Zum Inhalt springen
seit 2017 unterwegs

Kambodscha

Siem Reap & Angkor Wat: Tempel, Tickets, Anreise & Tipps

Aktualisiert im Oktober 2026: Angkor-Pass-Preise, Öffnungszeiten, der neue Flughafen, Tuk-Tuk-Preise, Einreise und aktuelle Reisehinweise neu geprüft. Wir selbst waren im Januar 2019 auf unserer Weltreise in Siem Reap – unsere Erlebnisse haben wir so gelassen, alle Fakten drumherum sind auf dem aktuellen Stand.

Siem Reap, Angkor Wat. Tag 55–60 unserer Weltreise.
Auf die Tempelanlage Angkor freue ich mich schon besonders. Zum einen geht es nach 10 Tagen in Phnom Penh wieder weiter – zum anderen wird das hoffentlich ein persönliches Highlight für mich in Kambodscha werden. Im folgenden Beitrag werde ich euch sowohl über die Stadt Siem Reap als auch über die Tempelanlage Angkor berichten.

Neben unserem Reisetagebuch findest du hier alles für deine Planung: aktuelle Preise für den Angkor Pass, die wichtigsten Tempel, die Anreise über den neuen Flughafen, Tuk-Tuk-Preise, beste Reisezeit, Kosten, Einreise nach Kambodscha und Tipps für Angkor mit Kind.

Siem Reap auf einen Blick:

  • Lage: Nordwesten Kambodschas, nahe dem Tonle-Sap-See, rund 320 km von Phnom Penh
  • Angkor Pass: 37 US-Dollar (1 Tag), 62 US-Dollar (3 Tage), 72 US-Dollar (7 Tage), Kinder unter 12 frei
  • Flughafen: Siem Reap-Angkor International (SAI), seit Oktober 2023, ca. 45 km außerhalb
  • Beste Reisezeit: November bis Februar (trocken und am wenigsten heiß)
  • Währung: US-Dollar und Riel, 1 US-Dollar ≈ 4.000 Riel
  • Einreise: Visum nötig (E-Visum oder Visum bei Ankunft, je 30 US-Dollar) plus Online-Formular Cambodia e-Arrival
  • Ideale Dauer: 3–4 Tage, davon 2–3 Tage in den Tempeln

Angkor Wat Tickets: Preise und Infos zum Angkor Pass

Ohne Angkor Pass kommst du in keinen der Tempel. Die gute Nachricht: Die Preise sind seit unserer Reise gleich geblieben.

  • 1-Tages-Pass37 US-Dollar
  • 3-Tages-Pass62 US-Dollar – die Tage müssen nicht aufeinanderfolgen
  • 7-Tages-Pass72 US-Dollar – innerhalb eines Monats nutzbar
  • Kinderunter 12 Jahren frei, Reisepass des Kindes als Altersnachweis mitnehmen
  • Kaufenonline über die offizielle Seite angkorenterprise.gov.kh bzw. die Angkor-Pass-App, an Automaten oder im Ticketbüro an der Road 60, rund 4 km vom Zentrum. An den Tempeln selbst gibt es keine Tickets.
  • ÖffnungszeitenAngkor Wat ab 5 Uhr (Sonnenaufgang), Schluss meist gegen 18:30 Uhr. Sonnenuntergangs-Spots wie Pre Rup und Phnom Bakheng sind bis etwa 19 Uhr offen.
  • Nicht im Pass enthaltenPhnom Kulen (ca. 20 US-Dollar) und Koh Ker (eigenes Ticket, ca. 15 US-Dollar). Beng Mealea ist laut aktuellen Quellen mit dem Angkor Pass abgedeckt.

Wichtig:

Bei uns galt der 3-Tages-Pass noch innerhalb von 10 Tagen. Einige aktuelle Quellen nennen inzwischen ein kürzeres Zeitfenster – prüf die Gültigkeit beim Kauf. Kauf nur über die offiziellen Kanäle, es kursieren Fake-Seiten. Und: Schultern und Knie müssen in allen Tempeln bedeckt sein.

Die wichtigsten Tempel von Angkor im Überblick

Der Archäologische Park Angkor ist UNESCO-Welterbe und riesig. Die meisten Besucher teilen ihn in zwei Runden auf – genau so haben wir es auch gemacht:

