich 8–17 Uhr
  • Killing Fields Choeung Ekca. 6 US-Dollar inklusive Audioguide, rund 15 km südlich des Zentrums
  • Wat Phnomca. 1 US-Dollar
  • NationalmuseumKhmer-Kunst aus der Angkor-Zeit, ideal vor oder nach einem Besuch in Siem Reap – eigener Eintritt von wenigen Dollar
  • Russian Market (Tuol Tom Poung)überdachter Markt mit Souvenirs, Stoffen und Garküchen – ruhiger und spannender als der Night Market
  • Central Market (Phsar Thmei)markante Art-déco-Markthalle mit gelber Kuppel
  • Riverside (Sisowath Quay)Uferpromenade am Tonle Sap, abends mit Sunset-Bootstouren auf dem Mekong

Tuol Sleng und Choeung Ek gehören seit 2025 gemeinsam mit einem weiteren Gedenkort zum UNESCO-Welterbe „Kambodschanische Gedenkstätten“.

Tag 45 – Anreise & Vorurteile: Ist Phnom Penh gefährlich?

Nachdem wir gerade eben so vor dem Tropensturm Pabuk mit dem letzten Flieger von Surat Thani „fliehen“ konnten, sind wir am Abend pünktlich in Phnom Penh gelandet. Leider habe ich mich während der Anreise mit Bus und Flugzeug erkältet. Die nächsten 5 Tage lag ich meist nur im Bett.

Info: Hier haben wir auch viele Dusch WCs gesehen 😀

Leider hatten wir durch verschiedene Berichte und Blogger-Erfahrungen über Phnom Penh einige Vorurteile entwickelt. Überall hieß es, dass Phnom Penh gefährlich sei, wir auf unsere Taschen aufpassen müssen und am besten abends gar nicht mehr auf die Straße gehen sollten …

Ein Irrtum, wie sich herausstellen sollte. Anfangs waren wir wirklich vorsichtig unterwegs, bis wir gemerkt haben, dass Phnom Penh eine schöne Stadt ist, die keineswegs gefährlich ist. Zumindest nicht gefährlicher als andere Großstädte in Südostasien. Ja, ihr solltet vielleicht nicht eure Tasche oder euer Handy aus dem Tuk Tuk halten, aber ich denke, das sagt einem schon der gesunde Menschenverstand!

Am Ende sind wir abends auch durch dunkle Gassen gelaufen und haben uns nie unsicher gefühlt. Ganz im Gegenteil: Wir haben die Bewohner als überaus freundlich und hilfsbereit empfunden!

Tag 46 bis 54 – Sehenswürdigkeiten & Tipps für Phnom Penh

Ganze 10 Tage haben wir in Phnom Penh verbracht. Genug Zeit, um die Stadt zu erkunden. Und die brauchten wir auch. Es gab viel zu sehen und die Geschichte Kambodschas ist echt interessant.

Ladet euch die Pass App herunter. Sie funktioniert ähnlich wie Uber und ihr kommt wirklich günstig mit dem TukTuk von einem Ort zum anderen!

7. Januar – Victory Day

Wir hatten Glück. Am 7. Januar feiert Kambodscha seinen Victory Day. Vor 40 Jahren wurden die Roten Khmer besiegt und Phnom Penh befreit. Wir sind nur zufällig auf das Fest gestoßen, denn bis dahin war uns nicht viel über die Geschichte Kambodschas bekannt.

So haben wir das Fest im Wat Botum Park verfolgt und das Feuerwerk über dem Mekong River angeschaut. Erst einige Tage später haben wir auf den Killing Fields mehr über die Geschichte und die Bedeutung des Tages erfahren.

Killing Fields

Kosten: bei uns 5 $ mit Audio Guide – heute rund 6 $ inklusive Audioguide

Mit der Pass App sind wir für nur 10 $ zu den etwas außerhalb liegenden Killing Fields gefahren. One Way. Hin und zurück also 20 $. Wir empfehlen, die Tour nicht in einer Gruppe zu machen, denn dann müsst ihr euch immer etwas an den anderen orientieren.