  • Angkor WatDer größte und berühmteste Tempel, ideal zum Sonnenaufgang. Für die oberste Ebene (Bakan) gelten strengere Kleidungsregeln, Kinder unter 12 dürfen nicht hinauf.
  • Angkor Thom mit BayonDie alte Königsstadt mit dem Bayon und seinen lächelnden Gesichtertürmen, dazu die Elefantenterrasse.
  • Ta ProhmDer „Tomb-Raider-Tempel“, in dem riesige Baumwurzeln die Mauern umschlingen. Geh früh, später wird es sehr voll.
  • Small Circuitrund 17 km mit Angkor Wat, Angkor Thom, Ta Prohm, Ta Keo und Banteay Kdei.
  • Grand Circuitrund 26 km mit Preah Khan, Neak Pean, Ta Som, East Mebon und Pre Rup – ruhiger als die kleine Runde.
  • Banteay SreiKleiner Tempel aus rotem Sandstein mit den feinsten Reliefs von Angkor, etwa eine Stunde nördlich.
  • Beng Mealea und Phnom KulenFür einen zusätzlichen Tag – Beng Mealea ist ein verwilderter Dschungeltempel, Kulen ein heiliger Berg mit Wasserfall.

Unser Plan für 4 Tage Siem Reap

Tag 1: Planung & Vorbereitung

Wie ihr vielleicht schon gemerkt habt – wir reisen langsam und wollen es nicht überstürzen und richtig ankommen. Deswegen haben wir uns an unserem zweiten Tag in Siem Reap Zeit genommen anzukommen, die nächsten Tage zu planen und etwas herumzuspazieren.

Für mich heißt das, mich nach einer Yogastunde umzusehen. In Siem Reap gibt es echt einige Yogastudios – für mich hat der Yoga Space Siem Reap gut gepasst und so bin ich dort hingefahren. Die Stunde war super. Und das Yogastudio liegt direkt neben einem total schönen Markt, dem „Made in Cambodia Market“, wo es lauter lokal hergestellte Produkte zu kaufen gibt.

Ein Paradies für mich, blöd nur, dass mein Rucksack schon ziemlich voll ist.

Am Nachmittag liegen wir noch etwas am Pool und planen die nächsten Tage. Wir buchen im Hotel ein Tuktuk – den hoteleigenen Tuktukfahrer für unseren ersten Tag in Angkor Wat. Wir entscheiden uns, erst gegen 11 Uhr aufzubrechen und nicht um 8–9 Uhr wie die meisten anderen.

Am Abend geht’s wieder Richtung Zentrum. In Siem Reap gibt es sehr viele vegane und vegetarische Restaurants, sodass es für uns mal kein Problem ist, auch gut essen zu gehen und eine Auswahl an Speisen zu haben. Wir waren gleich zwei Mal im „Chamkar – Vegetarian Restaurant“, welches in einer ruhigeren Parallelstraße zur Pub Street liegt (Stand unserer Reise – schau vorher kurz nach, ob es noch geöffnet hat).

Tag 2 – Erster Tag in Angkor Wat (Grand Circuit)

Nach einem guten Frühstück in unserer Unterkunft packen wir alles für unseren ersten Tag in Angkor Wat zusammen. Kamera, Stativ, GoPro, Akkus und Trinkflaschen. Ich muss darauf achten, was ich anziehe, da es in Angkor Wat eine Kleidungsvorschrift gibt, wie bei den meisten Tempeln: Schultern müssen bedeckt sein und Hose/Rock muss mindestens bis zu den Knien gehen.

Ein Schal um die Schultern reicht generell auch aus, nur im Tempel Angkor Wat kommt man damit nicht auf die 3. Ebene, „in den Himmel“.

Pünktlich um 11 Uhr geht es mit dem Tuktuk los. Erster Stopp ist das Ticketbüro: Es gibt 3 verschiedene Tickets, für 1 Tag, 3 oder 7 Tage; die Preise sind wie folgt:

Tickets und Preise (bei uns 2019 – und auch heute noch gültig):

  • 1 Tag 37 $
  • 3 Tage 62 $
  • 7 Tage 72 $

Wir haben das 3-Tagesticket genommen, denn ein Tag ist uns definitiv zu wenig. Das Gute ist, man muss das Ticket nicht an 3 aufeinanderfolgenden Tagen nutzen, sondern kann es innerhalb von 10 Tagen verbrauchen. Das 7-Tagesticket muss man innerhalb von 1 Monat einlösen.

Angkor Pass

Danach ging’s endlich los Richtung Tempelanlage. Vom Ticketbüro in Siem Reap sind es noch etwa 20 Minuten Fahrt – kurz vor der Anlage kommt dann die Ticketkontrolle, wo man einfach mit dem Tuktuk durchfährt und die Karten werden gecheckt und gelocht.

Die Grand Circuit oder Big Tour

Auf der 26 Kilometer langen „großen“ Tempeltour besichtigen wir folgende Tempel:

Preah Khan
Preah Khan oder auch „The Holy Sword“ wurde im 12. Jahrhundert als erste Hauptstadt erbaut, bevor Angkor Thom fertiggestellt wurde. Der Tempel wurde nicht vollständig restauriert und man sieht viele Figuren, welche versuchen, an den Wänden/Mauern hochzuklettern.

Neak Pean
Neak Pean ist ein buddhistischer Tempel, welcher auf einer künstlich angelegten Insel erbaut wurde. Man gelangt über einen langen, schmalen Weg/Steg hin. Die 4 Becken stehen für die 4 Elemente Wasser, Feuer, Erde und Wind.

Ta Som
Der buddhistische Tempel Ta Som wurde während der Regentschaft des Königs Jayavarman VII. im 12. Jahrhundert erbaut und ist dessen Vater gewidmet.

Ta Som

East Mebon
Als nächstes war der Tempel East Mebon dran. Dieser ist bekannt für seine großen freistehenden Elefantenstatuen. Der Tempel ist dem Hindu-Gott Shiva gewidmet.

Pre Rup
Pre Rup wurde ein Jahrzehnt nach East Mebon erbaut, ist im ähnlichen Stil gehalten und ebenfalls dem Gott Shiva gewidmet. Die Sonne macht den Tempel besonders in der Früh und am Abend aufgrund der Farben, welche entstehen, sehr beliebt.

Damit haben wir den letzten Tempel auf der großen Runde gesehen und sind fertig. Wir haben noch nichts gegessen, da wir bei der Hitze keinen wirklich großen Hunger haben und es in der Tempelanlage fast nur Snacks mit Fleisch gibt – außer Obst, das haben wir uns geholt.

Es ist mittlerweile 14:30 Uhr und wir sind schon etwas hungrig, deswegen halten wir beim Zurückfahren bei einem ziemlich coolen vegetarischen Restaurant, dem „Peace Cafe“. Schaut dort auf jeden Fall vorbei, es gibt auch Kochkurse und Yogastunden (das ist sich bei uns leider nicht ausgegangen).

Wir kommen gegen 16 Uhr im Hotel an und haben während des Essens schon wieder weitere Pläne geschmiedet, denn wir würden gerne den Sonnenuntergang sehen. Max hat einen (hoffentlich) coolen Spot gefunden und so fragen wir unseren Tuktukfahrer, ob er uns auch noch dort hinfahren möchte. Er freut sich darüber und bejaht. Im Hotel machen wir uns nur kurz frisch und dann geht es auch schon weiter.

Sonnenuntergang bei Prasat Phnom Krom

Unser Ziel ist der Tempel Prasat Phnom Krom, etwa 30 Fahrminuten südlich von Siem Reap. Nach einer angenehmen Fahrt kommen wir an und müssen erst mal einige Stufen und dann noch einen Hügel hochgehen, bevor wir zu dem Tempel kommen. Das haben wir deutlich unterschätzt, denn ich habe nur meine Schlapfen an (wir dachten, es sind nur Stufen).

Stufen zu Phnom Krom

Für den Prasat Phnom Krom braucht ihr ein gültiges Angkor Ticket, denn dieser Tempel zählt dazu. Da wir erst heute in Angkor waren, wurde unser Ticket nicht erneut gelocht. Wir wussten das nicht und hätten uns sehr geärgert, dafür „einen Eintritt“ zu ver(sch)wenden. Denn die Tempelanlage ist ziemlich heruntergekommen und absolut nicht gepflegt – eher das Gegenteil, nämlich total zugemüllt. Die 3 Türme sind nett, aber eher baufällig und nicht restauriert.

Phnom Krom

Für den Sonnenuntergang mussten wir erst einen geeigneten Platz finden, denn so einfach ist das gar nicht. Es gibt keinen Weg oder Platz, wir mussten eine Wiese/Steinwand hinunterklettern, um einen Ausblick über den Tonle-Sap-See und die Reisfelder zu haben – doch das hat sich wirklich gelohnt. Wir haben einen wunderschönen Sonnenuntergang mit fast nur Einheimischen erlebt.

Damit uns nicht fad wird 😛 haben wir für den nächsten Tag die Sonnenaufgangstour (Small Circuit) gebucht – wieder mit unserem Fahrer von heute. Das bedeutet, wir werden uns mit hunderten anderen Menschen zusammengedrängt an einem Teich vor dem Tempel Angkor Wat den Sonnenaufgang ansehen 😀 Mal sehen, wie das wird.

Tag 3 – Zweiter Tag in Angkor Wat (Sonnenaufgangstour + Small Circuit)

Um 4:30 klingelt der Wecker, denn um 5 Uhr geht’s los. Müde und noch etwas verschlafen machen wir uns fertig (wir haben schon alles am Vortag hergerichtet, sodass es schnell geht). Wir holen noch schnell unser Frühstückspaket bei der Rezeption ab, denn unser Fahrer erwartet uns schon.