Auf den Killing Fields angekommen haben wir die 5 $ Eintritt mit Audio Guide gezahlt. Es ist schon fast ein Muss, den Audio Guide zu nehmen, denn sonst versteht ihr so gut wie nichts über diesen Ort.

Mit dem Audio Guide wurden wir anschließend von Punkt zu Punkt gelotst und haben dabei viel über die Geschehnisse rund um 1975 erfahren. Also noch gar nicht so lange her. Ich versuche das mal in einigen Sätzen für euch zusammenzufassen.

1975 rückte Pol Pot mit seinen Anhängern in Phnom Penh ein. Alle Bewohner wurden aus der Stadt vertrieben. Pol Pot vertrat dabei folgende Auffassung: Alle intellektuellen Einwohner von Kambodscha seien eine Gefahr, denn er wollte einen Bauernstaat erschaffen.

Und das ging seiner Meinung nach nur durch die Ermordung aller gebildeten Menschen. Infolgedessen starben während seiner Herrschaft zwischen 1975 und 1979 Schätzungen zufolge 1,5 bis 2 Millionen Kambodschaner auf grausame Weise – rund ein Viertel der Bevölkerung Kambodschas. Um so viele Menschen töten zu können, wurden in ganz Kambodscha Tötungsanlagen errichtet.

Auf den sogenannten Killing Fields wurden täglich tausende Menschen hingerichtet. Nicht mit Gewehren, denn die Kugeln waren zu teuer. Es wurden Stöcke, Messer, Äxte und sonstige Gegenstände benutzt, die kein Geld gekostet haben. Dabei mussten sie sich vor eine Grube hinknien, wurden mit der Waffe auf den Kopf geschlagen und teilweise halbtot in die Grube geworfen. Auch vor Kindern und Babys wurde nicht zurückgeschreckt.

Nach der Herrschaft von Pol Pot wurden etliche dieser Massengräber gefunden. Makaber ist, dass Pol Pot selbst ein Intellektueller war, der in Frankreich studiert und selbst als Lehrer tätig war.

Bevor man zu den Killing Fields gebracht wurde, kam man allerdings in eines der unzähligen Gefängnisse.

S21 Foltergefängnis

Kosten: bei uns 8 $ mit Audio Guide – heute 5 $ Eintritt plus 5 $ für den Audioguide

Mitten in Phnom Penh findet ihr das S21 Foltergefängnis. Vor 1975 war es eine Schule, die dann für die Zwecke der Roten Khmer umgebaut wurde.

In diesem Gefängnis wurden die Intellektuellen zu Geständnissen gezwungen. Sie sollten gestehen, dass sie beispielsweise mit der CIA zusammenarbeiten oder sonstige Verbrechen gegen die Partei verübt haben.

Dabei mussten sie das Geständnis schriftlich verfassen, denn alles wurde genauestens dokumentiert. So mussten die Wärter auch darauf achten, dass während der Folter niemand stirbt. Erst wenn das Geständnis unterschrieben war. Sollte eine Person vorher gestorben sein, konnte das die Inhaftierung und Tötung des Wärters bedeuten.

Die Menschen wurden hier mit etlichen Methoden gefoltert. Sie schliefen entweder aneinandergekettet in Räumen und durften sich nicht bewegen oder hatten 1 qm große Einzelzellen. Hier verbrachten sie ihre Zeit, bis sie zu den Killing Fields gebracht wurden.

Nur eine Handvoll Menschen hat das S21 überlebt. Zwei davon saßen bei unserem Besuch auf dem Schulhof und haben ihre Bücher und Geschichten verkauft. Ein Wahnsinn, dass diese Menschen Tag für Tag zu diesem Ort zurückkehren, um ihre Geschichte zu erzählen.

Wenn ihr also in Phnom Penh seid, sind die Killing Fields und das S21 ein Muss.

Wir haben außerdem keine Fotos vom S21 und den Killing Fields gemacht. Das erschien uns irgendwie unangebracht.

Wichtig:

Plane für beide Orte zusammen einen halben bis ganzen Tag ein – und danach etwas Zeit zum Verarbeiten. Ein Tuk-Tuk für Choeung Ek mit Wartezeit kostet heute etwa 12–18 US-Dollar hin und zurück, zum Tuol-Sleng-Museum im Zentrum kommst du per App schon für 1,50–3 US-Dollar. Für kleine Kinder sind beide Gedenkstätten nicht geeignet.

Royal Palace

Kosten: 10 $ (auch heute noch rund 10 $)

Wir haben drei Anläufe gebraucht, um den Royal Palace zu besichtigen. Entweder waren wir falsch gekleidet oder waren zur falschen Uhrzeit da. Über die Mittagszeit ist der Palace nämlich geschlossen und ihr müsst die Schultern und Knie bedeckt haben. Bei den Schultern reicht da kein Tuch!

Der Royal Palace ist wirklich schön angelegt. Wir haben versucht, möglichst früh dort zu sein, um den Touristenmassen zu entgehen … Ist uns leider nicht gelungen. Leider waren bereits unzählige Besucher vor Ort. Wir sind dann doch relativ zügig durch den Palast und die Tempel gegangen.

Ein schöner Ort, aber seht selbst:

Zum Gelände gehört auch die Silberpagode, deren Boden mit tausenden Silberfliesen ausgelegt ist. Die Öffnungszeiten liegen aktuell bei etwa 8–11 Uhr und 14–17 Uhr – bei Zeremonien kann der Palast kurzfristig schließen.

Sunset Cruise Mekong River

Kosten: bei uns 5 $ – heute rechne mit etwa 5–10 $

Sabrina wollte unbedingt eine Sunset River Cruise machen. Anbieter gibt es genug und für 5 $ konntet ihr bei uns bereits eine 2-stündige Tour buchen. Getränke und Essen waren dabei aber nicht inkludiert.

Auf dem Boot erwartet euch eine nette Atmosphäre und die Getränke waren auch nicht allzu teuer. Mit dem Wetter muss man natürlich etwas Glück haben. Bei uns war es leicht bewölkt, sodass der Sonnenuntergang nicht richtig zu sehen war.

Trotzdem ein netter Abend und für 5 $ absolut empfehlenswert!

Wat Phnom Temple

Der Wat Phnom Temple befindet sich auf einem großen Kreisverkehr. Viel mehr können wir auch schon nicht mehr sagen. Viel gibt es hier nicht, aber wenn ihr Zeit habt, könnt ihr ruhig mal vorbeischauen 😉

01

Night Market

Vom Night Market waren wir dann doch etwas enttäuscht. Bei einer so großen Stadt haben wir uns etwas mehr erhofft. Es gibt nur einige Stände mit Kleidung und Essensstände, die eigentlich alle das Gleiche anbieten. Für Vegetarier absolut ungeeignet.

Wir sind nur kurz drüber spaziert und haben uns anschließend zum Essen in ein indisches Restaurant gesetzt 🙂

02

Central Market

Auch vom Central Market waren wir etwas enttäuscht. Der Markt ist zwar riesig, aber nicht so schön wie erhofft. Vielleicht lag es auch daran, dass die Stände gerade zugesperrt haben. Viel gab es jedenfalls nicht zu sehen und unserer Meinung nach kein Muss für Phnom Penh.

03

Noch mehr Ideen für Phnom Penh

  • Nationalmuseum: Das rote Gebäude neben dem Königspalast zeigt Skulpturen aus der Angkor-Zeit.
  • Unabhängigkeitsdenkmal: Das Denkmal im Angkor-Stil steht mitten in der Stadt, nicht weit vom Wat Botum Park.
  • Koh Dach (Seideninsel): Halbtagesausflug auf eine ländliche Mekong-Insel, wo noch Seide gewebt wird.
  • Russian Market: Lieber hierher als zum Night Market – auch zum Essen.
04

Tag 55 – Abreise nach Siem Reap

Die 10 Tage vergingen wie im Flug. Nach Phnom Penh ging es dann nach Siem Reap und der berühmten Angkor Wat Tempelanlage.