Also geht’s im Stockdunklen los Richtung Angkor. Gut, dass wir uns dünne Jacken mitgenommen haben, denn um 5 Uhr morgens kann es während der Fahrt richtig kühl werden.

Um etwa 5:30 kommen wir an – es ist noch immer stockdunkel und wir müssen ein ordentliches Stückchen über eine Brücke zum Tempel gehen – angekommen beim Teich haben wir unser Ziel erreicht. Es gibt jedoch 2 Seen – einen kleineren und einen größeren, wo alle Essensstände sind und wo die „typischen“ Sonnenaufgangsfotos gemacht werden.

Dort waren natürlich sehr viele Menschen, deswegen sind wir beim kleineren See geblieben, wo wir aber auch alles andere als allein waren.

Wir waren eine Stunde vor Sonnenaufgang hier und das hat gereicht, eine halbe Stunde hätte auch gepasst. Man bekommt sowieso schwer einen Platz „in der ersten Reihe“, es ist ein mega Gedränge und man sieht dahinter genauso viel.

Das Makabere war, dass wirklich fast alle Menschen gegangen sind, sobald die Sonne nur ein bisschen aufgegangen ist. Wir haben sicher noch weitere 30 Minuten gewartet, denn dann scheint die Sonne erst richtig durch die Türme von Angkor Wat. In einer Stunde sieht man ganz viele unterschiedliche Farben und je nach Sonneneinfall ändert sich das Bild andauernd – das bedeutet viele Fotos 😀

Small Circuit

Angkor Wat
Nachdem die Sonne gut am Himmel zu sehen war, geht der Tag erst richtig los für uns. Für den Tempel Angkor Wat nehmen wir uns einen Guide (für 15 Dollar), um etwas Hintergrundwissen zu bekommen. Gestern haben wir uns mit einer App durch die Tempel geschlagen, aber man weiß nicht immer sofort, was gemeint ist.

Unser Guide ist super lustig und scheint ein richtiger Fotoprofi zu sein, denn er macht noch einige ziemlich coole Fotos vor Angkor Wat von uns, aber seht selbst:

Danach geht die Tour los. Angkor Wat hat die Form einer Pyramide und besteht aus 5 Türmen, welche bis zu 65 Meter hoch sind. Der Tempel besteht aus drei Ebenen, wobei die dritte Ebene als Himmel bezeichnet wird. Dort herrscht die „strengste“ Kleidervorschrift, man darf nur mit T-Shirt rauf – ein Tuch, welches die Schultern bedeckt, zählt nicht.

Unser Guide geht mit uns durch die Anlage, erklärt uns super viel – unter anderem zeigt er uns auch „den Mittelpunkt der Welt“ bzw. der Tempelanlage. Er begleitet uns noch zur dritten Ebene, kommt aber nicht mehr mit, da wir uns dort anstellen müssen. Die höchste Ebene ist flächenmäßig sehr klein, man darf sich nur maximal 15 Minuten oben aufhalten und wir haben auch einen eigenen „Pass“ dafür bekommen.

Nachdem wir die Besichtigung von Angkor Wat nach etwa 3,5 Stunden beendet haben, kehren wir wieder zum Parkplatz zurück und suchen unseren Fahrer. Danach geht’s mit der „kleinen Tour“ direkt weiter. An diesem Tag haben wir uns mehr Tempel angesehen, als eigentlich bei der „Small Circuit“ von unserem Tuktukfahrer aufgelistet waren. Ich denke mir, wir sind nur einmal hier und ich will alles sehen 😀

Prasat Kravan

Prasat Kravan

Banteay Kdei

Ta Prohm
Dieser Tempel ist besonders berühmt und leider auch total überlaufen, da hier der Film Tomb Raider mit Lara Croft gedreht wurde. Wir sind ziemlich zügig durchgegangen, da wir nur so von chinesischen Reisegruppen durchgeschoben wurden.

Ta Prohm

Ta Keo

Chau Say Tevoda

Thommanon

Bayon
Der Tempel Bayon ist neben Angkor Wat einer der berühmtesten Tempel in der Anlage. Er ist besonders charakteristisch für die Gesichter-Türme – riesige Türme mit lächelnden Gesichtern. Der Tempel ist nicht von einer Mauer umgeben (wie die meisten), sondern ist „offen“ und nur von Säulen begrenzt. Das war auch der einzige Tempel, bei dem wir nicht auf Anhieb unseren Fahrer gefunden haben, denn uns war nicht ganz klar, wo wir uns treffen, da es mehrere Ein- und Ausgänge gibt.

Bayon

Wir haben ihn nach ein bisschen Hin- und Herlaufen gefunden und waren echt froh, denn Bayon ist unser letzter Tempel an diesem Tag und wir sind echt erledigt und müde. Deswegen treten wir auch gleich danach die Fahrt ins Hotel an.

Im Hotel angekommen bedanken wir uns natürlich bei unserem überaus freundlichen und engagierten Fahrer, mit dem wir ja die letzten zwei Tage verbracht haben. Leider haben wir völlig vergessen, ein Erinnerungsfoto mit ihm zu machen.

Danach fallen wir echt müde ins Bett und machen ein kleines Nickerchen.

Tag 4 – „Rehash Trash“

Unser letzter Tag in Siem Reap ist gekommen – wir finden es eigentlich total schade, da uns die Stadt ziemlich gut gefällt – und nicht nur wegen Angkor Wat. Wir sind durch Instagram auf „Rehash Trash“ aufmerksam geworden – eine Initiative zur Frauenförderung, Skills-Training und Clean-up der Umwelt.

Die Initiative nimmt sich der großen Umwelt- und Plastikproblematik in Kambodscha an und ermöglicht den Frauen, durch ihre Arbeit ihre Familien finanziell zu unterstützen und so aus der Armut herauszufinden.

Wir sind einfach vorbeigefahren, denn unser Plan ist es, dort einen Workshop zu besuchen. Wir hatten Glück, denn es hatten gerade 2 Frauen Zeit für uns. „Turn trash into treasure with our fun recycling workshops!“ lautet das Motto.

Ein Workshop kostete bei uns 8 Dollar pro Person und dauert etwa 2–3 Stunden. Was dort vorab schon gemacht wird: Es werden gebrauchte Plastiksackerl eingesammelt, gereinigt und getrocknet.

Vorbereitung der Plastiksackerl

Danach können wir sie auch schon verwenden. Wir schneiden die Plastiksackerl in ca. 1 cm breite Streifen, danach beginnt das Häkeln, und nachdem sie uns das gezeigt haben, häkeln wir auch schon Plastik 🙂 Wir machen ein Armband, einen Schlüsselanhänger und einen Glasuntersetzer.

Es hat mega viel Spaß gemacht, auch wenn wir danach den Popo und die Finger etwas gespürt haben – Wahnsinn, dass die dort jeden Tag am Boden sitzen. Wir nehmen eine total positive und authentische Erfahrung mit.

An diesem Tag haben wir sonst nicht viel mehr gemacht, denn morgen früh geht es weiter auf die Insel Koh Rong.

Tag 5 – Abreise nach Sihanoukville

Heute heißt es früh aufstehen, denn unser Flieger nach Sihanoukville geht um 8 Uhr morgens. Von dort soll es direkt auf die Insel Koh Rong gehen.

Siem Reap abseits der Tempel

Siem Reap ist viel mehr als nur das Tor zu Angkor. Diese Dinge lohnen sich zwischen zwei Tempeltagen:

  • Pub Street und Night MarketsDas Zentrum rund um die Pub Street ist abends das Herz der Stadt – mit Bars, Restaurants und mehreren Nachtmärkten.
  • Schwimmende Dörfer am Tonle SapStelzendörfer wie Kampong Phluk erreichst du per Tour mit dem Boot. Am eindrucksvollsten ist das am Ende der Regenzeit, wenn der See hoch steht. Achte auf seriöse Anbieter, an einigen Stellen gibt es Abzocke.
  • Phare, der kambodschanische ZirkusAkrobatik-Shows einer Sozialorganisation, bei der junge Kambodschaner ausgebildet werden.
  • KochkursViele Restaurants und Hotels bieten Khmer-Kochkurse mit Marktbesuch an – eine schöne Pause von der Tempel-Hitze.
  • Sozialprojekte unterstützenWorkshops wie unser Rehash-Trash-Besuch oder Restaurants, die Jugendliche ausbilden, gibt es in Siem Reap viele.

Anreise nach Siem Reap

Wir sind von Phnom Penh aus mit dem Minibus angereist. Die Fahrt war zwar ziemlich zügig, aber an sich ganz ok. Alternativ kann man auch hinfliegen oder die großen Busse nehmen. Siem Reap ist ein sehr beliebtes Reiseziel, weswegen es genug Angebot gibt.

  • Mit dem Bus ab Phnom Penhrund 320 km, je nach Anbieter ca. 5–7 Stunden, Tickets ca. 10–15 US-Dollar (z. B. Giant Ibis, Larryta, Virak Buntham).
  • Mit dem FlugzeugSeit Oktober 2023 landen alle Flüge am neuen Siem Reap-Angkor International Airport (SAI). Der alte Flughafen direkt an der Stadt ist für Linienflüge geschlossen.
  • Ab ThailandWegen des Grenzkonflikts sind die Landübergänge zu Thailand (z. B. Poipet) laut Auswärtigem Amt derzeit geschlossen – von Bangkok aus geht es aktuell nur per Flug.