Wir sind mit einem Minibus ca. 3 1/2 Stunden unterwegs gewesen und haben nur rund 10 $ bezahlt. Die Fahrt war sehr rasant und unser Fahrer hat so gut wie jeden vor uns überholt.
Zum Glück sind wir gut in Siem Reap angekommen und konnten bereits am frühen Abend unser Zimmer beziehen.

Anreise nach Phnom Penh

Mit dem Flugzeug: der neue Flughafen Techo International

Seit dem 9. September 2025 landen alle internationalen Flüge am neuen Techo International Airport (KTI) rund 20 km südlich der Stadt. Der alte Flughafen, an dem wir 2019 gelandet sind, wird für internationale Flüge nicht mehr genutzt. Rechne mit 45 Minuten bis einer Stunde Fahrt ins Zentrum, bei Stau länger:

  • Grab oder PassAppAuto ca. 15 US-Dollar, Tuk-Tuk ab ca. 7–8 US-Dollar
  • Taxi am Flughafenab ca. 35 US-Dollar
  • Tuk-Tuk am Flughafenca. 15 US-Dollar
  • Flughafenbussehr günstig (ca. 1.500 Riel), braucht aber 1,5–2 Stunden

Mit dem Bus

  • Von Siem Reaprund 320 km, je nach Anbieter ca. 5–7 Stunden, ca. 10–15 US-Dollar
  • Von Kampot und Sihanoukvilleregelmäßige Busse und Minivans – seit der Schnellstraße nach Sihanoukville geht es deutlich schneller. Wie wir von Kampot zurückgefahren sind, liest du dort.
  • Von Ho Chi Minh Stadtdirekte Busse über die Grenze bei Bavet, je nach Anbieter rund 6–8 Stunden. Alternativ geht es per Boot über den Mekong – wie das für uns war, liest du in unserem Beitrag zur Mekong River Cruise.
  • Von ThailandDie Landgrenzen zu Thailand sind laut Auswärtigem Amt wegen des Grenzkonflikts derzeit geschlossen – von Bangkok aus kommst du aktuell nur per Flug.

Busse vergleichen und buchen kannst du zum Beispiel über 12go.asia.

Fortbewegung in Phnom Penh

Gehsteige sind in Phnom Penh oft zugeparkt, zu Fuß ist es deshalb mühsam. Am einfachsten sind Tuk-Tuks (Remorks), die du über PassApp oder Grab zum Festpreis bestellst – kurze Fahrten im Zentrum kosten meist nur 1–3 US-Dollar. Halte Tasche und Handy dabei immer auf der straßenabgewandten Seite.

Beste Reisezeit für Phnom Penh

Am angenehmsten ist es von November bis Februar: trocken und nicht ganz so heiß. Im März und April wird es sehr heiß, oft über 35 °C. Von Mai bis Oktober ist Regenzeit – meist mit kurzen, heftigen Schauern, laut Auswärtigem Amt kann es in der Stadt aber auch zu Straßenüberflutungen kommen. Wir waren im Januar dort und hatten durchgehend gutes Wetter.

Was kostet Phnom Penh? Preise vor Ort

Gezahlt wird meist in US-Dollar, kleines Wechselgeld bekommst du in Riel. Nimm saubere, unbeschädigte Dollarscheine mit – eingerissene Noten werden oft nicht angenommen. Richtwerte:

  • Königspalastca. 10 US-Dollar
  • Tuol Sleng (S-21)5 US-Dollar, mit Audioguide 10 US-Dollar
  • Killing Fields Choeung Ekca. 6 US-Dollar inkl. Audioguide
  • Tuk-Tuk nach Choeung Ek und zurückca. 12–18 US-Dollar
  • Kurze Tuk-Tuk-Fahrt per Appca. 1–3 US-Dollar
  • Sunset Cruiseca. 5–10 US-Dollar
  • Bus nach Siem Reapca. 10–15 US-Dollar

Was kostet euch die Reise? Rechnet euer Budget mit unserem Reisekosten-Rechner aus – so seht ihr schnell, was ein paar Tage Kambodscha kosten.