Verbindungen bei 12Go suchen*

Externer Inhalt – lädt erst nach Klick.

Vom neuen Flughafen SAI in die Stadt

Der neue Flughafen liegt rund 45 km östlich der Stadt – rechne mit knapp einer Stunde Fahrt:

  • Shuttlebusca. 8 US-Dollar pro Person, Tickets am Schalter in der Ankunftshalle
  • TaxiFestpreis ca. 35 US-Dollar (bis 3 Personen), Minivan ca. 45 US-Dollar
  • Tuk-Tukca. 15–25 US-Dollar, Preis vorher vereinbaren; dauert gut eine Stunde
  • Grab und PassAppfunktionieren auch am Flughafen

Wichtig:

Laut Auswärtigem Amt musst du mindestens eine Nacht in Kambodscha verbringen. Ein reiner Tagesausflug nach Angkor Wat aus einem Nachbarland ist damit nicht möglich.

So war unsere Anreise und unser erster Abend in Siem Reap

Nach einer rasanten Fahrt in einem Minibus sind wir nachmittags gut in Siem Reap gelandet. Nach ein paar Fahrtminuten mit dem Tuktuk sind wir auch schon in unserem Hotel „Po Residence“ angekommen – wir haben absichtlich ein Hotel in einer ruhigeren Lage gewählt, da wir in Phnom Penh etwas Pech mit der Unterkunft hatten und die letzten Tage neben einer riesigen Baustelle verbracht haben.

Wir wurden super freundlich empfangen. Da es 16 Uhr ist, legen wir uns noch ein bisschen an den Pool und relaxen, bevor es am Abend das erste Mal Richtung Zentrum geht.

Wir nehmen uns ein Tuktuk Richtung Night Market – es sind zwar zu Fuß nur knapp 2 km ins Zentrum, aber wer schon einmal in Kambodscha war, weiß, dass es de facto keine Gehsteige gibt – oder Gehsteige mit Hürden 😀 wie man es nennen will.

Wir hätten nicht gedacht, dass es so viel in Siem Reap gibt – es gibt gleich mehrere Night Markets und natürlich die Pub Street, auf der sich fast alles abspielt.

Fortbewegung: Tuk-Tuk, Fahrrad oder Tour?

Die Tempel liegen weit auseinander, zu Fuß geht hier nichts. Die beliebtesten Optionen:

  • Tuk-Tuk mit Fahrerder Klassiker – so haben wir es auch gemacht. Rechne mit ca. 15–25 US-Dollar pro Tag, je nach Runde. Für den Sonnenaufgang oder weiter entfernte Tempel wie Banteay Srei verlangen die Fahrer mehr. Den Preis vorher fix ausmachen.
  • Grab und PassAppFür Fahrten in der Stadt die einfachste Lösung mit festem Preis.
  • Fahrradca. 5–6 US-Dollar pro Tag – für die kleine Runde machbar, bei der Hitze aber anstrengend.
  • GuideFür Angkor Wat lohnt sich ein lizenzierter Guide. Bei uns kostete er 15 Dollar für den Tempel – heute zahlst du für einen ganzen Tag deutlich mehr.

Beste Reisezeit für Angkor Wat & Siem Reap

Wie in vielen südostasiatischen Ländern ist auch in Kambodscha die beste Reisezeit in unseren Wintermonaten. Im Sommer herrscht hier Regenzeit und es ist heiß und feucht.

Wenn möglich, solltet ihr einen Aufenthalt zwischen November und Mai planen.

  • November bis FebruarTrockenzeit mit den angenehmsten Temperaturen – Hauptsaison, entsprechend voll.
  • März bis Maisehr heiß, oft über 35 °C. Tempel dann früh morgens und am späten Nachmittag besuchen.
  • Mai bis OktoberRegenzeit mit meist kurzen, heftigen Schauern. Dafür ist alles grün, es sind weniger Leute da und die Hotels günstiger. Laut Auswärtigem Amt kann es zu Überschwemmungen kommen.
MonatTemperatur Min/MaxRegenzeit ja/nein
Januar24°C / 32°CNein
Februar24°C / 33°CNein
März25°C / 35°CNein
April25°C / 36°CNein
Mai25°C / 32°CJaein
Juni25°C / 32°CJa
Juli25°C / 31°CJa
August25°C / 31°CJa
September25°C / 31°CJa
Oktober24°C / 31°CJa
November24°C / 31°CNein
Dezember24°C / 31°CNein

Was kostet Siem Reap? Preise vor Ort

Kambodscha ist ein günstiges Reiseland – der größte Posten in Siem Reap ist der Angkor Pass. Gezahlt wird meist in US-Dollar, Wechselgeld unter einem Dollar bekommst du in Riel. Ein paar Richtwerte:

  • Angkor Pass37 / 62 / 72 US-Dollar für 1 / 3 / 7 Tage
  • Tuk-Tuk für einen Tempeltagca. 15–25 US-Dollar
  • Transfer vom FlughafenShuttlebus ca. 8 US-Dollar, Taxi ca. 35 US-Dollar
  • Bus nach Phnom Penhca. 10–15 US-Dollar
  • Doppelzimmereinfache Hotels mit Pool bei uns ab 16 € – heute rechne mit ca. 20–40 €, Boutique-Hotels um 50–100 €
  • Phnom Kulenca. 20 US-Dollar Eintritt extra

Was kostet euch die Reise? Rechnet euer Budget mit unserem Reisekosten-Rechner aus – so seht ihr schnell, was ein paar Tage Kambodscha inklusive Angkor Pass kosten.

Die schönsten & besten Hotels in Siem Reap

Kambodscha ist ein sehr günstiges Reiseland. Dementsprechend günstig kann man hier übernachten. Natürlich gibt es auch teure Luxushotels, wir haben uns aber in unserer Unterkunft für 16 € die Nacht sehr wohl gefühlt.

Savada Angkor Boutique Hotel* – Wunderschöne Zimmer.

eOcambo Resort & Spa* – 5 Sterne Luxus, damals für 40 € die Nacht

Onederz Siem Reap* – schöner Pool am Dach, damals ab 12 € die Nacht

Die Preise stammen von unserer Reise – schau für aktuelle Preise direkt nach. Welche Gegend zu dir passt:

  • Rund um Pub Street und Old Marketmittendrin, kurze Wege zu Restaurants – abends aber laut.
  • Wat Bo und Riversideruhiger, trotzdem zu Fuß bzw. mit kurzer Tuk-Tuk-Fahrt im Zentrum.
  • Etwas außerhalbviele Hotels mit Pool und Garten zum günstigen Preis – so wie unsere Unterkunft.

Hotelkarte von Booking.com anzeigen*

Externer Inhalt – lädt erst nach Klick.

Einreise nach Kambodscha: Das gilt aktuell

  • VisumDeutsche, Österreicher und Schweizer brauchen ein Visum. Das Touristenvisum (Kategorie T) gilt für 30 Tage und lässt sich in Phnom Penh einmal um 30 Tage verlängern.
  • E-Visum30 US-Dollar, nur über die offizielle Seite evisa.gov.kh beantragen und mindestens zwei Wochen vorher. Achtung: Es gilt nicht an allen Grenzübergängen.
  • Visum bei Ankunftan den internationalen Flughäfen und vielen Grenzübergängen, ca. 30 US-Dollar, am besten passend in sauberen Dollarscheinen.
  • Cambodia e-ArrivalDie frühere Papier-Einreisekarte ist durch ein Online-Formular ersetzt. Ausfüllen kannst du es bis zu sieben Tage vor Ankunft über die offizielle Seite arrival.gov.kh bzw. die App.
  • Reisepassmuss bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein. Kinder brauchen einen eigenen Reisepass.
  • Überziehenkostet laut Auswärtigem Amt 10 US-Dollar pro Tag.

Die aktuellen Infos findest du beim Auswärtigen Amt. Einen Überblick für viele Länder gibt es in unserem Beitrag zu den Einreisebestimmungen.

Sicherheit und Gesundheit in Siem Reap

Siem Reap ist eine entspannte, sehr touristische Stadt. Ein paar Punkte solltest du trotzdem kennen:

  • Grenzkonflikt mit ThailandSeit Juli 2025 gab es Kämpfe an der Grenze, Ende 2025 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Das Auswärtige Amt warnt vor Reisen in einen 20-km-Streifen entlang der thailändischen Grenze. Angkor und Siem Reap liegen nicht darin – grenznahe Tempel wie Preah Vihear oder Banteay Chhmar solltest du aber aktuell meiden.
  • TaschendiebstahlTaschen im Tuk-Tuk auf der straßenabgewandten Seite halten – Diebstahl vom Motorrad aus kommt vor.
  • LandminenDie Tempelanlagen sind geräumt, bleib aber auf den markierten Wegen.
  • Drohnensind in Angkor verboten.
  • Dengue2026 wurden laut Auswärtigem Amt stark steigende Fälle gemeldet – tagsüber konsequenter Mückenschutz. Das Malariarisiko in Siem Reap und Angkor gilt als gering.
  • HitzeViel trinken, Sonnenhut, Mittagspause im Hotel einplanen.

Mehr zu Impfungen liest du in unserem Beitrag zu den Impfungen für die Weltreise – und eine Auslandskrankenversicherung mit Rücktransport ist für Kambodscha ein Muss.