Wo übernachten in Phnom Penh?

Unser Tipp aus eigener Erfahrung: Schau bei der Buchung auf Baustellen in der Nachbarschaft – wir hatten direkt neben unserem Fenster eine. Diese Viertel bieten sich an:

  • Riverside (Sisowath Quay)nah am Königspalast und den Bootstouren, viele Restaurants – abends aber trubelig.
  • BKK1beliebtes Viertel mit Cafés, Boutique-Hotels und Restaurants.
  • Tuol Tom Poung (Russian Market)entspannter, mit vielen hippen Cafés und günstigen Unterkünften.

Ist Phnom Penh gefährlich? Sicherheit und Gesundheit

Unsere eigene Erfahrung hast du oben gelesen: Wir haben uns nie unsicher gefühlt. Trotzdem solltest du ein paar aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amts kennen:

  • TaschenraubDiebstähle vom Motorrad aus kommen vor allem an der Riverside und in BKK1 vor, auch auf dem Weg vom und zum Flughafen.
  • TrickbetrugVorsicht, wenn Fremde dich zu privaten Kartenspielen einladen – das ist eine bekannte Masche. Lass außerdem nie deinen Reisepass als Pfand beim Roller-Verleih.
  • JobangeboteFinger weg von verlockenden IT-Jobangeboten in Kambodscha – dahinter stecken teils Betrugszentren mit Zwangsarbeit.
  • Grenzkonflikt mit ThailandSeit Juli 2025 gab es Kämpfe an der thailändischen Grenze, Ende 2025 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in einen 20-km-Streifen entlang der Grenze. Phnom Penh liegt weit davon entfernt.
  • GesundheitPhnom Penh gilt als malariafrei, Dengue ist aber 2026 stark verbreitet – tagsüber Mückenschutz. Dazu kommt laut Auswärtigem Amt starke Luftverschmutzung.

Mehr zu Impfungen liest du in unserem Beitrag zu den Impfungen für die Weltreise. Eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport gehört unbedingt dazu.

Einreise nach Kambodscha: Das gilt aktuell

  • VisumDeutsche, Österreicher und Schweizer brauchen ein Visum. Das Touristenvisum gilt für 30 Tage und lässt sich in Phnom Penh einmal um 30 Tage verlängern.
  • E-Visum30 US-Dollar, nur über die offizielle Seite evisa.gov.kh und mindestens zwei Wochen vor der Reise beantragen. Es gilt nicht an allen Grenzübergängen.
  • Visum bei Ankunftam Flughafen Techo und an vielen Landgrenzen, ca. 30 US-Dollar.
  • Cambodia e-ArrivalDas Online-Formular ersetzt die Papier-Einreisekarte und kann bis zu sieben Tage vor Ankunft über arrival.gov.kh oder die App ausgefüllt werden.
  • Reisepassbei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig.

Alle Details findest du beim Auswärtigen Amt und in unserem Beitrag zu den Einreisebestimmungen.

Phnom Penh mit Kind

Wir waren selbst noch ohne Finn in Phnom Penh, deshalb hier unsere recherchierten Tipps für Familien:

  • Gedenkstätten: Tuol Sleng und die Killing Fields sind für kleine Kinder nicht geeignet. Teilt euch auf oder plant den Besuch, während ein Elternteil mit dem Kind etwas anderes unternimmt. Im Tuol-Sleng-Museum sind Kinder unter 10 frei.
  • Kindertauglich: der Königspalast am Vormittag, ein Abend an der Riverside und eine Sunset-Bootstour auf dem Mekong.
  • Unterwegs: Gehsteige sind oft zugeparkt, ein Kinderwagen ist mühsam – eine Trage ist praktischer. Im Tuk-Tuk gibt es keine Kindersitze, für längere Strecken lieber ein Grab-Auto bestellen.
  • Hitze und Mücken: Programm auf Vormittag und späten Nachmittag legen, mittags Pause. Mückenschutz ist wegen Dengue wichtig.

Mehr Tipps fürs Reisen mit Kind →

Fragen & Antworten zu Phnom Penh

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Phnom Penh?

Der Königspalast mit der Silberpagode, das Tuol-Sleng-Genozidmuseum (S-21) und die Killing Fields von Choeung Ek. Dazu kommen das Nationalmuseum, Wat Phnom, der Russian Market und ein Abend an der Riverside.

Was kostet der Eintritt in den Königspalast?

Rund 10 US-Dollar. Geöffnet ist etwa von 8 bis 11 Uhr und von 14 bis 17 Uhr. Schultern und Knie müssen bedeckt sein – ein Tuch über den Schultern reicht nicht.

Was kosten Tuol Sleng und die Killing Fields?

Tuol Sleng (S-21) kostet 5 US-Dollar, der Audioguide weitere 5 US-Dollar. Die Killing Fields von Choeung Ek kosten rund 6 US-Dollar inklusive Audioguide.

Wie viele Tage sollte man in Phnom Penh bleiben?

Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten reichen 2–3 Tage. Einen halben bis ganzen Tag solltest du allein für Tuol Sleng und die Killing Fields einplanen.

Wie kommt man vom Flughafen in die Stadt?

Der neue Techo International Airport liegt rund 20 km südlich. Am einfachsten geht es per Grab oder PassApp (Auto ca. 15 US-Dollar), Taxis am Flughafen kosten ab ca. 35 US-Dollar.

Ist Phnom Penh gefährlich?

Wir haben uns nie unsicher gefühlt. Typische Risiken sind Taschenraub vom Motorrad aus und Trickbetrug. Halte Wertsachen im Tuk-Tuk auf der straßenabgewandten Seite und sei bei Einladungen zu Kartenspielen skeptisch.

Zahlt man in Kambodscha mit Dollar oder Riel?

Mit beidem. Größere Beträge zahlst du meist in US-Dollar, Wechselgeld unter einem Dollar gibt es in Riel (1 US-Dollar ≈ 4.000 Riel). Nimm nur saubere, unbeschädigte Dollarscheine mit.

Fazit zu Phnom Penh

Phnom Penh hat uns mehr als überrascht. Wir haben vorher in Blogs oder aus Erfahrungsberichten anderer Reisender nur Schlechtes gehört. Dreckig und kriminell waren die meisten Antworten. Leider sind wir auch genau mit diesen Vorurteilen in die Stadt eingereist.

Wir haben dann aber ein ganz anderes Bild von Phnom Penh kennengelernt. Ja, es liegt Müll rum. Aber ganz ehrlich, wo in Südostasien ist das nicht der Fall?!

Viel mehr waren wir beeindruckt von der Freundlichkeit der Menschen und der Entwicklung dieser Stadt. Überall wird gebaut und ein Hochhaus nach dem anderen hochgezogen. Wir wollen in einigen Jahren auf jeden Fall nochmal wiederkommen, um die Entwicklung der Stadt zu sehen. In 10 Jahren erkennt man hier wahrscheinlich nichts mehr wieder.

Das ist auch so der einzige Kritikpunkt, den wir hatten. Überall hat man Baulärm. In einem unserer Apartments wurde direkt neben unserem Fenster ein Hochhaus gebaut. Wir hatten also von 7 Uhr in der Früh bis 21 Uhr am Abend Baulärm direkt neben unserem Fenster.

Davon abgesehen war Phnom Penh wirklich schön und definitiv eine Empfehlung von uns. Von hier starten wir dann auch später unsere River Cruise nach Vietnam 🙂

Weiter ging es für uns nach Siem Reap, auf die Insel Koh Rong und nach Kampot.

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Sabrina, Max & Finn

Seit 2017 schreiben wir hier über unsere Reisen – heute zu dritt, mit echten Kosten und ehrlichen Eindrücken.

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