Angkor Wat mit Kind

Wir waren selbst noch ohne Finn in Siem Reap, deshalb hier unsere recherchierten Tipps für Familien:

  • Eintritt: Kinder unter 12 Jahren zahlen nichts – den Reisepass des Kindes aber immer dabeihaben.
  • Tagesplan: Lieber zwei kurze Tempeltage als einen langen. Früh starten, mittags Pause am Hotelpool, am späten Nachmittag noch einmal los.
  • Kindertaugliche Tempel: Ta Prohm mit den Baumwurzeln und der Bayon mit seinen Gesichtern begeistern auch Kinder. Auf die oberste Ebene von Angkor Wat dürfen Kinder unter 12 nicht.
  • Unterwegs: Ein Kinderwagen bringt auf den Stufen und Steinwegen wenig, eine Trage ist praktischer. Im Tuk-Tuk gibt es keine Kindersitze.
  • Gesundheit: Mückenschutz für Kinder, Sonnenschutz und genug Wasser einpacken – unsere Checkliste für den Urlaub mit Kindern hilft beim Packen.

Mehr Tipps fürs Reisen mit Kind →

Fragen & Antworten zu Siem Reap und Angkor Wat

Was kostet der Eintritt für Angkor Wat?

Der Angkor Pass kostet 37 US-Dollar für einen Tag, 62 US-Dollar für drei Tage und 72 US-Dollar für sieben Tage. Kinder unter 12 Jahren sind frei. Er gilt für alle Tempel im Archäologischen Park, nicht aber für Phnom Kulen und Koh Ker.

Wie viele Tage braucht man für Angkor Wat?

Für die wichtigsten Tempel reichen zwei Tage – etwa einen für den Small Circuit mit Sonnenaufgang und einen für den Grand Circuit. Mit dem 3-Tages-Pass hast du Zeit für Banteay Srei oder Beng Mealea und kannst Pausentage einlegen.

Wo kauft man den Angkor Pass?

Online über angkorenterprise.gov.kh bzw. die offizielle App, an Automaten in der Stadt oder im Ticketbüro an der Road 60, rund 4 km vom Zentrum. An den Tempeln selbst werden keine Tickets verkauft.

Wie weit ist der Flughafen von Siem Reap entfernt?

Der neue Siem Reap-Angkor International Airport (SAI) liegt rund 45 km außerhalb. Mit Shuttlebus (ca. 8 US-Dollar), Taxi (ca. 35 US-Dollar) oder Tuk-Tuk brauchst du etwa eine Stunde in die Stadt.

Was kostet ein Tuk-Tuk in Angkor?

Für einen Tempeltag mit Fahrer rechne mit ca. 15–25 US-Dollar, für den Sonnenaufgang oder weiter entfernte Tempel etwas mehr. Den Preis vorher fix vereinbaren.

Wann ist die beste Reisezeit für Angkor Wat?

November bis Februar: trocken und am wenigsten heiß. März bis Mai ist es sehr heiß, von Mai bis Oktober ist Regenzeit – dafür grüner und leerer.

Brauche ich ein Visum für Kambodscha?

Ja. Deutsche, Österreicher und Schweizer brauchen ein Touristenvisum – als E-Visum über evisa.gov.kh oder bei Ankunft am Flughafen, jeweils rund 30 US-Dollar. Dazu kommt das Online-Formular Cambodia e-Arrival.

Ist Siem Reap sicher?

Ja, Siem Reap gilt als entspannt. Pass auf Taschendiebe auf und meide wegen des Grenzkonflikts mit Thailand den 20-km-Streifen an der Grenze, vor dem das Auswärtige Amt warnt. Angkor selbst liegt nicht darin.

Unser Fazit zu Siem Reap und Angkor Wat

Ich denke, die meisten von euch werden Siem Reap wegen der Tempelanlage Angkor Wat besuchen. Und ja, diese ist definitiv einen Besuch wert. Wir waren echt begeistert. Zwar befinden sich auch tausende andere Touristen auf der Anlage, aber man sollte das schon mal gesehen haben 🙂

Der Ort Siem Reap ist aber auch sehr nett. Eine sehr touristische Einkaufsstraße, aber am besten fahrt ihr auch etwas außerhalb mit dem TukTuk.

Also Siem Reap ist definitiv einen Besuch wert!

Wie es für uns in Kambodscha weiterging, liest du in unseren Beiträgen zu Phnom Penh, Koh Rong und Kampot. Danach ging es weiter nach Vietnam, nach Ho Chi Minh Stadt.

* Affiliate-Link: Wenn ihr darüber bucht oder kauft, bekommen wir eine kleine Provision. Für euch ändert sich am Preis nichts.

Sabrina, Max & Finn

Seit 2017 schreiben wir hier über unsere Reisen – heute zu dritt, mit echten Kosten und ehrlichen Eindrücken.

Mehr über uns →

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert